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Die Reportage / Archiv | Beitrag vom 14.10.2012

Genosse Gesellschafter

Dorfbewohner gründen ihre eigenen Läden

Von Gerhard Richter

Der genossenschaftlich betriebene Dorfladen in Biberach liefert mehr als nur Profit.  (Gerhard Richter)
Der genossenschaftlich betriebene Dorfladen in Biberach liefert mehr als nur Profit. (Gerhard Richter)

Seit komplette Ladenketten dicht machen, Schulen schließen und ganze Dörfer zu sterben drohen, besinnen sich die Bewohner wieder auf ihre eigene Kraft. "Es rechnet sich nicht" - muss man sich mit diesem Totschlagargument abfinden? Muss sich immer alles rechnen, was das Leben lebenswert macht?

Zunehmend mehr Menschen schließen sich in Genossenschaften zusammen und verfolgen ein gemeinsames Ziel: sie wollen mehr Lebensqualität für ihre Gemeinde. Tante-Emma-Läden sind deshalb wieder schwer im Kommen. Und sie rechnen sich - ökonomisch und menschlich.

Gerhard Richter (Gerhard Richter)Gerhard Richter (Gerhard Richter)Gerhard Richter: "Wenn im Dorf der letzte Laden oder Discounter schließt, dann stehen erstmal alle hilflos da und trauern: 'Kann man ja nix machen, wenn sich´s angeblich nicht mehr rechnet.' Aber dann gibt’s Beispiele, wo sich die Leute zusammentun und ihren eigenen Laden aufmachen. Quasi gegen den Markt und das funktioniert dann meistens auch, weil so ein Dorfladen viel mehr liefert, als Gewinn und Profit."

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