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Sein und Streit | Beitrag vom 28.09.2014

GleichstellungDüstere Zeiten für Denkerinnen

An deutschen Universitäten sind weibliche Philosophen unterrepräsentiert

Gespräch mit der Philosophin Andrea Esser

Die Politologin und Philosophin Hannah Arendt  (picture alliance / dpa)
Eine der bekanntesten Philosophinnen: Hannah Arendt (picture alliance / dpa)

In der Philosophie sieht es ziemlich schlecht aus für Frauen. Ordnet man die philosophischen Professuren in Deutschland nach Geschlechtern, entdeckt man Fachbereiche ohne Professorin. Die in Marburg lehrende Philosophin Andrea Esser über den Mangel an Frauen in der Philosophie.

Die Landkarte der Philosophie in Deutschland ist männlich. Denn ordnet man die philosophischen Professuren nach Frauen und Männern, dann gibt es ganze Fachbereiche ohne Professorin. "Die Institution Philosophie hat viele Spezifitäten, die abschreckend wirken auf Frauen", sagt Andrea Esser, die Geschäftsführerin der Deutschen Gesellschaft für Philosophie, Lehrstuhlinhaberin in Marburg und die Leiterin des Workshops "Frauen in die Philosophie" auf dem Deutschen Kongress für Philosophie.

Die Philosophie selbst habe keinen männlichen Habitus - aber in der universitären Institution Philosophie herrschten männliche Strukturen vor. Vergleicht man die Zahl der Lehrstuhlinhaberinnen in der Philosophie mit vergleichbaren Fächern wie Sprach-, Literatur- oder Kulturwissenschaften, sieht es in der Philosophie ziemlich düster aus für Denkerinnen. 

Mehr zum Thema:

Philosophie der Gewalt - Krieg und Frieden, Krieg und Sprache
(Deutschlandradio Kultur, Sein und Streit, 07.09.2014)

Sachbuch - Philosophie der menschlichen Abgründe
(Deutschlandradio Kultur, Lesart, 04.09.2014)

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