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Kulturnachrichten

Freitag, 30. Dezember 2016

"Godmother of Punk": Patti Smith wird 70

Aber an Ruhestand ist nicht zu denken

An der Seite des Fotokünstlers Robert Mapplethorpe wurde Patti Smith berühmt, mit ihrem Album "Horses" zum Weltstar. Dabei sieht sich die "Godmother of Punk" nicht als Musikerin, sondern als Autorin. Jetzt wird Smith 70 Jahre alt. "Ich habe viel Energie und arbeite gerne", sagte Smith jüngst der "New York Times". "Ich komme aus einer Arbeiterfamilie und arbeite, seit ich 13 bin, Babysitting, Blaubeeren pflücken, Fabrikarbeit bis hin zur Arbeit im Buchladen." An Ruhestand denke sie nicht, sagte sie dem britischen "Guardian". "So arbeite ich einfach nicht, es ist mir unmöglich, mich runterzufahren."

Klage gegen Deutschen Journalisten-Verband abgewiesen

Gericht bestätigt Verlagskündigung

Das Landgericht Bonn hat eine Klage gegen den Deutschen Journalisten-Verband (DJV) wegen der Verbandszeitschrift "journalist" abgewiesen. Nach fast 50 Jahren hatte sich der Verband entschieden, das Magazin nicht mehr im Verlag Rommerskirchen im rheinland-pfälzischen Remagen erscheinen zu lassen. Dagegen hatte der Verlag geklagt und Entschädigung verlangt. Das Landgericht wies die Klage ab und stellte klar, dass die Kündigung wirksam gewesen sei. Wie ein Gerichtssprecher berichtete, entschied das Gericht außerdem, dass die Marke "journalist" dem DJV gehört und der Verlag sie nicht ohne dessen Zustimmung verwenden darf. Der DJV-Vorsitzende Frank Überall reagierte erleichtert. "Ich finde es nach wie vor bedauerlich, dass es in diesen Fragen überhaupt einer gerichtlichen Klärung bedurfte", teilte er mit. "Nun hoffe ich, dass endlich Rechtsfrieden hergestellt ist."

"Sounddown" für Hamburger Elbphilharmonie

Spektakel und digitale Spiele zur Eröffnung

Mit Lichtspektakeln und einem digitalen "Sounddown" sollen ab dem 1. Januar die letzten knapp eine Million Sekunden bis zur Eröffnung der Hamburger Elbphilharmonie am 11. Januar heruntergezählt werden. Unter dem Motto "Musik in Sicht" werden zahlreiche Gebäude, Werbeflächen und Plätze in Hamburg jeden Tag in einer anderen Farbe illuminiert, mit Plakaten verziert oder beflaggt, wie die HamburgMusik Betriebsgesellschaft am Freitag mitteilte. Darunter sind der Helmut-Schmidt-Airport, der Michel, der Jungfernstieg und die Elbphilharmonie selbst. Unter dem Motto "Wir zählen schon die Sekunden" werden auf einem Riesenposter rund 300 Fotos aus Sounddown-Aufnahmen vorgestellt, die bereits aus den USA, China, Japan, Österreich und aus der Metropolregion Hamburg eingereicht wurden. Das Plakat ist begleitend zum Eröffnungsfestival der für 789 Millionen neu errichteten Elbphilharmonie noch bis zum 31. Januar zu sehen.

Nobelpreisträger-Kritik an Myanmar

Sie fordern ein Eingreifen der Vereinten Nationen

Mehr als ein Dutzend Friedensnobelpreisträger haben ein Eingreifen der Vereinten Nationen gegen die Verfolgung einer muslimischen Minderheit in Myanmar gefordert. Sie erklärten in einem offenen Brief, gegen die Rohingya würden ethnische Säuberungen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit verübt. Die Gewalt zeige Merkmale eines Völkermordes. In dem Brief an den Weltsicherheitsrat heißt es, San Suu Kyi, die zur Regierung von Myanmar gehört und selbst Friedensnobelpreisträgerin ist, wisse darum, habe bislang aber nichts unternommen, um den Rohingya umfassende Bürgerrechte zu gewähren. Der Sicherheitsrat müsse eine Dringlichkeitssitzung abhalten. Das Geschehen in Myanmars Teilstaat Rakhine trage "alle Anzeichen von Tragödien aus jüngerer Vergangenheit wie die in Ruanda, Darfur, Bosnien und dem Kosovo", kritisieren die Verfasser. Zu ihnen gehören der südafrikanische TheologeTutu, die iranische Menschenrechtsanwältin Ebadi und der Wirtschaftswissenschaftler Yunus aus Bangladesch.

Kai Diekmann verlässt Medienhaus Axel Springer

Er beendet zum 31. Januar seine Tätigkeit

Der Herausgeber der "Bild"-Gruppe, Kai Diekmann (52), verlässt das Medienhaus Axel Springer. Er wird mit Wirkung zum 31. Januar 2017 seine Tätigkeit auf eigenen Wunsch beenden und aus dem Verlag ausscheiden, wie Springer in Berlin mitteilte. Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender Axel Springer, sagte, es sei vor allem Diekmann zu verdanken, dass BILD heute Trendsetter des digitalen Journalismus sei. In 16 Jahren an der Redaktionsspitze sei es ihm gelungen, BILD inhaltlich und strukturell stets weiterzuentwickeln. Kai Diekmann kam 1985 zu Axel Springer, um eine Ausbildung an der Axel Springer Journalistenschule zu absolvieren. Seitdem ist er mit kurzen Unterbrechungen für das Unternehmen tätig: unter anderem als stellvertretender Chefredakteur B.Z. sowie als BILD-Politikchef und Chefredakteur der WELT AM SONNTAG, bevor er 2001 die BILD-Chefredaktion übernahm und später zusätzlich zum Herausgeber der gesamten BILD-Gruppe berufen wurde. Ende 2015 übernahm er als Herausgeber die Führung der Chefredakteure.

Deutsches Medienschiedsgericht nimmt seine Arbeit auf

Einrichtung nimmt in Leipzig ihren Betrieb auf

Streitigkeiten in der Medienbranche können im neuen Jahr vor das erste Medienschiedsgericht in Deutschland gebracht werden. Die in Leipzig ansässige Einrichtung nimmt zum 1. Januar offiziell ihren Betrieb auf, wie die sächsische Staatskanzlei mitteilte. Am Medienschiedsgericht sollen juristische Auseinandersetzungen verhandelt werden, die auch abseits von oft langwierigen Gerichtsverfahren gelöst werden können. Die Streitparteien haben nun die Möglichkeit, ihre Anträge auf ein Schieds- oder Schlichtungsverfahren oder ein Schiedsgutachten einzureichen. Der Staatskanzlei zufolge gibt es einen "hohen Bedarf" nach einer entsprechenden Einrichtung in der Branche. Inhaltlich rechnen die Verantwortlichen vor allem mit Verfahren, die das Urheberrecht, Lizenzen oder das Kartellrecht betreffen. Die Einrichtung wird durch einen Verein getragen, zu dessen Mitgliedern unter anderem das ZDF, der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger und die VG Media gehören. Die Richter arbeiten ehrenamtlich mit Aufwandsentschädigung.

Ex-Springer-Vorstandschef Tamm gestorben

Tamm starb mit 88 Jahren

Der frühere Vorstandschef von Axel Springer, Peter Tamm, ist tot. Er starb am gestern Abend im Alter von 88 Jahren im Kreise seiner Familie. Das teilten die Angehörigen am heute in der Hansestadt mit. Tamm hinterlässt seiner Heimatstadt Hamburg ein einzigartiges Maritimes Museum, das seine über Jahrzehnte gesammelten Exponate zur weltweiten Seefahrts- und Schifffahrtsgeschichte zeigt. Beim Springer-Verlag hatte der Hamburger von 1948 bis 1991 gearbeitet und war vom Journalisten bis zum Vorstandschef aufgestiegen.

Jubel um Oper von elfjähriger Komponistin in Wien

Alma Deutscher hat das Märchen vom Aschenputtel vertont.

Rund 300 Zuschauer im Casino Baumgarten, einem Kulturzentrum am Rande Wiens waren am Abend begeistert von der deutschsprachigen Uraufführung. 237 Seiten umfasst die Partitur für die zweieinhalbstündige Oper. Mehr als 20 Szenen hat sich das schon als Wunderkind bezeichnete Mädchen teilweise neu ausgedacht, um die Liebesgeschichte zwischen dem unscheinbaren Aschenputtel und dem Prinzen zu erzählen. Deutscher, der die Melodien nur so zufliegen, wie sie selbst sagt, hat sehr eingängige und stimmige musikalische Motive gefunden, teils fröhlich, teils dramatisch, teils elegisch. Die Schirmherrschaft über das Ereignis in der Musikstadt Wien hatte Maestro Zubin Mehta übernommen.

Kulturfinanzierung: Grütters offen für neue Gespräche

Nachjustierung des Hauptstadtfinanzierungsvertrag möglich

Kulturstaatsministerin Monika Grütters ist nach dem Amtsantritt der neuen rot-rot-grünen Regierung in Berlin bereit zu neuen Gesprächen über den Hauptstadtfinanzierungsvertrag. "Es ist eine Frage des Anstands, dem neuen Kultursenator Klaus Lederer die Möglichkeit zu geben, seine eigenen Ideen zu entwickeln", sagte Grütters in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. "Dann müssen wir schauen, ob man dafür das mit [dem Regierenden Bürgermeister] Michael Müller bereits verhandelte Paket noch einmal aufschnüren muss oder ob wir an einzelnen Stellen nachjustieren." Der Hauptstadtfinanzierungsvertrag regelt für jeweils zehn Jahre, wie sich der Bund an Aufgaben in Berlin beteiligt, die sich aus der Rolle als Hauptstadt ergeben.

Forscher erstellen riesiges Himmelslexikon

Drei Milliarden Himmelsobjekte in der Datenbank

Astronomen haben ein riesiges digitales Nachschlagewerk für Milliarden von Sternen, Galaxien und anderen Himmelsobjekten erstellt. Das Himmelslexikon, die "weltweit größte digitale Himmelsdurchmusterung", basiert auf Beobachtungen des Teleskop-Systems "Pan-Starrs". Das Großteleskop mit einer extrem leistungsfähigen Kamera durchforstete dafür seit 2010 über vier Jahre hinweg den Nachthimmel. Weitere drei Jahre benötigten die Forscher, um die gesammelten Daten zu katalogisieren, berichtete Hans-Walter Rix, Direktor des am Projekt beteiligten Max-Planck-Instituts für Astronomie in Heidelberg. Insgesamt wurden drei Milliarden Himmelsobjekte in die Datenbank eingespeist. Die Wissenschaftler erhoffen sich davon unter anderem weitere wichtige Hinweise auf die Entstehung des Universums.

Ryan Gosling spielt Neil Armstrong

Unter der Regie von Damien Chazelle

Ryan Gosling wird auf den Mond geschossen: Der US-Schauspieler schlüpft nach Angaben des "Hollywood Reporter" in die Rolle des Astronauten Neil Armstrong. Die Filmbiografie über den ersten Mann auf dem Mond werde im kommenden Jahr gedreht, berichtete das Branchenblatt. Der Streifen basiert demnach auf dem 2005 erschienenen Buch "First Man: A Life of Neil A. Armstrong". Die Regie übernimmt dem Bericht zufolge Damien Chazelle, der mit Gosling schon für das Musical "La La Land" zusammengearbeitet hat. Der hochgelobte Streifen kommt Mitte Januar in die deutschen Kinos.

China eröffnet höchste Brücke der Welt

"Beipanjiang-Brücke" liegt 565 Meter über dem Boden

In China ist die höchste Brücke der Welt eröffnet worden. Der gewaltige Bau führt über eine etwa einen Kilometer breite Schlucht und verbindet auf einer Höhe von 565 Metern die benachbarten Provinzen Yunnan und Guizhou, wie staatliche Medien berichteten. Weil künftig kein Umweg mehr über kurvige Bergstraßen genommen werden muss, soll sich die Fahrzeit durch die neue "Beipanjiang-Brücke" von rund fünf Stunden auf weniger als eine Stunde verkürzen. Der Bau der Seilhängebrücke hatte im Jahr 2013 begonnen und kostete etwa 139 Millionen Euro. Die jetzt nur noch zweithöchste Brücke der Welt ist 472 Meter hoch und steht ebenfalls in China.

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