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Thema / Archiv | Beitrag vom 17.05.2005

"Gesucht und gefunden"

60 Jahre DRK-Suchdienst

Von Peter Kaiser

Flüchtlinge warten im Oktober 1945 auf einen Zug in Berlin (AP Archiv/Henry Burroughs)
Flüchtlinge warten im Oktober 1945 auf einen Zug in Berlin (AP Archiv/Henry Burroughs)

Als im Mai 1945 der Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes gegründet wurde, lautete der der Leitsatz, dass "die Ungewissheit über den Verbleib eines lieben Menschen genauso schwer zu ertragen ist wie physisches Leid". Bis heute gelang es, mehr als 16 Millionen Menschen wieder zusammenzuführen.

Russlanddeutscher: " Also es war so, das Rote Kreuz hat Kontakt aufgenommen mit meiner Mutter, also ich weiß nicht, auf welche Art und Weise die sind rangekommen, und die haben gesagt, dass die Verwandten in Westdeutschland haben Suchdienst eingeschaltet und irgendwie kurz darauf Rote Kreuz meine Mutter ausfindig gemacht hat. Das war vor '91. Und dann haben wir Antrag auf Umsiedlung, also als Einsiedler nach Deutschland gestellt. Und sind eingewandert. "

Als im Mai 1945, vor 60 Jahren also, der Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes gegründet wurde, war der Leitsatz, dass … "die Ungewissheit über den Verbleib eines lieben Menschen genauso schwer zu ertragen ist wie physisches Leid" der Motor, bis heute mehr als 16 Millionen Menschen wieder zusammenzuführen. Bis heute eine gewaltige Leistung. So auch im Fall dieser russlanddeutschen Familie.

Russlanddeutscher: " Also wir haben in Statgrasnojarsk gelebt. Und meine Eltern im Zuge des Zweiten Weltkrieg sind nach Osten gekommen. Also meine Mutter kommt aus Stadtengels, früher das war eine deutsche Republik, und in den 30er Jahren fast die ganze Verwandtschaft, Eltern und Schwester sind an Hunger gestorben, und nur am Leben geblieben meine Mutter und ihr Bruder. (…) Aber später von der Verwandtschaft her sie hatte keine Kontakte und wusste überhaupt nicht, wohin sie gehört. Und so im Zuge des Zweiten Weltkriegs wir sind nach Osten eingewandert, also meine Eltern, ich bin damals nicht geboren. Und später, zu Jelzinzeit, Rote Kreuz hat zu meiner Mutter den Kontakt hergestellt. (…) Also ich finde, das Rote Kreuz macht sehr wichtige Aufgabe oder Sachen. Im Zweiten Weltkrieg sind viele Familien, es geht um Millionen, die Verwandtschaft verloren haben. Und ich denke, wenn das Rote Kreuz Leute findet oder zusammenführt, das ist eine sehr wichtige Lebensaufgabe. "

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