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Interview | Beitrag vom 31.08.2020

Fünf Jahre nach dem Merkel-Satz "Wir schaffen das" "Meine Heimat ist Deutschland"

Nidal Rashow im Gespräch mit Liane von Billerbeck

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Ein Porträt von Nidal Rashow, er blickt lächelnd in die Kamera. (privat)
Der Syrer Nidal Rashow floh vor dem Krieg in seiner Heimat und fühlt sich in Deutschland inzwischen zu Hause. (privat)

Vor sechs Jahren kam der Syrer Nidal Rashow nach Deutschland. Er ist dankbar für den Satz von Bundeskanzlerin Angela Merkel im Jahr 2015: "Wir schaffen das". Seither hat er einiges erreicht, aber wählen dürfen möchte er in seiner neuen Heimat auch.

Vor fünf Jahren fiel der berühmte Satz von Bundeskanzlerin Angela Merkel "Wir schaffen das". Was Geflüchtete seither in Deutschland geschafft haben, fragen wir den syrischen Kurden Nidal Rashow. Er war Englischlehrer im syrischen Aleppo, bevor er sich zur Flucht entschloss. Über das Mittelmeer gelangte er schließlich vor sechs Jahren nach Deutschland.

Dank an Angela Merkel

"Dieser Anfang hat für mich natürlich viel bedeutet", sagt Rashow, der heute bei der Stadt Bonn arbeitet. Er sei in Deutschland sicher angekommen. Deshalb wolle er Merkel für diesen Satz danken, mit dem sie viele Menschen vor dem Tod gerettet habe. Auch seine Brüder seien dank dieser Äußerung nach Deutschland gekommen.

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Er habe heute seinen Job, arbeite und bezahle seine Steuern, so Rashow. Auch eine Niederlassungserlaubnis habe er inzwischen. Aber er wolle auch wählen können. Auch wenn er überlege, demnächst mit seiner aus Tschechien stammenden Frau und seinem Kind wegen eines Studienplatzes nach Großbritannien umzuziehen, fühle er sich inzwischen in Deutschland zu Hause: "Meine Heimat ist Deutschland."

(gem)

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