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Lange Nacht / Archiv | Beitrag vom 31.05.2014

Götterfunken und Kirschblüten

Eine Lange Nacht über die Liebe der Japaner zur klassischen Musik

Von Sylvia Systermans und Jörg Albrecht

Ein rund 5000-köpfiger Chor singt Beethovens 9. Symphonie ("Ode an die Freude") gemeinsam mit dem New Japan Philharmonic und Tokyo Symphonie-Orchester am 27.2.2000. Das alljährliche Konzert fand in einem Sumo-Stadion statt. (picture alliance / dpa / Kazuhiro Nogi)
Ein rund 5000-köpfiger Chor singt Beethovens 9. Symphonie ("Ode an die Freude") gemeinsam mit dem New Japan Philharmonic und Tokyo Symphonie-Orchester am 27.2.2000 (picture alliance / dpa / Kazuhiro Nogi)

Wer an Japan und seine Musik denkt, hat vielleicht die eindrucksvollen Töne des Kabuki-Theaters im Ohr, die ekstatischen Klänge der Taiko-Trommeln oder das zarte Sirren des Shamisen. Tatsächlich aber ist diese traditionelle Musik in Japan wenig populär. Allgegenwärtig und bestimmende Größe im japanischen Musikleben ist hingegen die klassische Musik Europas.

Seit mehr als 150 Jahren stehen die Werke von Bach bis Brahms im Zentrum der japanischen Musikrezeption, ist Beethovens "Neunte" die heimliche Nationalhymne Japans und Mittelpunkt jeder japanischen Silvestergala. Schon in der Grundschule werden Kinder mit der westlichen Klassik vertraut gemacht, lernen Geige und Klavier statt Sho und Shakuhachi.

Die "Lange Nacht" begibt sich auf Spurensuche nach dieser besonderen Liebe der Japaner zur klassischen Musik, ist zu Gast bei Chorproben in Tokio, lässt prominente Musiker und Historiker aus Japan und Deutschland zu Wort kommen und die Musik für sich sprechen.

Lange Nacht

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