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Mittwoch, 23.01.2019
 
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Kulturnachrichten

Montag, 14. Januar 2019

Bund will Präsenz deutscher Museen im Ausland stärken

Dafür wurde die Agentur für Internationale Museumszusammenarbeit gegründet

Deutschland will seine Museen stärker im Ausland zur Geltung bringen. Die dafür geplante Agentur für Internationale Museumszusammenarbeit soll unter Federführung des Auswärtigen Amtes vor allem die kulturelle Zusammenarbeit mit Afrika stärken. Damit will sich die Bundesrepublik der wachsenden internationalen Konkurrenz großer Museen stellen. Für die Agentur hat der Bundestag für die kommenden vier Jahre 23 Millionen Euro bereitgestellt. In Zusammenarbeit mit Ländern und Kommunen sollen die Experten deutsche Museen bei Vorbereitung und Finanzierung von Ausstellungen und beim Marketing sowie beim Bau und Renovierung von Museen im Ausland helfen.

Bremer Literaturpreis für Arno Geiger

Österreichischer Autor wird am 28. Januar geehrt

Der österreichische Schriftsteller Arno Geiger erhält in diesem Jahr den mit 25.000 Euro dotierten Bremer Literaturpreis. Die Auszeichnung wird dem 50-Jährigen nach Angaben der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung am 28. Januar im Bremer Rathaus für seinen Roman "Unter der Drachenwand" überreicht. Geigers Roman rage aus der Reihe der zeitgeschichtlichen Panoramen zur NS-Epoche heraus, urteilte die Jury. Das Buch sei eine überaus genaue, differenzierte und anschauliche Vergegenwärtigung des Kriegsjahres 1944. Einen mit 6.000 Euro dotierten Förderpreis bekommt der deutsche Schriftsteller Heinz Helle für seinen Roman "Die Überwindung der Schwerkraft".

Rechtsextreme Aktion bei Redaktionen und Parteien

Identitäre Bewegung klebt Plakate in Berlin und Frankfurt am Main

Die rechtsextreme sogenannte Identitäre Bewegung hat Gebäude von Redaktionen und Parteien mit Plakaten beklebt. In Berlin waren das ARD-Hauptstadtstudio und das Redaktionsgebäude der "tageszeitung" ("taz") betroffen. Eine "taz"-Mitarbeiterin sei bei dem Versuch, die Aktion zu unterbinden, körperlich attackiert worden, teilte die Zeitung mit. Auch an die Berliner Parteizentralen von SPD und Grünen wurden Plakate geklebt. Bei der "Frankfurter Rundschau" in der Main-Metropole konnte die Polizei der Redaktion zufolge die "Identitären" stellen. Nach Angaben der Berliner Polizei hat der Staatsschutz Ermittlungen aufgenommen. Im Falle der "taz" werde wegen Hausfriedensbruchs und gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Die Identitäre Bewegung erklärte auf ihrer Internetseite, sie sei bundesweit gegen "Linksextremismus" und "linke Gewalt" vorgegangen.

Filmfestival Max Ophüls Preis beginnt

Nachwuchs-Treffen findet zum 40. Mal statt

Der politische Thriller "Das Ende der Wahrheit" eröffnet als Weltpremiere heute abend das 40. Filmfestival Max Ophüls Preis in Saarbrücken. Dazu wird auch die Schauspielerin Iris Berben erwartet. Sie erhält in diesem Jahr den undotierten Ehrenpreis des Festivals. Insgesamt sind bis zum 20. Januar mehr als 150 Filme zu sehen. 62 davon treten im Wettbewerb um Preise im Gesamtwert von 118.500 Euro an. Der Max Ophüls Preis gilt als eines der bedeutendsten Filmfestivals für Nachwuchsfilmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Für ihre Verdienste um den jungen deutschsprachigen Film wurde Schauspielerin Iris Berben am Eröffnungsabend mit dem Ehrenpreis ausgezeichnet.

Programmkinos verlieren Besucher

Verbandschef kritisiert Startpolitik der Filmverleiher

Die deutschen Programmkinos haben im vergangenen Jahr Besucher und Umsatz verloren. Insgesamt sei es "leider nicht so ein gutes Kinojahr" gewesen, sagte Verbandschef Christian Bräuer von der AG Kino - Gilde deutsche Filmkunsttheater. Bräuer erklärte das mit der Fußball-WM und dem langen Sommer. Dem Verband gehören nach eigenen Angaben rund 370 Spielstätten in Deutschland an, die zum Beispiel einen Schwerpunkt auf deutsch-europäische oder anspruchsvollere Filme legen. "Das Ärgerliche ist aus unserer Sicht auch die Startpolitik der Verleiher", sagte Bräuer. Es habe über mehrere Monate kaum Filme gegeben, die viele Besucher angezogen hätten. Jetzt dagegen ballten sich die Neustarts, obwohl viele der unabhängigen Programmkinos nur zwei, drei Leinwände hätten, sagte er. Der Verband erklärte, seine Mitgliedskinos hätten nach ersten Daten allerdings weniger Besucher verloren als die Branche insgesamt. Trotzdem verbuchten sie rund 8 Prozent weniger Besucher und Umsatz als im Vorjahr. Mit 17,3 Millionen Besuchern in den Mitgliedskinos habe sich der Marktanteil jedoch auf gut 18 Prozent erhöht.

"Roma" dominiert US-Kritikerpreise

Mexikanisches Drama erhält vier Auszeichnungen

Das mexikanische Filmdrama "Roma" von Regisseur Alfonso Cuarón hat bei den US-Kritikerpreisen gleich vier Auszeichnungen abgeräumt. "Roma" wurde bei den Critics' Choice Awards in Los Angeles unter anderem als bester Film und bester nicht-englischsprachiger Film geehrt, sowie Cuarón für die beste Regie. In zwei Schauspiel-Kategorien gab es unterdessen geteilte Preise: Lady Gaga ("A Star Is Born") und Glenn Close ("The Wife") gewannen die Auszeichnung als beste Schauspielerin in einem Film, Amy Adams ("Sharp Objects") und Patricia Arquette ("Espace at Dannemora") wurden beide als beste Schauspielerin in einer Kurzserie oder einem TV-Film ausgezeichnet. Die Critics' Choice Awards sind wichtige Kritiker-Filmpreise. Ausgewählt werden sie von mehr als 300 Mitgliedern des Kritikerverbands Broadcast Film Critics Association aus den USA und Kanada.

Weimarer Bauhaus-Musterhaus wechselt Besitzer

Versuchshaus "Am Horn" gehört nun zur Klassik-Stiftung

Das zum Unesco-Kulturerbe zählende Musterhaus "Am Horn" gehört ab sofort offiziell zur Klassik-Stiftung Weimar. Um das Versuchshaus der vor 100 Jahren in Weimar gegründeten Kunst- und Designschule Bauhaus hatte sich viele Jahre der Freundeskreis der Bauhaus Uni Weimar ehrenamtlich gekümmert. Es sei die erste wichtige Selbstpräsentation des Bauhauses, sagte Stiftungs-Präsident Hellmut Seemann. Das Haus sei wie eine begehbare Vitrine, in der man vor 100 Jahren sehen sollte, wie man wohnen könnte und sollte. Es entstand 1923 nach dem Entwurf von Bauhausmeister Georg Muche zur ersten großen Werkschau der Schule. Das Haus ist die einzige in Weimar realisierte Bauhaus-Architektur.

Schloss Wernigerode kauft historische Bücher zurück

Grafenhaus verkaufte viele Bände aus Geldnot

Das Schloss Wernigerode in Sachsen-Anhalt hat 55 historische Bücher zurückgekauft. Es handele sich um Glanzstücke aus der Bibliothek, die Graf Christian Ernst zu Stolberg-Wernigerode 1746 für Besucher öffnete, teilten das Schloss und die Kulturstiftung der Länder mit. Darunter seien Gesangbücher und Bibeln, verfasst auf Deutsch, Türkisch und Hebräisch. Es gehe um zoologisches, astrologisches und historisches Wissen, aber auch um Bergbau. Die Bücher stammten vor allem aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Nach 1920 verkaufte das Grafenhaus aus finanzieller Not um die 35 000 der 135 000 Bände an den Berliner Antiquar Martin Breslauer. Nach dem Zweiten Weltkrieg transportierten die Russen Tausende Bücher ab, die verbliebenen gingen 1948 an die Landes- und Universitätsbibliothek des Landes Sachsen-Anhalt.

Verlegerpräsident Döpfner kritisiert Zeitungsbranche

Medien haben "Beißhemmung" bei "Spiegel"-Fälschungsskandal

Der Fälschungsskandal beim "Spiegel" um den früheren Reporter Claas Relotius wird nach Ansicht von Verlegerpräsident Mathias Döpfner nur zögerlich von den Medien aufgearbeitet. Die Beschäftigung mit dem Thema sei "erstaunlich zurückhaltend", sagte der Präsident des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) der Deutschen Presse-Agentur. Offensichtlich wirke das Argument, dass Relotius ja auch in anderen Publikationen veröffentlicht habe, wie "eine Beißhemmung". "Das Problem, dass einstweilen aus dem "Sturmgeschütz der Demokratie" ein "Luftgewehr der Fantasie" geworden sei, müsse der "Spiegel" lösen, sagte Döpfner. Dafür habe das Blatt gute Chancen mit seinem neuen, unbelasteten Chefredakteur. "Es wäre gut für die Branche, etwas mehr Unabhängigkeit und Selbstkritik zu beweisen", sagte Döpfner.

"Game of Thrones" startet am 14. April

Serien-Hit geht mit achter Staffel zu Ende

Der Start der achten und letzten Staffel der Fantasy-Serie "Game of Thrones" ist für den 14. April geplant. Das teilte der US-Sender HBO mit. Dazu veröffentlichte er einen Teaser auf die Staffel. Fans warten seit dem Ende der siebten Staffel der populären HBO-Show im August 2017 bereits gespannt auf das große Finale mit sechs Episoden. Die Serie beruht auf Romanen von George R.R. Martin.

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