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Tonart | Beitrag vom 02.08.2021

Gisbert zu Knyphausen: "Lass irre Hunde heulen"Schuberts "Fein Liebchen" im Popgewand

Moderation: Martin Böttcher

Porträt von Gisbert zu Knyphausen und Kai Schumacher vor einem schwarzweißen Hintergrund. (Joachim Gern)
Auf Zeitreise durch 200 Jahre Liedermachertradition: Gisbert zu Knyphausen (Joachim Gern)

Der Liedermacher Gisbert zu Knyphausen ist für sein neues Album in Schuberts Kunstlieder eingetaucht. Ergebnis: Popmusik mit 200 Jahre alten Texten. Das wirkt zunächst befremdlich. Beim Publikum wandle sich Skepsis aber in Faszination, sagt er.

Der Indie-Singer-Songwriter Gisbert zu Knyphausen hat sich auf seinem neuen Album Liedern des Romantikers Franz Schubert gewidmet. Zusammen mit dem Pianisten Kai Schumacher ist "Lass irre Hunde heulen" entstanden. Das Album wird im September erscheinen.

Hier geht es zum Literatursommer von Deutschlandfunk Kultur. (Foto: imago / fStopImages / Malte Müller)

600 Lieder hat Franz Schubert geschrieben, vor rund 200 Jahren. Gisbert zu Knyphausen meint: Sie haben uns auch heute noch etwas zu sagen – und sie taugen für Popmusik. Zu erleben ist diese Musik bereits jetzt auf zu Knyphausens Tour.

"Franz Schubert hat so wundervolle Melodiebögen erschaffen und Harmoniewechsel, die ich mir bislang noch nicht ausdenken konnte", sagt zu Knyphausen. So richtig in Berührung mit Schuberts Musik sei er erst durch die Anfrage des Pianisten Kai Schumacher zu dem Projekt gekommen. Da sei er eingetaucht in die Welt des Schubert-Kunstliedes – und habe die Schönheit dort entdeckt.

Befremdliche alte Sprache

Die Texte, auf denen die Lieder basieren, seien ihm zum Teil allerdings anfangs "ein bisschen befremdlich" gewesen, "diese sehr alte Sprache und alten Ausdrücke wie ‚fein Liebchen‘ oder so was." Er habe überlegt, ob er die umtexten müsse.

"Je mehr ich die aber gesungen hatte, desto spannender fand ich das, in unseren neuartigen Versionen diese alte Sprache weiterzuverwenden und zu schauen, ob das immer noch funktioniert."

Auf den beiden Konzerten in Jena und in Eltville habe er schon gemerkt, dass Leute, die die Klassikwelt nicht kennen und einfach als Fans seiner Musik kommen, erst einmal erstaunt oder skeptisch sind, erklärt zu Knyphausen.

Arrangements schneller zugänglich als Texte

Aber das wandle sich durchaus in Faszination für diese Klangwelt, wie Konzertbesucher ihm gesagt hätten.

"Die Arrangements machen auch sehr viel Spaß beim Zuhören, auch wenn man vielleicht im ersten Moment nicht so viel anfangen kann mit diesen romantischen Gedichttexten."

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