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Kompressor | Beitrag vom 15.04.2019

"Game of Thrones" als ForschungsobjektMathematiker errechnen Überlebenschancen der Helden

Christian Röther im Gespräch mit Moderator Timo Grampes

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Die Figur eines weißen Wanderers steht in der Ausstellung zur US-Serie "Game of Thrones" in Berlin (2015). (picture alliance / dpa /Jens Kalaene)
Wer wird zum weißen Wanderer? - Nun ist die finale Staffel von "Game of Thrones" gestartet. (picture alliance / dpa /Jens Kalaene)

Die letzte Staffel von "Game of Thrones" ist gestartet. Unterdessen haben Mathematiker Algorithmen entwickelt, um vorherzusagen, welche Serien-Helden überleben. Und das ist nur eins der vielen Forschungsprojekte zur Serie.

Zwei Jahre mussten die Fans auf neue Folgen warten. Nun werden in "Game of Thrones" wieder die Messer gewetzt. An diesem frühen Montagmorgen (15.4.2019) war es so weit: Die Fantasy-Saga "Game of Thrones" ist in ihre achte und finale Staffel gestartet.

Allerdings dauerte die erste Folge nur 50 Minuten. Eine Enttäuschung, meint sagt Journalist und "Game of Thrones"-Fan Christian Röther. "Dafür wurde man mit einem neuen Vorspann entschädigt. Da hat man gespürt: Da haben die Macher sich nochmal etwas vorgenommen." Dann sei es in der Folge aber "relativ erwartbar" weitergegangen. Und: mit relativ wenige Toten – im Vergleich zu andern anderen Folgen der Serie.

Wissenschaftler untersuchen "Game of Thrones"

So manche Wissenschaftler scheinen sich die lange Wartezeit auf die achte Staffel mit Forschungen über die Serie vertrieben zu haben, denn mittlerweile gibt es zahlreiche Studien aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Perspektiven über "Game of Thrones", sagt Röther. "Von posttraumatischen Belastungsstörungen der Figuren bis hin zum Wetter in dieser fiktiven Welt."

Auch die "Genderforschung war ziemlich früh mit dabei" und habe analysiert und kritisiert. Die Serie habe sich dann auch entsprechend geändert. "Mächtige Positionen sind von Frauen besetzt."

Den Serien-Tod per Algorithmus vorhersagen

Für Fans ist das wissenschaftliche Projekt von Mathematik-Studierenden der TU München vermutlich aber das interessanteste: Sie haben für die achte Staffel Algorithmen programmiert, die voraussagen sollen, wer als nächstes sterben wird und wer die Serie überlebt. "Das sind Algorithmen, die in der Medizin, in der Krebsforschung beispielsweise eingesetzt werden."

Auch für die sechste Staffel habe es bereits ein solches Projekt gegeben, erzählt Röther. Und dies hat "ziemlich gut" funktioniert. "Da haben sie einige Tode richtig vorhergesagt."

Auch bei der ersten Folge der achten Staffel lagen die Studierenden bisher mit ihren Prognosen nicht falsch. Zumindest haben die Protagonisten mit den höchsten errechneten Überlebenschancen die ersten 50 Minuten der achten Staffel sicher überstanden, so Röther. "Aber man merkt schon: Es zieht etwas herauf, es wird noch viel Gewalt geben." Es können also ganz unwissenschaftlich und unvorhergesehen noch etliche Köpfe rollen. 

In den verbleibenden fünf Episoden soll es nach Angaben der Macher jedenfalls zur bisher größten TV-Schlacht der Geschichte kommen. Am 20. Mai endet die Saga dann mit einem rund 80-minütigen Finale.

(lkn)

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