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Alte Musik | Beitrag vom 15.07.2020

Georg Philipp Telemann Hoffnungsfrohe Kantaten

Von Bettina Schmidt

Auf einer Graphik, die historische Musikinstrumente zeigt, liegt eine CD mit großem Engel auf dem Cover. (deutsche harmonia mundi / Graphik deutschlandradio)
Das Cover der vorgestellten CD mit unbekannten Kantaten Telemanns. (deutsche harmonia mundi / Graphik deutschlandradio)

Georg Philipp Telemann war musikalischer Autodidakt. Sein Erfolg strahlte über ganz Europa. Heute stellen wir zwei seiner barocken Kantaten mit dem Bariton Klaus Mertens und dem Ensemble L’Arpa festante vor.

Georg Philipp Telemann war einer der erfolgreichsten deutschen Komponisten des Barock. Sein Ruf war so groß, dass andere Komponisten gern seinen Namen nutzten, um ihre Werke bekannt zu machen, denn Telemann wurde landauf und landab gespielt. 

Nach ersten Erfolgen in Leipzig wurde er 1712 zum städtischen Musikdirektor und Kapellmeister in Frankfurt am Main. Den ganz großen, internationalen Durchbruch schaffte er mit seinen Pariser Konzerten rund 20 Jahre später.

Bass-Solo in Kantaten

Von den über 1400 überlieferten Kirchenkantaten Telemanns sind mindestens 54 für Solo-Bass komponiert. Einige davon schlummerten lange in Archiven. Zum Beispiel fanden sich Abschriften im Archiv der Singakademie Berlin, die einige dieser Werke im Repertoire hatten. 

Der Sänger steht auf der Orgelempore einer Kirche mit bunten Glasfenstern und lächelt. (Klaus Mertens / privates Archiv)2016 erhielt Klaus Mertens den Georg-Philipp-Telemann-Preis der Landeshauptstadt Magdeburg. (Klaus Mertens / privates Archiv)

Nun sind diese unbekannten Kantaten gesichtet und zum Teil rekonstruiert worden. Der Bass-Bariton und Telemann-Experte Klaus Mertens hat diese zusammen mit dem Kammerorchester L'Arpa festante auf historischen Instrumenten erstmals eingespielt. "Fliehet hin, ihr bösen Tage" beginnt mit aufgeregt-fröhlichen Melodieverläufen. 


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Georg Philipp Telemann
Kantate "Fliehet hin, ihr bösen Tage"
Kantate "All’s Glück und Unglücke"

Klaus Mertens, Bariton
L’ Arpa festante
Orgel und Leitung: Rien Voskuilen

Koproduktion Deutschlandfunk Kultur & Sony Music 2018

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