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Kulturnachrichten

Freitag, 2. Januar 2015

Frühere stellvertretende BR-Intendantin Lowag gestorben

Am 17. Dezember hatte sie den Bayerischen Verdienstorden erhalten

Die frühere stellvertretende BR-Intendantin und Verwaltungsdirektorin Jutta Lowag ist tot. Wie der Bayerische Rundfunk (BR) heute mitteilte, starb sie am 30. Dezember im Alter von 75 Jahren. Lowag war von 1973 bis 1993 Leiterin der Hauptabteilung Finanzen beim BR. In den Jahren 1995 und 1996 leitete sie die ARD/ZDF-Finanzkommission. Von 1993 bis 2002 war sie Verwaltungsdirektorin des BR und von 1999 bis 2002 stellvertretende Intendantin des Senders. Sie vertrat den BR auch bei den Produktionstöchtern Telepool, Bavaria und bei der Degeto. Darüber hinaus war sie Gründungsmitglied der Orchester-Akademie des BR-Sinfonieorchesters, Präsidentin der Finanzversammlung der Europäischen Rundfunkunion, stellvertretende Vorsitzende des Vorstands der Eugen-Biser-Stiftung und Stiftungsratsvorsitzende des Damenstifts am Luitpoldpark.

Kubanische Schauspielerin Ninón Sevilla gestorben

Sevilla galt als Star des "Goldenen Zeitalters" im mexikanischen Film.

Die kubanische Schauspielerin und Tänzerin Ninón Sevilla ist im Alter von 85 Jahren in Mexiko-Stadt gestorben. Sevilla starb gestern an Herzversagen, wie ihr Sohn der Zeitung "Milenio" mitteilte. Die Schauspielerin hatte ihre erste Rolle als Rumba-Tänzerin 1946 im mexikanischen Film "Carita del cielo". Ihr Einfühlungsvermögen in Filmen wie "Pecadora" (1947), "Revancha" (1948) und "Aventurera" (1950) brachten ihr den Ruhm, einer der größten Stars der sogenannten Rumbera-Filme zu sein. In einem Wettbewerb in Frankreich 1952 wurde sie - vor Marlene Dietrich und Ginger Rogers - zur Schauspielerin mit "den schönsten Beinen der Welt" auserkoren.

Reitz' "Heimat"-Epos digital restauriert

"Heimat - eine deutsche Chronik" hatte 1984 in Venedig Premiere gefeiert, war später aber nicht mehr vorführbar gewesen

Gut 30 Jahre nach der Erstaufführung wird im Februar in Mainz eine neue digitale Fassung des ersten Teils des "Heimat"-Epos von Regisseur Edgar Reitz gezeigt. Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) würdigte am Freitag den im Hunsrück spielenden Zyklus als Jahrhundertwerk. "Heimat" gelte als filmisches Schlüsselwerk zur jüngeren deutschen Geschichte, sagte Dreyer. Das Thema Heimat in einer globalisierten Welt werde darin eindrucksvoll behandelt. In fast fünfjähriger Arbeit wurde das Werk gerettet und kann nun in neuer Bild- und Tonqualität gezeigt werden. Die Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur und die Kulturstiftung des Bundes unterstützten dies mit insgesamt 136 000 Euro. Erstmals vorgeführt wird der Film in elf Teilen am 7. und 8. Februar in Mainz. Zu dem "Heimat"-Epos von Reitz gehören weitere Werke aus den Jahren 1992, 2004 und 2013. Geschildert werden die Schicksale einer Familie aus dem fiktiven Hunsrück-Dorf Schabbach. Der 1932 in der Region geborene Reitz spannt einen Bogen von 1919 bis zur Jahrtausendwende.

Fontane-Dokumente künftig auch im Internet

Apotheker, Gardeoffizier, Kriegsberichterstatter, Journalist und Romancier - der Schriftsteller Fontane füllte viele Rollen aus

Tausende persönliche Schreiben und Dokumente des Schriftstellers Theodor Fontane (1819-1898) werden in den nächsten Jahren für die Veröffentlichung im Internet aufbereitet. "Statt im Archiv können Forscher dann weltweit auf die Zeugnisse zurückgreifen", sagte die Leiterin des Potsdamer Fontane-Archivs, Hanna Delf von Wolzogen, der Deutschen Presse-Agentur. Seit kurzem gehört das Archiv zur Universität Potsdam. Fontane, geboren in Neuruppin, lernte zunächst den Beruf des Apothekers. Später reiste er nach England und veröffentlichte dort erste Feuilletons. 1860 begann er mit den Arbeiten an seinen "Wanderungen durch die Mark Brandenburg", schrieb Novellen und Romane wie "Effi Briest". Das Internet-Projekt wurde nach Angaben von Archivleiterin von Wolzogen gerade in Angriff genommen. Es werde mehrere Jahre dauern, ehe die Archivalien für das Forschungsportal aufbereitet seien. Den Wissenschaftlern komme zu Gute, dass in den vergangenen Jahren fast der ganze Archivbestand bereits digitalisiert worden sei. Für die Dokumente wäre es zu gefährlich, sie im Original in die Hände von Forschern zu geben. Papiere der damaligen Zeit sind vom Säuerefraß bedroht. "Einige würden bei Benutzung zerbröseln", sagte von Wolzogen. Es seien aber noch viele Fragen unter anderem zu den Rechten zu klären.

Neuer Streit um Rolle der Frau in der Türkei

Schriftstellerin Shafak widerspricht Gesundheitsminister

Der türkische Gesundheitsminister Mehmet Müezzinoglu hat eine neue Diskussion über die Rolle der Frau in der Gesellschaft des muslimischen EU-Bewerberlandes entfacht. Frauen sollten sich ganz der Mutterrolle widmen und sonst keinerlei Karriere in den Mittelpunkt ihres Lebens stellen, sagte der Minister laut einem Bericht des türkischen Nachrichtensenders NTV von heute. Die prominente Schriftstellerin Elif Shafak, selbst Mutter zweier Kinder, erwiderte über den Kurzbotschaftendienst Twitter, die Entscheidung darüber, wie eine Frau ihr Leben lebe, liege nicht bei Politikern, sondern bei den Frauen selbst. Die islamisch-konservative Führung der Türkei betont in jüngster Zeit stark die Mutterrolle von Frauen. Präsident Recep Tayyip Erdogan sagte kürzlich, der Islam habe der Frau die Rolle der Mutter zugeteilt. Eine vollständige Gleichstellung von Mann und Frau sei unmöglich. Erdogan ruft die Türken seit Jahren auf, jede Familie solle mindestens drei Kinder haben. Damit schütze sich das Land vor einer Überalterung der Gesellschaft.

Chinas Medien machen Behörden für Massenpanik mitverantwortlich

Die Katastrophe ausgerechnet in der Finanzmetropole Shanghai sei ein Weckruf, dass die weltweit zweitgrößte Volkswirtschaft noch immer ein Entwicklungsland mit einer anfälligen Verwaltung sei, so die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua

Nach der Massenpanik mit 36 Toten bei einer Silvesterfeier in Shanghai haben chinesische Staatsmedien die Behörden mit ungewohnt scharfen Worten kritisiert. Die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua warf Verwaltung und Polizei heute Fehler vor und sprach von einer Schlamperei. Die Behörden könnten die Verantwortung dafür nicht abwälzen. Es müsse geklärt werden, warum offenbar zu wenig Polizisten bei der Neujahrsfeier mit Zehntausenden Besuchern im Einsatz gewesen seien. Die Polizei wies Berichte zurück, wonach das Abwerfen nachgemachter Geldscheine vom Dach einer Bar ein Gedränge ausgelöst habe, das zu der Massenpanik führte. Das Unglück hatte sich kurz vor dem Jahreswechsel an der auch bei Touristen beliebten Uferpromenade Bund ereignet. Ein Polizeivertreter hatte erklärt, dass keine offizielle Großveranstaltung geplant gewesen sei. Daher sei keine große Polizeipräsenz notwendig gewesen. Vor einigen Tagen war eine für Silvester geplante Laser-Show an der Promenade wegen Sicherheitsbedenken abgesagt worden, zu der im vergangenen Jahr mehr als 300.000 Besucher gekommen waren.

Internetbotschafterin für Programmier-Unterricht an Grundschulen

Joost sieht akuten Handlungsbedarf

Die Internetbotschafterin der Bundesregierung, Gesche Joost (SPD), hat die Vermittlung von Programmierkenntnissen bereits im Grundschulalter gefordert. Andernfalls drohten die deutschen Schüler international ins Hintertreffen zu geraten, warnte die SPD-Politikerin heute im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Ich bin als Internetbotschafterin in ganz Europa unterwegs und merke, dass in anderen Ländern mehr für die digitale Bildung getan wird", sagte die Professorin für Designforschung, die das Bundeswirtschaftsministerium in digitalen Fragen berät. In Großbritannien etwa sei Programmieren in Grundschulen seit diesem Schuljahr verpflichtend. Deutschland zeige sich in der Diskussion zu zurückhaltend und abwartend, so Joost. Dabei gäbe es akuten Handlungsbedarf. "Selbst wenn wir jetzt ein Konzept schreiben, würde die Umsetzung noch Jahre dauern. Wir müssen heute anfangen, die bestehenden Initiativen auszubauen und in die Fläche zu bringen." Es sei nicht zwingend notwendig, dafür ein eigenes Schulfach einzurichten, sagte Joost. Digitale Kompetenzen müssten vielmehr in den bestehenden Fächern integrativ vermittelt werden. "Neue Formen des digitalen Recherchierens, des Programmierens oder der Mediengestaltung sollten in der Schule vermittelt werden." Technologien ragten immer stärker in alle Bereiche hinein, und kaum ein Beruf komme noch ohne digitale Kenntnisse aus, sagte Joost.

Französischer Ökonom Piketty lehnt Aufnahme in Ehrenlegion ab

Protest gegen Politik der Regierung von Hollande

Der französische Wirtschaftswissenschaftler Thomas Piketty hat aus Protest gegen die Regierung von Präsident François Hollande die Nominierung für die Ehrenlegion, die höchste Auszeichnung des Landes, abgelehnt. "Ich denke nicht, dass es der Regierung zukommt zu entscheiden, wer zu ehren ist", sagte der Autor des vieldiskutierten Buches "Das Kapital im 21. Jahrhundert" gestern der Nachrichtenagentur AFP. "Sie sollte sich lieber auf die Wiederankurbelung des Wachstums in Frankreich und Europa konzentrieren." Im offiziellen Amtsblatt hatte Piketty zuvor in der Liste der Neujahrsnominierungen für die Ehrenlegion gestanden - zusammen mit dem Wirtschaftsnobelpreisträger 2014, Jean Tirole. Piketty stand eine Zeit lang der Sozialistischen Partei von Hollande nahe, er ging dann aber auf Distanz zur Politik der Regierung. In seinem Buch vertritt er die These, dass kapitalistische Systeme grundsätzlich zu wachsender Ungleichheit und zur Bereicherung einiger weniger neigen. Damit machte er weltweit Furore, unter anderem in den USA, wo ihn Berater von US-Präsident Barack Obama empfingen.

Fans von Ashton Kutcher rätseln über mögliche Hochzeit

Kutcher war in erster Ehe mit der Schauspielerin Demi Moore (52) verheiratet

Der US-Schauspieler Ashton Kutcher (36) hat mit einem Neujahrsgruß auf seiner Facebook-Seite Fans und Medien vor ein Rätsel gestellt. Kutcher postete ein Foto, das einen Schriftzug im Sand zeigt: "Frohes, neues Jahr. Die Kutchers". Seitdem spekulieren seine Facebook-Fans, ob der "Two and a Half Man"-Star seiner Verlobten Mila Kunis (31) heimlich das Ja-Wort gegeben hat. Die Sprecher der beiden Schauspieler haben die Spekulationen nach Angaben des Promi-Portals "People.com" bislang nicht kommentiert.

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