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Montag, 23.07.2018
 
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Kulturnachrichten

Dienstag, 12. Dezember 2017

Goethe-Institut im Ausland stärker nachgefragt

Nutzerzuwächse im zweistelligen Bereich für Sprachkurse und Bibliotheken

Die Angebote der deutschen Goethe-Institute in aller Welt stoßen auf wachsendes Interesse. So seien die Besucherzahlen in den Bibliotheken seit 2012 um 50 Prozent gestiegen, sagte der Präsident des Goethe-Instituts, Klaus-Dieter Lehmann. Die Zahl der Sprachkursteilnehmer im Ausland habe sich im gleichen Zeitraum um 17 Prozent auf zuletzt 242.000 erhöht. Auch die Reichweite im Internet sei um 50 Prozent auf 34,5 Millionen Besuche auf der Homepage pro Jahr gestiegen. Insgesamt gibt es 159 Goethe-Institute in 98 Staaten. Erreicht worden sei dies unter anderem durch Modernisierung der Spracharbeit, gezielte Kampagnen in einzelnen Ländern und Fortbildungsprogramme für Deutschlehrer, hieß es. Ein neues Bibliothekskonzept nehme die Bedürfnisse des analogen und digitalen Arbeitens gleichermaßen in den Blick.

Online-Lizenzen für TV und Radio weiterhin territorial begrenzt

Grütters begrüßt Entscheidung des EU-Parlaments

Kulturstaatsministerin Monika Grütters hat die Entscheidung des EU-Parlaments begrüßt, Online-Lizenzen für Fernseh- und Radiosendungen weiterhin einer territorialen Beschränkung zu unterwerfen. Der Beschluss sei voll und ganz im Sinne der europäischen Kreativindustrie, teilte sie mit. Filme müssten refinanzierbar bleiben. Ohne territoriale Lizenzen seien sie das nicht. "Die theoretische grenzenlose Verfügbarkeit läuft völlig ins Leere, wenn keine europäischen Werke mehr entstehen, die unsere kulturelle Vielfalt mit Leben füllen. Gewinner sind dann einzig die großen globalen Konzerne." Die EU-Kommission hatte vorgeschlagen, dass eine Lizenz für die Online-Ausstrahlung von Spielfilmen und Serien in den Mediatheken künftig für alle 28 EU-Staaten gelten sollte. Das EU-Parlament hatte diesen Vorschlag heute abgelehnt.

Andreas Beck geht ans Bayerische Staatsschauspiel

Theatermacher Andreas Beck übernimmt Intendanz von Regisseur Martin Kusej

Der Dramaturg und Theatermacher Andreas Beck wird neuer Intendant des Münchner Residenztheaters. Er übernimmt die Leitung des Bayerischen Staatsschauspiels und folgt damit auf Regisseur Martin Kusej, wie der Ministerrat in seiner Sitzung in München beschloss. Der Wechsel findet zum 1. September 2019 statt. Er freue sich darauf, das Residenztheater "konsequent zeitgenössisch zu denken und zu bespielen", erklärte Beck. "Mit Andreas Beck ist es uns gelungen, einen Künstler der Spitzenklasse für München zu gewinnen", lobte Kunstminister Ludwig Spaenle (CSU). Er sei ein sehr erfahrener Theaterschaffender, der sich an renommierten Häusern einen Namen gemacht habe. Beck ist derzeit Direktor des Theaters Basel. Der Österreicher Kusej, der das Münchner Residenztheater seit 2011 leitet, steigt vorzeitig aus seinem Vertrag aus und wechselt zur Spielzeit 2019/20 ans Wiener Burgtheater.

Michael Rutz neuer Präsident der Guardini-Stiftung

Publizist folgt auf Ludwig von Pufendorf

Der Publizist Michael Rutz wird neuer Präsident der kirchennahen Guardini-Stiftung. Der 66-Jährige arbeitete beim Bayerischen Rundfunk, bevor er 1989 Chefredakteur des Fernsehsenders Sat.1 wurde. Von 1994 bis 2010 stand er an der Spitze der Wochenzeitung "Rheinischer Merkur". Rutz wird Nachfolger von Ludwig von Pufendorf. Der frühere Berliner Kulturstaatssekretär hatte seit 2001 an der Spitze der Stiftung gestanden, die nach dem katholischen Theologen Romano Guardini benannt ist. Seit 1987 fördert sie nach eigenen Angaben den Dialog zwischen Wissenschaft, Kunst und Glauben.

US-Journalist wegen sexuellen Fehlverhaltens gefeuert

Journalist war mit Artikel über Trump-Sprecher Scaramucci bekannt geworden

US-Journalist Ryan Lizza, der mit seiner Berichterstattung den Rauswurf von Trump-Sprecher Anthony Scaramucci mit bewirkt haben soll, ist entlassen worden. Der 43-Jährige habe seinen Job bei der Zeitschrift "The New Yorker" wegen sexuellen Fehlverhaltens verloren, berichten US-Amerikanische Medien. Der "New Yorker" habe kürzlich erfahren, dass Lizza "unangebrachtes sexuelles Verhalten" an den Tag gelegt habe, wird ein Sprecher des "New Yorker" zitiert. Lizza selbst sagte in einer Erklärung, er habe eine "respektvolle Beziehung" zu der Frau gehabt, die die Vorwürfe jetzt erhoben habe. ""The New Yorker" war nicht in der Lage, auch nur eine Unternehmensrichtlinie zu nennen, die verletzt wurde", zitiert ihn die "New York Times". Lizza arbeitete seit 2007 als Washington-Korrespondent für das Magazin und trat als Analyst im US-Sender CNN auf. Im Juli hatte Lizza einen Artikel geschrieben, der eine mit Schimpfwörtern beladene Kollegen-Beschreibung Scaramuccis dokumentierte.

Niedecken bekommt Beethovenpreis für Menschenrechte

BAP-Sänger für seine Äußerungen zu politischen Fragestellungen ausgezeichnet

Die Beethoven Academy in Bonn teilte mit, Niedecken engagiere sich gegen Armut, Atomwaffen, Atomenergie, Rechtsextremismus und für Gerechtigkeit. So sei er Mitinitiator der Initiative "Arsch huh, Zäng ussenander" und Gründer eines Projekts, das sich um die Reintegration ehemaliger Kindersoldaten bemühe. Seine Haltung komme auch in Liedern wie "Kristallnaach" oder "Vision vun Europa" zum Ausdruck. Der mit 10 000 Euro dotierte Beethovenpreis wird dieses Jahr zum dritten Mal verliehen. Die ersten beiden Preisträger waren der syrisch-palästinensische Pianist Aeham Ahmad, der in den Ruinen von Damaskus Klavier spielte, und der türkische Starpianist und Bürgerrechtler Fazil Say.
Statt einer Laudatio gibt es am 19. Dezember ein Gespräch mit Niedecken. Außerdem findet ein Benefizkonzert in der Bundeskunsthalle statt.

Otto Kern mit 67 Jahren gestorben

Er war eine Mode-Legende und ein Jetset-Mann

Der als Hemdenkönig bekannt gewordene Unternehmer und Designer Otto Kern ist im Alter von 67 Jahren in Monaco gestorben. Kern war seit den 1970er Jahren als Modeunternehmer aktiv; sein Logo ist ein Löwe mit stilisiertem "K". Später brachte er auch Parfüms und andere Kosmetika mit seinem Namen auf den Markt. Heute noch gibt es für Männer Shirts, Jeans und Sportswear, für Frauen Blusen und Strickwaren unter seinem Namen. Kern gab von den 1990er Jahren mehr und mehr seiner Geschäfte in andere Hände. Seit dem Jahr 2000 gehört der Markenname Otto Kern zum Männermode-Konzern Ahlers. Kern zog sich ins Privatleben zurück. Der gebürtige Nürtinger war viermal verheiratet. Seine letzte Frau war das rund 30 Jahre jüngere Model Naomi Valeska Salz.

Pantheon in Rom erhebt ab Mai Eintritt

2 Euro pro Person für Erhalt des Gebäudes und Sicherheit der Besucher

Das römische Pantheon, eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der italienischen Hauptstadt, kostet vom 2. Mai an zwei Euro Eintritt. Ein entsprechendes Abkommen unterzeichneten Vertreter des Kulturministeriums und des Bistums Rom. Begründet wurde die Maßnahme in einer Mitteilung des Ministeriums mit Ausgaben für den Erhalt des Gebäudes und die Sicherheit der Besucher. Der Besuch von Gottesdiensten bleibt aber gratis. Das Pantheon, um 114 begonnen und unter Kaiser Hadrian zwischen 125 und 128 fertiggestellt, gehört zu den herausragenden Leistungen antiker Ingenieurskunst.

Damian Le Bas überraschend gestorben

Der britische Künstler war eine wichtige Persönlichkeit der Sinti und Roma Kunst

Der britische Künstler Damian Le Bas ist tot. Er starb am Samstag "völlig unerwartet" in seinem Haus im südenglischen Worthing im Alter von 54 Jahren. Das teilte die Berliner Galerie Kai Dikhas mit. Le Bas hatte sich einen Namen mit Collagen und der Bearbeitung von Landkarten gemacht. Er thematisierte in seinen Werken die eigene Herkunft aus einer Familie britischer Roma und war am ersten Pavillon der Sinti und Roma auf der Biennale in Venedig 2007 beteiligt. Noch für die laufende Spielzeit gestaltete er ein Bühnenbild am Gorki-Theater in Berlin. Er sei eine der treibenden Persönlichkeiten der Bewegung der Künstler und Künstlerinnen der Sinti und Roma in Europa gewesen, teilte die Galerie Dikhas mit. Le Bas hinterlässt seine Frau, die Künstlerin Delaine Le Bas, und einen erwachsenen Sohn.

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