Seit 01:05 Uhr Tonart

Mittwoch, 26.02.2020
 
Seit 01:05 Uhr Tonart

Fazit / Archiv | Beitrag vom 15.02.2016

Goethe-Institut im Kongo Der besondere Sound aus Kinshasa

Gitte Zschoch im Gespräch mit Sigrid Brinkmann

Podcast abonnieren
Musiker der kongolesischen Band Benda Bilili in den Straßen von Kinshasa (picture alliance / dpa)
Musiker der kongolesischen Band Benda Bilili in den Straßen von Kinshasa (picture alliance / dpa)

Als Hauptstadt der Musik strahlt Kinshasa auf ganz Afrika aus, sagt Gitte Zschoch. Sie leitet seit bald einem Jahr das neue Goethe-Institut in der Hauptstadt der Republik Kongo.

"Die Improvisationskunst der Künstler ist sehr groß", sagte Gitte Zschoch, die Leiterin des Goethe-Instituts in Kinshasa im Deutschlandradio Kultur. Auch weil es an Strukturen der Kulturförderung fehle, würden neue Räume genutzt. Ein Künstler habe sein Studio einfach geöffnet und seine Werke in seiner Wohnung ausgestellt. Es fehle oft an hochwertigen Instrumenten, deshalb bauten die Künstler sie sich oft selbst, beispielsweise Schlagzeuge. "Ich finde, dass der Sound, der da entsteht, wirklich beeindruckend ist", sagte Zschoch. Das sei das besondere der Kunstszene in Kinshasa, in der das Goethe-Institut inzwischen gut vernetzt sei.

Urbaner Raum als wichtiges Thema

"Das hat mich von Anfang an in den Bann geschlagen", sagte die deutsche Kulturvertreterin. Das Goethe-Institut arbeite im Kongo viel zum Thema urbaner Raum. Kinshasa sei mit mehr als neun Millionen Einwohnern eine sehr große und dicht besiedelte Stadt mit sehr vielen Künstlern. Das Goethe-Institut habe neben Musik-Workshops auch Gastspiele aus Deutschland eingeladen und ein Symposium zur Kunstgeschichte im globalen Süden organisiert.

Mehr zum Thema

Henry Morton Stanley - Afrikaforscher, Reporter und Kolonialist
(Deutschlandradio Kultur, Kalenderblatt, 28.01.2016)

Flüchtlinge im Kongo - Gastfreundschaft der Besitzlosen
(Deutschlandradio Kultur, Studio 9, 09.07.2015)

Regisseur Milo Rau - "Tribunal" im Bürgerkriegsland Kongo
(Deutschlandradio Kultur, Im Gespräch, 24.06.2015)

africologne - Politisches Theater aus Afrika
(Deutschlandradio Kultur, Fazit, 22.06.2015)

Kulturpresseschau

Aus den FeuilletonsErinnerung an die Pest vor 300 Jahren
Beim Rosenmontagszug in Düsseldorf zeigt am 24. Februar 2020 ein Bazzillus carneval aus Pappmachée dem Coronavirus eine lange Nase. (imago images / Bettina Strenske)

Quarantäne für Besucher, Absage des Karnevals, Abriegelung von Städten - all das habe vor 300 Jahren sehr ähnlich schon einmal in Italien stattgefunden, schreibt die "SZ". Aus Angst vor der Pest. Diesmal aber ist das Coronavirus der Auslöser.Mehr

weitere Beiträge

Der Theaterpodcast

Folge 21Ende der Lieblingssongs: Musik im Schauspiel
Szene aus "Hätte klappen können - ein patriotischer Liederabend" im Maxim Gorki Theater Berlin (imago/Drama-Berlin.de/ Barbara Braun)

Es ist unübersehbar: Immer mehr Theaterinszenierungen setzen auf Livemusik. Eine sichere Bank für Musiker – aber ist es künstlerisch wirklich immer sinnvoll? Im Gespräch mit dem Volksbühnen-Musiker Sir Henry fragen wir, was Musik für die Bühne sein kann und sollte.Mehr

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur