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Zeitfragen | Beitrag vom 20.06.2018

Göttlich inspiriertPolitische Influencer, moderne Geschäftsleute

Teil 2

Von Antje Stiebitz

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Der indische Guru Sri Sri Ravi Shankar beim "World Culture Festival" im Olympiastadion in Berlin 2011. (picture alliance / dpa / Stephanie Pilick)
Der indische Guru Sri Sri Ravi Shankar beim "World Culture Festival" im Olympiastadion in Berlin 2011. (picture alliance / dpa / Stephanie Pilick)

Die indischen Gurus der Gegenwart mischen sich aktiv ins politische und gesellschaftliche Leben ein. Manche wollen Seelen oder Flüsse retten – andere werden mit Ayurveda-Produkten reich. Eine Reise, die durch Indien und bis nach Berlin führt.

Maharishi Mahesh Yogi: "Die Sonne scheint immer in aller Fülle. Es kann geschehen, dass sich Wolken sammeln, lass sie kommen und gehen. Sie gehen genauso, wie sie gekommen sind, schenke ihnen keine Beachtung. Gehe Deinen Weg weiter. Wenn sie auf Deinem Weg liegen, gehe Deinen Weg durch die Wolken hindurch. Versuche nicht, sie zu vertreiben, lass Dich nicht von ihnen zurückhalten. Genauso wie sie gekommen sind, werden sie auch wieder gehen. Wolken stehen nie still. Wenn Du gerne eine Pause machen möchtest, damit Du zusehen kannst, wie sie sich wieder auf den Weg machen, dann warte, solange der Wind sie fortbläst. Es geschieht, um Deinen Weg freizumachen."

Mit solchen Überlegungen und mit den Techniken der Transzendentalen Meditation beeindruckte Maharishi Mahesh Yogi die Beatles so nachhaltig, dass sie sich gemeinsam aufmachten und den Guru am Fuße des Himalaya in der indischen Pilgerstadt Rishikesh besuchten. Fotografien zeigen den "kichernden Guru" im Schneidersitz auf einem Podest sitzend. Zu seinen Füssen die Blumenkinder, wortwörtlich, denn alle tragen sie Blumengirlanden um den Hals. Nicht nur die Beatles scharten sich um die Ikone des Hippie-Mystizismus der 60er-Jahre, auch weitere Pop- und Filmgrößen, wie die Beach Boys, Donovan, Clint Eastwood, Mia Farrow.

Amma, die umarmende Guru

Indische Gurus mit langen Haaren und Bärten sind auch heute gegenwärtig: Auf Plakaten lädt uns Sri Sri Ravi Shankar lächelnd zur "Meditation 4.0" ins Berliner Maritim Hotel ein. In der Buchhandlung ermuntert uns Sadhguru auf einem Buch-Cover zu "Inner Engineering" und im Velodrom, einer der größten Veranstaltungshallen Berlins, können wir uns von dem weiblichen Guru Amma umarmen lassen.

Guru Sri Mata Amritanandamayi Devi - auch Amma genannt - umarmt eine Anhängerin während einer Veranstaltung am 04. April 2016 in Neu-Dehli, Indien. (picture alliance / dpa / Rajat Gupta)Guru Sri Mata Amritanandamayi Devi - auch Amma genannt - umarmt eine Anhängerin während einer Veranstaltung in Neu-Dehli, Indien. (picture alliance / dpa / Rajat Gupta)

In der großen Arena sitzt Mata Amritanandamayi, kurz Amma genannt, in einem weißen Sari auf einer Sesselbank. Amma stammt aus dem südindischen Bundesstaat Kerala, ist klein, rundlich, doch ihr Strahlen ist groß. Ihr Name bedeutet Mutter, ihre Anhänger betrachten sie als einen Avatar-Guru. Das heißt, sie verkörpert einen spirituellen Aspekt und gilt als Lehrerin. Als Ausdruck von Liebe und Mitgefühl umarmt sie Menschen. Das ist ihr Markenzeichen. Männer, Frauen und Kinder gehen vor ihr auf die Knie und sie nimmt einen nach dem anderen in den Arm, hält jeden für einen Moment fest. In zwei Tagen drückt die "göttliche Mutter" 15.000 Menschen an ihre Brust.

Der "grüne Guru"

Was macht einen Guru aus? Was steckt hinter dem Phänomen der indischen Gurus? Auf dem Flug von Frankfurt in die südindische Stadt Chennai werfe ich einen Blick in die "Times of India" und lese auf dem Titelblatt eine Ankündigung: Sadhguru, weißer Rauschebart und beigefarbener Turban, ruft zur einer Rally for Rivers auf. Die Idee ist, mit Hilfe von Massenkundgebungen und dem Pflanzen von Bäumen das Bewusstsein für Indiens Flüsse zu steigern. In einem Monat hält Sadhguru in zwanzig indischen Städten seine Kundgebungen ab. Die Zeitung hat ein Zitat des Gurus abgedruckt:

"Seit Jahrtausenden haben uns unsere Flüsse genährt. Wenn wir sie jetzt innerhalb von einer Generation umbringen, ist das ein klares Statement, dass uns die Zukunft unserer Kinder egal ist."

Gurus hatte ich mit Yoga und spirituellen oder religiösen Inhalten gleichgesetzt. In Chennai erlebe ich einen Guru, der sich scheinbar im größeren Stil für die Umwelt engagiert.

Sadhguru heißt eigentlich Jaggi Vasudev. Er wurde 1957 in Mysore, einer Stadt im Südwesten Indiens, geboren. Mit 13 Jahren begann er Yoga zu lernen und studierte später englische Literatur. Er interessierte sich für Reisen und Motorräder und machte eine Geflügelfarm auf. Sein Erleuchtungs-Erlebnis hatte er mit 25 Jahren. Die indische Journalistin Bhavedeep Kang hat mit ihm über dieses Erlebnis gesprochen und beschreibt es in ihrem Buch "Gurus. Stories of India´s Leading Babas":

"Plötzlich, ohne Vorwarnung, fühlte er eine unbeschreibliche Einheit mit dem Universum. Es fühlte sich ekstatisch, glückselig, jenseits von jeder Logik an. Er würde es auf verschiedene Art und Weise beschreiben als "ein völliges nach Hause kommen", "ein ständiges betrunken sein", "wilde Leere", als "die schönste Sache, die passieren kann" oder als "Leben ist dort alles ... ein reines Pulsieren einer Masse von Energie."

Jaggi Vasudev – Sadhguru - begann Yoga-Kurse zu geben, gründete 1994 die Isha Foundation und eröffnete in der Nähe der südindischen Stadt Coimbatore seinen Ashram, das Isha Yoga-Zentrum. Dort leben heute über tausend Männer, Frauen und Kinder. Weltweit hat die Isha Foundation 150 Zentren. Die dort angebotenen Yoga-Programme sollen inzwischen rund zwei Millionen Menschen absolviert haben. Sadhguru ist Mystiker, Yogi, Ehemann, Vater, Geschäftsmann, Autor und Entertainer. Außerdem erwarb er sich den Ruf eines "grünen Gurus", weil er durch groß angelegte Aufforstungsprojekte Millionen Bäume pflanzen ließ. Mit der Rally for Rivers und dem Pflanzen weiterer Bäume wollen er und seine freiwilligen Helfer der Verschmutzung und Austrocknung der Flüsse entgegenwirken.

Gurus und ihre "Familie"

In der Jantar Mantar Road, unweit des hektischen Connaught Place, eines der wichtigsten Wirtschafts- und Finanzzentren in Neu Delhi, treffe ich Swami Agnivesh. Der 78-Jährige sitzt in einem nüchternen Raum an einem Besprechungstisch, diskutiert mit zwei Mitarbeitern, telefoniert. Der Turban, den er trägt, ist orange, ebenso sein Gewand. Der Swami gehört zum Arya Samaj, einer hinduistischen Reformbewegung, die sich vor allem auf die Veden als religiöse Autorität beziehen. Sein Name Agnivesh, was so viel wie "Verkörperung von Feuer" bedeutet, wurde ihm nach seiner Initiation zum Sannyasin gegeben. Damals legte er den Schwur ab, dass er der materiellen Welt entsagt und sein Leben spirituellen Zielen widmet:

"Tatsächlich wurde Bildung im alten Indien und auch heute noch teilweise durch eine Institution vermittelt, die wir als Gurukul bezeichnen. Gurukul wird als die Familie des Gurus übersetzt. In dieser Familie gilt der Guru als Dreh-und Angelpunkt. "

Das Gurukul-System sieht vor, dass Guru und Schüler in einer Art Seminar oder einem Ashram zusammenleben. Mädchen und Jungen leben getrennt.

"Die Gurukuls gibt es, damit der Lehrer nicht nur mündlich unterrichtet, sondern auch durch sein Verhalten und Benehmen."

Jeder Guru kreiere an seiner Schule eine individuelle Atmosphäre, woran seine "Familie" erkennbar sei. Mit sechs oder sieben Jahren werden die Kinder in den neuen Kreis aufgenommen. Ein Ritual markiert die Bindung an den Guru. Während dieser Zeremonie sitzen die Eltern des Kindes auf der einen Seite des Ritualplatzes, erklärt Swami Agnivesh, der Lehrer auf der anderen Seite. Die Mutter hält das Kind auf ihrem Schoß:

"Wenn die Zeit gekommen ist, den Faden um den Hals des Kindes zu binden, dann übergibt die Mutter das Kind in den Schoß des Gurus. Dazu spricht sie Folgendes: Ich habe das Kind für neun Monate in meinem Leib getragen, nimm du es jetzt in deinem Leib auf. Und der Lehrer antwortet: Jetzt nehme ich das Kind in meinen Leib auf."

"Guru of Bling" wurde der Vergewaltigung schuldig gesprochen

Wenn Gurmeet Ram Rahim Singh singt, ist er in grelle Outfits gekleidet und inszeniert sich in kitschigen, psychedelisch anmutenden Umgebungen. Der spirituelle Lehrer, Popstar und Schauspieler, auch "Guru of Bling" genannt, ist eine der schillerndsten Figuren unter den Gurus Indiens. Er hat sich selbst den Namenszusatz 'Heiliger' gegeben und ist Anführer der sozialen Gemeinschaft Dera Sacha Sauda, die ihren Hauptsitz in der Stadt Sirsa im nordindischen Bundesstaat Haryana hat.

Im August 2017 wurde Gurmeet Ram Rahim Singh der Vergewaltigung von zwei seiner Anhängerinnen schuldig gesprochen. Nach dem Schuldspruch zogen seine Jünger randalierend durch die Straßen, 38 Menschen kamen ums Leben, 250 wurden verletzt.

Was macht einen Guru aus? Was steckt hinter dem Phänomen der indischen Gurus? Ram Rahim ist sicherlich ein Extremfall, aber er zeigt, wie groß die Diskrepanz zwischen Ideal und Wirklichkeit sein kann.

Indische Gurus akkumulieren Macht. Ihre Macht korreliert mit der Größe ihrer Anhängerschaft und ihren Verbindungen in Politik und Wirtschaft. Dem "Bling Guru" Ram Rahim werden beispielsweise rund 60 Millionen Anhänger zugesprochen. Und er ist bekannt dafür, dass er seiner Anhängerschaft gegenüber Wahlempfehlungen ausgesprochen hat – zunächst für die Kongress-Partei, später für die hindunationalistische BJP.  

Einer, der die Zusammenarbeit mit Politikern und einflussreichen Persönlichkeiten nicht scheut, ist Sadhguru. Auf der Massenveranstaltung Rally for Rivers in Chennai, der von ihm initiierten Kampagne zur Erneuerung von Indiens Flüssen, steht er mit dem Ministerpräsidenten des Bundesstaats Tamil Nadu auf der Bühne. Er verkehrt mit einflussreichen Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik: Pratap Reddy etwa, dem Gründer der Apollo Hospitals Group, einer Krankenhauskette. Oder mit dem Chef der New Development Bank der BRICS-Staaten, die wirtschaftliche Macht aufbaut. In einem Interview mit der Tageszeitung "Indian Express" wundert sich der Guru darüber, warum Politiker keine spirituellen Führer haben sollten, schließlich hätten Könige früher auch Raj Gurus gehabt, um sie um Rat zu fragen.

Das Guru-Doppel: Der Asket und der Millardär

Die nordindische Stadt Haridwar liegt am Ganges, hat rund 230.000 Einwohner und gilt als heilig. Nur wenige Kilometer entfernt, liegt der Ashram von Guru Ramdev und Acharya Balkrishna. Etliche E-Mails, SMS und Anrufe waren nötig, um vom Pressesprecher die Zusage für ein Interview mit dem Guru-Doppel zu erhalten.

Swami Ramdev unterrichtet Yoga via Internet auf der Video-Plattform Vimeo. Bekannt geworden ist er durch die zwei religiösen Fernsehkanäle Sanskar und Aastha, wo er die Zuschauer mit Hilfe von Fernsehshows in Yoga und Atemtechniken unterwies. Inzwischen gibt es in Indien wohl kaum noch jemanden, der den Swami mit den langen Haaren, dem dunklen Bart und leicht schielendem Blick nicht kennt. Seine orangefarbene Robe und hölzernen Schuhe weisen ihn als Asketen aus. Sein Companion Balkrishna trägt den Namenszusatz Acharya, Lehrer.

Acharya Balkrishna veröffentlicht zahlreiche Bücher über die Heilkunst Ayurveda, doch vor allem ist er Geschäftsmann und leitet das Unternehmen Patanjali, das er gemeinsam mit Swami Ramdev gründet hat. Das Unternehmen ist nach dem indischen Weisen Patanjali benannt, der die Grundsätze des Yoga verfasst haben soll. Das Patanjali Ayurved verkauft von Zahnpasta über getrocknete Früchte bis zur Aloe Vera-Creme eine gewaltige Palette von Konsumgütern – alles nach ayurvedischen Grundsätzen hergestellt. Da sich Baba Ramdev einem asketischen Leben verpflichtet hat, gehören 98,6 Prozent der ständig wachsenden Firma seinem Pendant Acharya Balkrishna. Dessen Vermögen wird auf zirka neun Milliarden Euro geschätzt, er gilt als acht reichster Mann Indiens.

Gurus sind keine mystisch entrückten Lichtgestalten, auch wenn sie sich oft als solche inszenieren und sich göttlich verklären. Gurus sind machtvolle Persönlichkeiten, moderne Geschäftsleute, die sich aktiv ins politische und gesellschaftliche Leben einmischen.

Außerdem kommt es im Umfeld von Gurus immer wieder zu Ausbeutung von Schülern und zu dubiosen Verbrechen. Insbesondere der Missbrauch von Frauen scheint ganz oben auf der Liste der Straftaten stehen. Vor wenigen Wochen etwa wurde der 77-jährige Guru Asaram Bapu wegen der Vergewaltigung einer 16-Jährigen zu lebenslanger Haft verurteilt. Sicher auch ein Extremfall, aber es drängt sich die Frage auf, wie unschuldig das Verhältnis eines Gurus zu seinen Schülern ist, was er seinen Schülern zumuten darf. Wie weit ein Guru gehen darf.

Meditation 4.0 in Berlin

Im Saal Maritim des gleichnamigen Berliner Hotels herrscht reges Kommen und Gehen. Rund 1800 Menschen freuen sich auf die angekündigte Veranstaltung mit dem spirituellen Lehrer Sri Sri Ravi Shankar, von seinen Anhängern kurz Sri Sri genannt. Auf der Eintrittskarte steht "Meditation 4.0. In Konversation mit Sri Sri Ravi Shankar", sie kostet 35 Euro. Sri Sri ist Friedensbotschafter und Gründer der internationalen Art of Living Foundation, die weltweit in 155 Ländern tätig ist. Sri Sri ist ein ehemaliger Schüler des verstorbenen Maharishi Mahesh Yogi, dem Pop-Guru, der in den 70er-Jahren durch die Beatles bekannt wurde. Der 62-jährige Sri Sri setzt sich für eine gewalt- und stressfreie Welt ein und ist für die von ihm entwickelte Atemtechnik, Sudarshan Kriya, bekannt:

Julia Stenzel: "Und dann habe ich den Kurs gemacht, das Happiness Programm und diese Atemtechnik gelernt, Sudarshan Kriya und das war so eindrücklich für mich, das hat mir so gut getan, dass ich in dem ersten Kurs, jetzt genau vor fünf Jahren, schon gedacht habe, das ist was für mich."

Julia Stenzel ist 27 Jahre alt und im letzten Jahr ihres Medizinstudiums. Am Anfang, erzählt sie, sei es für sie wenig präsent gewesen, dass hinter Art of Living ein Guru steht. Das veränderte sich, als sie mit Meditation und Stille-Kursen begann. Inzwischen ist Sri Sri Ravi Shankar, was Meditation und Spiritualität betrifft, ein großes Vorbild für sie. Sie bewundert ihn für sein Wissen und Friedensengagement. Mit ihrer Begeisterung für Art of Living stößt Julia Stenzel in ihrem Umfeld nicht nur auf Verständnis:

"Befürchtungen sind von Freunden, Familie, und natürlich meinen Eltern, dass ich zum Beispiel, von meinen Eltern vor allem, dass ich das Medizinstudium oder meine Karriere als Ärztin vernachlässigen könnte, weil ich sehr aktiv bin, Yoga gebe und Meditation leite bei uns im Zentrum in Berlin. Und von Freunden eigentlich ähnlich, die Befürchtung, dass meine Energie ausgenutzt werden könnte."

Die junge Frau lächelt freundlich: "Ich sehe das anders. Ich sehe, dass ich sehr aktiv bin und es mir aber auch einfach Energie gibt."

(Auszüge aus dem 1. und 2. Teil der Sendung)

Das ganze Manuskript Teil 1 als PDF und als Textdokument und Teil 2 als PDF und Textdokument

Den 1. Teil der Sendung, der am 13.6.2018 um 19:30 Uhr auf Deutschlandfunk Kultur gesendet wurde, können Sie hier hören:

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