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Samstag, 31.07.2021
 
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Kulturnachrichten

Montag, 14. Dezember 2020

Gesuchter nach Einbruch ins Grüne Gewölbe gefasst

Die Polizei hat im Zusammenhang mit dem Juwelendiebstahl aus dem Grünen Gewölbe in Dresden einen der gesuchten Zwillinge aus dem Berliner Clan-Milieu gefasst. Der 21-Jährige sei in Berlin festgenommen worden, sagte ein Sprecher der Dresdner Polizei. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung berichtet. Die Zwillinge sollen zusammen mit den drei bereits verhafteten Komplizen am 25. November 2019 in den historischen Teil des Dresdner Schatzkammermuseums Grünes Gewölbe eingebrochen sein und dort wertvollen Juwelen-Schmuck gestohlen haben.

Unesco fordert Priorisierung von Lehrern bei Impfung

Die UN-Kulturorganisation Unesco hat die Regierungen weltweit dazu aufgefordert, Lehrern einen vorrangigen Zugang zu Corona-Impfstoffen zu ermöglichen. Generaldirektorin Azoulay sagte in einer Videobotschaft, Lehrer und pädagogisches Hilfspersonal müssten als eine vorrangige Gruppe betrachtet werden. Sie hob die Leistungen der Lehrer seit Beginn der Corona-Pandemie hervor. Als Schulen und andere Bildungseinrichtungen schließen mussten, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, seien "Lehrer und Hilfspersonal an der Front geblieben." Da Bildungseinrichtungen "unersetzlich" seien, müssten Lehrer zu den ersten gehören, die geimpft würden.

Wim-Wenders-Doku in US-Filmarchiv aufgenommen

Der Batman-Film "The Dark Knight" und die Musik-Dokumentation "Buena Vista Social Club" des deutschen Regisseurs Wim Wenders sind in das Filmarchiv der US-Regierung in Washington aufgenommen worden. Seit 1988 wählt die Kongressbibliothek jährlich 25 Filme aus, die von Fachleuten in ihrer ursprünglichen Fassung konserviert werden. In diesem Jahr sind es Spiel- und Dokumentarfilme aus dem Zeitraum von 1913 bis 2010 - darunter auch das Musical "Grease" und die Komödie "Lilien auf dem Felde" mit Sidney Poitier in der Hauptrolle, der dafür 1964 als erster Afroamerikaner mit einem Oscar als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet wurde.

Frankfurter Opern-Intendant bleibt bis 2028

Bernd Loebe bleibt voraussichtlich bis 2028 Intendant und Geschäftsführer der Oper Frankfurt. Der Aufsichtsrat der Städtischen Bühnen folgte einem entsprechenden Vorschlag von Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD). Loebe ist seit der Spielzeit 2002/2003 Intendant. Seither wurde die Oper Frankfurt mehrmals zum "Opernhaus des Jahres" gewählt. Seit 15 Jahren habe Loebe das Haus "dauerhaft auf Erfolgskurs gehalten", sagte Hartwig. Er habe überregional Maßstäbe gesetzt, ohne dabei das Frankfurter Publikum aus den Augen zu verlieren.

Initiative will Kultur im Grundgesetz verankern

Mit einer Petition wollen zahlreiche Kulturschaffende die Kultur als "kollektives gesellschaftliches Interesse" im Grundgesetz verankert sehen. Die kulturelle Qualität einer Gesellschaft sei ihr wirklicher Reichtum, heißt es in einem offenen Brief. Die Unterzeichner fordern, den Schutz von Kunst und Kultur sowie das Recht auf unbeschränkte Teilhabe aller Bürgerinnen und Bürger am kulturellen Leben und an kultureller Bildung im Grundgesetz zu verankern. Zu den Unterstützern gehören unter anderem Filmemacher Wim Wenders, Trompeter Till Brönner und Theaterintendantin Shermin Langhoff.

Kulturrat fordert Debatte über geraubte Kunstwerke

Der Deutsche Kulturrat fordert eine öffentliche Debatte über geraubte Kunstwerke in den Sammlungen des Berliner Humboldt Forums. Der Umgang mit Kulturgütern aus der Kolonialzeit betreffe viele Museen sowie einige Bibliotheken und öffentliche, private sowie universitäre Sammlungen. Einzubeziehen seien auch kirchliche Einrichtungen, die durch ihre Missionsarbeit über einschlägige Sammlungen und umfangreiche Kenntnisse über koloniales Handeln verfügten, so der Kulturrat. Das Humboldt Forum soll morgen digital eröffnen. Der Kulturrat plädiert für eine generelle bundesweite Debatte zu dem Thema.

Symbol für Abstand ist Schriftzeichen des Jahres

Das japanische Symbol für "Abstand" ist zum Schriftzeichen des Jahres gewählt worden. "Mitsu" steht für alles, worauf die Menschen während der Corona-Pandemie verzichten sollen: Das Symbol bedeutet "Ansammlung", "geschlossene Räume" und "enger Kontakt zu anderen Menschen". Der Begriff "Mitsu" wurde von Tokios Gouverneurin Yuriko Koike geprägt. Ihr Aufruf von Ende März, "Mitsu"-Situationen zu vermeiden, inspirierte bereits Manga-Comics, Techno-Remixe und ein Videospiel.

Frühere Folkwang-Kuratorin gewinnt Kulturpreis

Eine ehemalige Kuratorin des Essener Museums Folkwang hat den Kulturpreis der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh) gewonnen. Ute Eskildsen habe in ihrer Tätigkeit als Foto-Historikerin eine "vorbildliche photographische Sammlung konzipiert und kontinuierlich weiterentwickelt", teilte die Gesellschaft mit. Mit ihren thematischen und personengebundenen Ausstellungen habe sie national und international hohes Ansehen erlangt. Zudem habe sie mit Förderprogrammen eine junge Generation an Fotografinnen und Fotografen gefördert. Der Preis besteht aus einer Urkunde sowie einer in Gold gefassten optischen Linse. Den Preis gewannen bereits bekannte Namen aus der Kunstszene wie Wim Wenders, Henri Cartier-Bresson und Man Ray.

Londoner Theater will Oper über Tony Blair zeigen

Der britische Ex-Premierminister Tony Blair kehrt zurück auf die Bühne - allerdings als Hauptfigur einer Oper. "Tony! (A Tony Blair Rock Opera)" soll vom 4. bis 6. Februar im Londoner Turbine Theatre im Rahmen eines Theaterfestivals gezeigt werden. Das Stück solle Blairs Leben "schnell und locker mit den Fakten" erzählen, teilte das Theater am Montag mit. Auch andere wichtige Personen der Zeitgeschichte wie Blairs Ehefrau Cherie, sein Nachfolger Gordon Brown, Prinzessin Diana, der irakische Diktator Saddam Hussein und der Terrorist Osama bin Laden sollen eine Rolle spielen. Die Musik stammt von Komponist Steve Brown, bei den Texten schrieb der Comedian Harry Hill mit. Blair war von 1997 bis 2007 britischer Regierungschef.

Börsenverein fordert offene Buchhandlungen

Die Buchläden müssen nach Ansicht des Börsenverein des Deutschen Buchhandels auch während des Shutdowns geöffnet bleiben. Im letzten Shutdown und über das gesamte Jahr hinweg habe sich aber gezeigt, wie groß gerade auch in Krisenzeiten die Nachfrage nach dem Kulturgut Buch sei, sagte Hauptgeschäftsführer Alexander Skipis in Frankfurt am Main. Läden, die nicht Dinge des täglichen Bedarfs anbieten, müssen ab Mittwoch bis zum 10. Januar zumachen. Viele Buchhandlungen nehmen aber dennoch Bestellungen entgegen und liefern ihre Bücher dann beispielsweise mit dem Lastenrad aus.

Mai Thi Nguyen-Kim ist "Journalistin des Jahres 2020"

Die Wissenschaftsjournalistin Mai Thi Nguyen-Kim ist von der Branchenzeitschrift "Medium Magazin" zur "Journalistin des Jahres 2020" gewählt worden. Sie wird für ihre "herausragende Aufklärungsarbeit" über die Corona-Pandemie geehrt. Das teilte das Magazin in Frankfurt am Main mit. Die Chemikerin und Journalistin Mai Thi Nguyen-Kim wurde vielen Youtube-Nutzern durch ihren Wissenschafts-Kanal "maiLab" bekannt. Er ist Teil des Content-Netzwerks von ARD und ZDF. Die Preisverleihung ist für Mai 2021 angedacht. Eine unabhängige Jury wählte Preisträger in mehreren Kategorien. Die Auszeichnung wird seit 2004 vergeben und ist undotiert.

Marktkirche Hannover darf Lüpertz-Fenster einbauen

Die Marktkirche in Hannover darf ein von Altkanzler Gerhard Schröder geschenktes Buntglasfenster einbauen. Das entschied das Landgericht Hannover. Im vorliegenden Fall sei der Eingriff in das Urheberrecht gerechtfertigt, da die einheitliche Gestaltung der Kirche dadurch nicht aufgehoben werde. Georg Bissen, der Erbe des Architekten, hatte sich gegen den Einbau der Fenster des Star-Künstlers Markus Lüpertz gewehrt, weil er das Urheberrecht seines Stiefvaters verletzt sah. Dieser habe eine Atmosphäre der Schlichtheit für das Gotteshaus vorgesehen. Der Kirchenvorstand berief sich dagegen auf das kirchliche Selbstbestimmungsrecht.

Neue Nationalgalerie öffnet wieder im August 2021

Berlins Neue Nationalgalerie soll nach jahrelanger Sanierung im August 2021 wiedereröffnet werden. Geplant ist dann eine Ausstellung von Werken des US-amerikanischen Bildhauers Alexander Calder (1898-1976), teilte die Stiftung Preußischer Kulturbesitz in Berlin mit. Bereits für den 29. April 2021 sei die Schlüsselübergabe vorgesehen, anschließend sollen Tage der offenen Tür folgen.Das berühmte Gebäude von Mies van der Rohe musste in den vergangenen Jahren von der Fassade bis zur Haustechnik umfassend saniert werden. Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz hatte damit im Jahr 2012 das Büro des britischen Architekten David Chipperfield beauftragt.

Prozess um Hitlers Bronzepferde ruht

Der Prozess im Streit um NS-Kunst zwischen einem Bad Dürkheimer Unternehmer und der Bundesrepublik Deutschland ruht vorerst. Der für heute angesetzte Verhandlungstag wurde abgesagt, teilte das Landgericht Frankenthal mit. Beide Seiten wollten die Sach- und Rechtslage nun außerhalb einer Verhandlung erörtern. Die Bundesrepublik verlangt die Herausgabe von zwei übergroßen Bronze-Pferden des Bildhauers Josef Thorak, die vor der Reichskanzlei Adolf Hitlers standen, sowie weiterer Bronzeskulpturen. Sie geht demnach davon aus, dass die Objekte bei der Wiedervereinigung Bundeseigentum geworden seien. Hingegen beruft sich der Sammler darauf, die Skulpturen zuvor zulässigerweise erworben zu haben.

Quotenrekord 2020 für Münster-"Tatort"

Der Münster-Krimi mit dem Titel "Es lebe der König!" hat am Sonntag die höchste gemessene Zuschauerzahl für einen Film im Jahr 2020 erzielt. Im Schnitt schalteten das Erste ab 20.30 Uhr 13,60 Millionen Menschen ein. Das entsprach einem Marktanteil von 36,5 Prozent. So gut schnitt der beliebteste «Tatort» mit dem Ermittler-Team Thiel und Boerne (Axel Prahl und Jan Josef Liefers) seit über drei Jahren nicht mehr ab.

Weltweit mindestens 387 Journalisten inhaftiert

Weltweit sitzen mindestens 387 Männer und Frauen im Gefängnis. Das geht aus der Jahresbilanz der Pressefreiheit hervor, die die Organisation Reporter ohne Grenzen veröffentlicht hat. Mehr als die Hälfte dieser Inhaftierten verteilt sich demnach auf nur fünf Länder: China, Saudi-Arabien, Ägypten, Vietnam und Syrien. 54 Journalisten gelten den Angaben zufolge derzeit als entführt, vier als verschwunden. Mehr als 130 Medienschaffende in allen Teilen der Welt seien seit dem Frühjahr wegen ihrer Berichterstattung zur Corona-Krise willkürlich verhaftet worden, so Reporter ohne Grenzen. Die hohe Zahl der Inhaftierten werfe ein grelles Schlaglich auf die Gefahren der Pressefreiheit, so Vorstandssprecherin Katja Gloger.

Kanzleramtschef plädiert für Hybrid-Gottesdienste

Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) hat sich angesichts der hohen Infektionszahlen für sogenannte Hybrid-Gottesdienste zu Weihnachten ausgesprochen. Religionsfreiheit sei ein besonders geschütztes Grundrecht, Weihnachten und Gottesdienste gehörten zusammen. Allerdings müsse auch bei Gottesdiensten auf Möglichkeiten der Kontaktreduzierung zurückgegriffen werden, sagte Braun im RBB-Inforadio. Bei Hybrid-Gottesdiensten sitzt ein Teil der Gemeinde vor Ort in der Kirche, ein anderer Teil verfolgt den Gottesdienst per Video-Stream. Bei einem Treffen im Innenministerium wollen sich Kirchenvertretern über mögliche weitere Regeln abstimmen.

John le Carré mit 89 Jahren gestorben

Der britische Schriftsteller John le Carré ist tot. Das teilte seine Agentur in London mit. Vor seinem Leben als Autor war John le Carré Diplomat. Außerdem arbeitete er für die britischen Geheimdienste MI5 und MI6. Seit den 1960er Jahren schrieb er Spionageromane. Einige der bekanntesten: "Der Spion, der aus der Kälte kam", "Der Nachtmanager" und "Dame, König, As, Spion". Viele seiner Bücher wurden auch verfilmt. Gestern starb der 89-jährige John le Carré an einer Lungenentzündung.

Iran bestellt deutschen Botschafter ein

Der Iran hat die Botschafter Deutschlands und Frankreichs einbestellt. Grund ist die europäische Kritik an der Hinrichtung eines regierungskritischen Journalisten. Laut dem Außenministerium in Teheran handelt es sich dabei um eine "inakzeptable Einmischung" in Irans "innere Angelegenheiten", wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtete. Die EU und die Regierungen in Berlin und Paris hatten die Exekution des iranischen Oppositionellen Ruhollah Sam gestern verurteilt.

Deutscher Kulturrat fordert weitere Hilfen

Angesichts des harten Lockdowns ab Mittwoch fordert der Deutsche Kulturrat zusätzliche Hilfen für die Kultur. Dieser drohe eine weitere Verschärfung der "seit Monaten extrem angespannten Situation", teilte der Spitzenverband der Bundeskulturverbände mit. Geschäftsführer Zimmermann sagte, die Not sei sehr groß. Betroffen seien die Unternehmen der Kultur- und Kreativwirtschaft genauso wie die öffentlichen Kultureinrichtungen und die soloselbstständigen Künstlerinnen und Künstler. Der Kulturrat verlangt, erneut eine Milliarde Euro für die Kulturbranche bereitzustellen.

Einhard-Preis geht an Comic-Autor Tardi

Der französische Comic-Autor Jacques Tardi erhält den mit 10 000 Euro dotierten Einhard-Preis 2021. Geehrt werde der 74-Jährige für die dreibändige Biografie seines Vaters "Ich, René Tardi, Kriegsgefangener im Stalag II B", teilte die Einhard-Stiftung mit. Mit dem Preis erinnert die 1998 gegründete Stifung an Einhard, den Berater und Biografen Karls des Großen. Zu den bisherigen Preisträgern zählen unter anderen die Autorin Margot Friedlander und der Publizist Joachim Fest.

Bayern zeichnet unabhängige Verlage aus

Zehn unabhängige Verlage erhalten die "Verlagsprämie des Freistaates Bayern 2020". Sie wird zum ersten Mal vergeben und ist mit jeweils 5.000 Euro verbunden, teilte das bayrische Kunstministerium mit. Damit solle das große Engagement der Independent-Verlage gewürdigt werden. Die Prämien werden demnach unter anderem für ein überzeugendes Verlagsprofil und Publiktationsvorhaben vergeben. Bewerben konnten sich unabhängige Verlage in Bayern mit belletristischem Schwerpunkt und einem Umsatz bis zu einer Million Euro. Die Jury habe sich beeindruckt gezeigt von der großen Bandbreite der Einreichungen, heißt es.

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Fazit

Roms antike GrenzeDer Donaulimes ist UNESCO-Welterbe
Die Überreste der Gebäude und Wehranlagen des Römerkastells Abusina. (picture alliance / dpa )

Die UNESCO hat den Donaulimes als Teil der Grenze des antiken Römischen Reiches zum Welterbe erklärt. Damit hat Deutschland bei der laufenden UNESCO-Sitzung seine fünfte Auszeichnung erhalten. Länder des Globalen Südens habe es schwerer.Mehr

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