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Interview / Archiv | Beitrag vom 03.07.2008

Gegen Bildungsarmut

Aktionsrat Bildung fordert bessere Förderung von Privatschulen

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Jungs stricken in einer Waldorf-Schule. (AP)
Jungs stricken in einer Waldorf-Schule. (AP)

Bildungsexperte Ludger Wößmann vom Aktionsrat Bildung hat die Forderung der Waldorf-Schulen nach einer stärkeren öffentlichen Förderung privater Schulen unterstützt.

Der internationale Vergleich zeige, dass in Ländern mit einem größeren Anteil privater Schulen die Leistungen der Schüler insgesamt besser seien, sagte der Professor für Bildungsökonomie der Universität München am Donnerstag im Deutschlandradio Kultur.

Auch die Leistungen in den staatlich geleiteten Schulen seien dann größer: "Das ist vermutlich auf einen Wettbewerbseffekt zurückzuführen. Schulen in privater Trägerschaft bieten einfach Alternativen zum öffentlichen System an." Öffentliche Schulen würden sich verbessern, wenn sie diesem Wettbewerb ausgesetzt seien. Dafür bräuchten auch öffentliche Schulen mehr Handlungsfreiheiten.

Wößmann sprach sich für eine finanzielle Gleichstellung privater Schulen gegenüber den öffentlichen Schulen aus: "Wenn wir das zugestehen würden, käme es sicherlich zu mehr Dynamik und Innovationskraft im Bildungssystem." Wößmann betonte aber auch: "Es muss natürlich so sein, dass sich nicht nur die Oberen Zehntausend diese privat geleiteten Schulen leisten können, sondern jeder."

Sie können das vollständige Gespräch mindestens bis zum 3.12.08 als MP3-Audio in unserem Audio-on-Demand-Player nachhören.

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