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Interview / Archiv | Beitrag vom 10.03.2016

Gletschermumie aus dem ÖtztalForscher lassen Ötzis Stimme erklingen

Francesco Avanzini im Gespräch mit Anke Schaefer und Christopher Ricke

Die Gletschermumie Ötzi. (Südtiroler Archäologiemuseum/Marco Samadelli)
Die Eismumie Ötzi hat schon viele ihrer Geheimnisse preisgegeben, jetzt ist die Stimme dran (Südtiroler Archäologiemuseum/Marco Samadelli)

Es ist viele Jahre her, dass Ötzi gefunden wurde, doch die Eismumie beschäftigt die Wissenschaft noch immer. Jetzt soll seine Stimme rekonstruiert werden. Der Projektleiter und HNO-Arzt Francesco Avanzini erwartet einen ähnlichen Klang, wie sie auch Menschen heute erzeugen.

Über die Eismumie Ötzi weiß man inzwischen jede Menge. Aussehen, Krankheiten und Essgewohnheiten sind erforscht worden, und auch dass er gewaltsam zu Tode kam, ist bekannt.

Nun soll auch noch geklärt werden, wie seine Stimme klang. "Er war ein kleiner Mann, deswegen denken wir, dass er eine höhere Stimme als gewöhnlich hat", sagte Projektleiter und HNO-Arzt Francesco Avanzini im Deutschlandradio Kultur.

Der Klang von Ötzis Stimme soll nun auf der Basis von CT-Aufnahmen rekonstruiert, die Höhle zwischen Stimmbändern und Lippen genau vermessen werden. Klar ist: Er wird wohl ähnlich geklungen haben wie die Menschen heute. Wie genau, wird uns dann eine Computersimulation zeigen.

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