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Studio 9 | Beitrag vom 20.12.2014

GlosseLanz? Sarrazin? Eden? BER sucht neuen Chef

Von Thilo Schmidt

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Ein Bauzaun mit einem Schild "Unbefugten Betreten der Baustelle verboten", dahinter das Terminalgebäude. (dpa / Patrick Pleul)
Noch immer eine Baustelle: Berlins Flughafen BER (dpa / Patrick Pleul)

Mit dem angekündigten Rücktritt Hartmut Mehdorns sucht der Berliner Flughafen BER schon wieder einen neuen Chef. Drei nicht ganz ernst gemeinte Vorschläge für Deutschlands undankbarsten Spitzen-Posten.

Kandidat Nummer eins: Markus Lanz, 45.

Verfügbar ab: Sofort.

Was spricht für ihn: Seine Motivations- und Begeisterungsfähigkeit. "Oh mein Gott ...", "schafft er es?", "mannoman, das wird knapp". "Uuuund ... jawoll! Wahnsinn! Das ist sensationell!"

Was spricht gegen ihn: Er wird sich immer an seinen Vorgängern messen lassen müssen. Und wenn er diese Probe nicht besteht, wird der Flughafen, der hierzulande seit vielen Jahren zum festen Bestandteil der abendlichen Familienunterhaltung gehört, ersatzlos eingestellt.

Besondere Qualifikationen: Risikobereitschaft.

Markus Lanz: "Also schon ein bisschen. So ein bisschen. Aber ich freu mich auch drauf. Und wir haben da so ein paar Sachen vor, ganz am Anfang, wenn das so klappt, wird's gut."

Kandidat Nummer zwei: Thilo Sarrazin, 69

Verfügbar ab: 2017, nach der Fertigstellung seiner neuen Werke "Pegida und ich" sowie "Warum Türken dicke Autos fahren".

Was spricht für ihn: Wenn er 2017 seinen Job antritt, ist der Flughafen bereits eröffnet. Mängel, die sich erst hinterher herausstellen, können ihm dann nicht mehr zugeschrieben werden. Außerdem werden Behinderte bevorzugt eingestellt.

Was spricht gegen ihn: Arabische und türkische Fluglinien werden den Berliner Flughafen boykottieren. Sarrazin wird darauf entgegnen:

"Ich sah das Ganze als überhaupt gar nicht, als überhaupt gar nicht, also, eh, also da problematisch an, es hat aber auch mit meinem Buch nicht das Geringste zu tun."

Besondere Qualifikationen: Die Sanierung der maroden rechten Startbahn wird er besser als andere bewerkstelligen.

Kandidat Nummer drei: Rolf Eden, 84

Verfügbar ab: 22 Uhr.

Rolf Eden: "Erstens stehe ich jeden Tag nie vor zwölf Uhr mittags auf, weil das find' ich ... morgens gehen die ganzen Leute zur Arbeit, und das stört mich."

Was spricht für ihn? Sein ausgeprägter Realismus. Mit Flugverbindungen ist es wie mit Frauen: Man kann nicht alle haben.

Was spricht gegen ihn? Rolf Eden werden Aversionen gegen das Land Brandenburg nachgesagt. Gerüchten zufolge will er den Flughafen in die unmittelbare Nähe des Ku'damms verlegen, möglicherweise in den Grunewald.

Besondere Qualifikationen: Hatte schon mal Sex in einer Flugzeugtoilette.

Eden: "Jaja, ist ne schöne Sache. Weil, so viel Leute gibt's ja nicht im Flugzeug, da stört keiner, meistens. Man schließt ja auch ab, ne?"

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