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Interview / Archiv | Beitrag vom 26.03.2019

Glücksforscherin zu Stress im JobWenn Unternehmen mehr auf Arbeitnehmer eingehen

Maike van den Boom im Gespräch mit Nicole Dittmer

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Ein Mann sitzt an einem Konferenztisch mit dem Gesicht zur Fensterfront, durch die die Sonne scheint. (Unsplash/ Bethany Legg)
Arbeit kann glücklich machen. Unter den richtigen Bedingungen. (Unsplash/ Bethany Legg)

So viel Stress im Job, dass er krank macht? Skandinavier machen es besser, sagt dazu Maike van den Boom, Glücksforscherin in Schweden. Hier würden Menschen eher mit Stärken und Schwächen in Unternehmen integriert. Und leisteten dadurch mehr.

Arbeitnehmer in Deutschland haben sich in den vergangenen zehn Jahren zunehmend wegen psychischer Probleme krank gemeldet. Das antwortet das Bundesarbeitsministerium auf eine Anfrage der Linksfraktion und nennt auch Zahlen: Die Zahl der entsprechenden Krankentage habe sich von 48 Millionen im Jahr 2007 auf 107 Millionen im Jahr 2017 verdoppelt. 

Ein Blick nach Skandinavien würde helfen, sagt Glücksforscherin Maike van den Boom im Deutschlandfunk Kultur. In Schweden beispielsweise seien Unternehmen eher bereit, Arbeitnehmer mit ihren Stärken und Schwächen zu integrieren. Der Job werde mehr an die Bedürfnisse der Mitarbeiter angepasst, die wiederum dadurch zufriedener und leistungsbereiter seien, erklärt die Autorin des Buches "Acht Stunden mehr Glück".

Weniger Stress entsteht durch Geben und Nehmen

Ein Beispiel aus Norwegen: "Das Unternehmen sagt, Du darfst während der Arbeitszeit zwei Stunden Sport machen, wenn Du zuhause auch zwei Stunden Sport machst." Der Arbeitgeber kontrolliere aber nicht, ob sich der Arbeitnehmer daran halte. Es sei aber bei dieser Arbeitskultur selbstverständlich, dass Arbeitnehmer dafür abends oder an den Wochenenden Mails kontrollierten oder andere Arbeit nachholten. 

(ske)

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