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Kulturnachrichten

Donnerstag, 26. Juni 2014

Geplantes Hundertwasser-Kunstzentrum in Neuseeland wird nicht gebaut

Der Stadtrat von Whangarei stimmte wegen zu hoher Kosten gegen den Bau

Der österreichische Künstler Hundertwasser hatte bis zu seinem Tod im Jahr 2000 mehr als 25 Jahre in dieser Gegend im Norden der neuseeländischen Nordinsel gelebt. Er hatte die Pläne für das Zentrum in seinem typischen Design mit kurvigen Wänden und goldener Kuppel selbst entworfen. In dem Kunstzentrum sollten nach den Wünschen Hundertwassers sowohl seine eigenen Werke als auch Maori-Kunst ausgestellt werden. Es sollte 13 Millionen neuseeländische Dollar kosten, das sind umgerechnet etwa 8,4 Millionen Euro. Die Pläne waren in der Bevölkerung umstritten. Bei einer Umfrage hätten sich 58 Prozent dagegen und nur 28 Prozent dafür ausgesprochen. Der Stadtrat hatte bereits fünf Millionen Dollar an Spenden von Privatleuten und Sponsoren gesammelt. Das Geld wird jetzt zurückgegeben.

Architekten-Entwürfe für Romantik-Museum überzeugen Jury nicht

Die eingereichten Entwürfe müssen überarbeitet werden

Damit ist weiterhin unklar, wer das seit langem geplante Deutsche Romantik-Museum in Frankfurt bauen soll. Die Jury des Architektenwettbewerbs kürte keinen Gewinner, sondern vergab lediglich drei zweite Preise. Jedes der drei Architekturbüros habe nun zwei Monate Zeit, seine Entwürfe radikal zu überarbeiten, so die Jury. Eine endgültige Entscheidung soll im September fallen. Über das Romantikmuseum war lange gestritten worden. Die Stadt hatte ihren geplanten Zuschuss von vier Millionen Euro zunächst gestrichen. Nachdem jedoch Spenden in Millionenhöhe eingegangen waren, stellte die schwarz-grüne Koalition im vergangenen Dezember das fehlende Geld doch noch zur Verfügung.

Gabriel : Handelsabkommen gefährdet nicht Kulturförderung

SPD-Politiker schließt Einschränkungen für die Kultur aus.

Die europäische Kulturförderung ist nach Auffassung von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) durch das geplante Handelsabkommen der EU mit den USA (TTIP) nicht bedroht. Dies habe die EU-Kommission jetzt noch einmal deutlich gemacht, sagte Gabriel nach einem Treffen des Beirates, der den Minister in Fragen des sogenannten TTIP berät. Es werde keine Klagewelle von Kulturinstitutionen aus den USA geben. Und: Kultursubventionen auch in Deutschland würden nicht angetastet. Die Bereiche Film und Fernsehen seien bei den Gesprächen für das Handelsabkommen ohnehin ausgeklammert. «Wir nehmen die Sorgen der Kulturverbände ernst und setzen uns weiter für mehr Transparenz bei den Verhandlungen ein, damit unbegründete Ängste erst gar nicht entstehen», sagte Gabriel. Der Deutsche Kulturrat hatte gestern massive Kritik an TTIP geübt und verlangt, insbesondere die europäischen Leistungs- und Urheberrechte nicht anzutasten.

Neues Museum in Berlin zeigt neue Dauerausstellung zur Vor- und Frühgeschichte

Damit ist die Ausstellungsgestaltung im Neuen Museum abgeschlossen.

Bislang war die Präsentation zu den ältesten Epochen der Menschheitsgeschichte ein Provisorium. Nun ist die Sammlungen des Berliner Museums für Vor- und Frühgeschichte neu geordnet. Die neue Dauerausstellung im Neue Museum "Steinzeit - Bronzezeit - Eisenzeit" wird am Sonntag eröffnet. Auf einer Fläche von 1.700 Quadratmetern zeichnet die Ausstellung die Entwicklungslinien der frühen europäischen Geschichte mit herausragenden Objekten vom Neandertaler bis zum Berliner Goldhut nach. Daneben zeigt sie auch jüngste archäologische Funde und präsentiert neue Forschungsergebnisse.

Manifesta : Kunstschau in St. Petersburg

Morgen beginnt die vielleicht brisanteste Kunstveranstaltung des Jahres: Die Manifesta.

Die zehnte Auflage der europäischen Biennale für zeitgenössische Kunst präsentiert sich zum ersten Mal in einer früheren Sowjetrepublik. Leicht hat es solche Kunst in Russland nicht - noch dazu, wenn sie politisch ist. In der staatlichen Eremitage, Russlands wichtigstem Kunsttempel, gibt es auch Projekte, die in den Zeiten der Krise zwischen Russland und dem Westen an Tabus rühren. Sollte man eine Veranstaltung boykottieren, bei der sich Präsident Putin als Kunst-Gönner inszenieren kann? Zweifel, Kritik, Empörung waren programmiert und wurden im Vorfeld schon ausgiebig geäußert − vor allem angesichts der Zuspitzung im Ukraine-Konflikt. Boykott der Manifesta? Nein, sagt ihr Kurator Kasper König, langjähriger Direktor des Museum Ludwig in Köln. Nein, sagt auch Stefan Kaegi von der Künstlergruppe Rimini Protokoll. Er ist an der Manifesta zwar nicht direkt beteiligt, aber sein Projekt "Remote X", eine Online-Schnitzeljagd, findet im Rahmen des Manifesta-Programms statt. Stefan Kaegi berichtete im Gespräch mit Deutschlandradio Kultur, wie er die Atmosphäre wahrgenommen hat und welche Bedeutung die Schau für die Stadt hat: St.Petersburg brauche diese Impulse von außerhalb, so seine zentrale Aussage.

Ministerin Wanka: "So viel Kooperation wie noch nie"

Bundesbildungsministerin will Bundesländer im Hochschulbereich dauerhaft fördern.

Dazu soll das Grundgesetz geändert werden. Schon jetzt werde so viel kooperiert wie noch nie, nun soll diese Kooperation institutionalisiert werden, kündigte die CDU-Politikerin im Deutschlandradio Kultur an.
Mit Vereinbarungen wie dem Qualitätspakt Lehre, dem Hochschulpakt und der Exzellenzinitiative bestehe schon jetzt die Möglichkeit zu kooperieren, aber bisher könnte nur zeitlich befristet gefördert werden. Ab 1. Januar werde dagegen den Ländern erstmals dauerhaft Geld für die Anstellung von Nachwuchswissenschaftlern zur Verfügung gestellt.
Hinzu käme „eine Grundgesetzänderung, die es dem Bund auch möglich macht, dauerhaft und auch institutionell sich im Hochschulbereich zu engagieren. Natürlich immer auf der Basis von Vereinbarungen, und die Grundkompetenz für die Hochschulen, die bleibt bei den Ländern," betonte Wanka.
Die Ministerin zeigte sich mit dem diesjährigen Anstieg des Bildungsetats um 224 Millionen Euro auf insgesamt circa 14 Milliarden zufrieden. Die Ausgaben seien seit 2005 um 60 Prozent gestiegen. „Und sie werden auch in dieser Legislaturperiode erheblich ansteigen," kündigte Wanka an. „Das ist auch spürbar, und das wird auch an allen Hochschulen so gesehen, dass Milliarden neu ins System gekommen sind, was vorher überhaupt nicht denkbar war."

Zukunft des Anhaltischen Theaters in Dessau-Roßlau vorerst gesichert

Bis 2018 kann am Theater weitergespielt werden

Sachsen-Anhalts Kultusminister Stephan Dorgerloh und Oberbürgermeister Klemens Koschig haben gestern den Theatervertrag für das Vierersparten-Haus unterzeichnet. 2013 hatte die Landesregierung die Zuwendungen um drei Millionen Euro gekürzt. Damit weiter gespielt werden kann, reduzieren die Mitarbeiter ihre Stundenzahl und verzichten damit auf einen Teil ihres Einkommens. Intendant André Bücker hat bereits angekündigt, dass es in der darauffolgenden Spielzeit weniger Premieren und wohl auch weniger Vorstellungen im Großen Haus geben werde. Die Landesregierung hatte vorgeschlagen, die Sparten Ballett und Schauspiel zu schließen. Dann wären nur Orchester und Chor sowie das Puppentheater übrig geblieben.

Roms beliebter Trevi-Brunnen wird restauriert

Touristen sollen die Restaurierungsarbeiten verfolgen können

Dafür wird ein Steg nahe Brunnen der Stadt gebaut, von dem aus man dann die Arbeiten ganz aus der Nähe sehen kann. Der Steg soll Ende Juni fertig sein. An dem Trevi-Brunnen nagt schon seit langem der Zahn der Zeit.
Der Brunnen ist weltbekannt durch eine Szene in Federico Fellinis "La dolce vita": Schauspielerin Anita Ekberg nimmt ein nächtliches Bad im Brunnen. Touristenbrauch ist es, Münzen über die Schulter in den Trevi-Brunnen zu werfen, weil das Glück und Rückkehr verspreche.

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