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Sonntagmorgen | Beitrag vom 30.06.2019

FrisurenWürden Sie für mich Ihr Haar lösen?

Von Oliver Schwesig

(picture alliance / dpa / Thomas Frey)
Bassist Robert Trujillo (picture alliance / dpa / Thomas Frey)

Modisches Accessoire oder erotisches Lockmittel. An keinem Körperteil manipuliert der Mensch mehr herum, als an den Haaren. Sie sind Teil der Persönlichkeit und sagen viel über ihren Träger oder ihre Trägerin aus.

Biologisch gesehen sind Haare verhornte Zellfäden, die aus Keratin bestehen. Über keinen Teil seines Körpers macht der Mensch aber soviel Aufhebens wie über sie. In jedem Zeitalter gab es Moden, Vorschriften, Normen und gesellschaftliche Erwartungen.

Schon vor 4000 Jahren im alten Ägypten veränderten die Menschen ihre Haartracht, bastelten mit einfachen Haarnadeln Frisuren, färbten sie sogar schon. Zöpfe, Knoten, kurz oder lang, parfümiert, gelockt, offen oder unter Hauben und Netze gestopft – nichts wurde ausgelassen. Die Kulturgeschichte der Frisur ist eine Sammelsurium an Experimenten, Irrtümern, Moden und Trends. Und was für Namen sich im Laufe der Jahrhunderte ins Lexikon der Frisuren eingetragen haben: Fingerwave, Conk, Kolbe, Vokuhila, Odango, Tonsur, Cornrows.

Jedes Genre hat seine eigene Frisur

Kaum eine Frisur ist aber so aussagekräftig wie die Frisur ohne Haare – die Glatze. Besonders wenn man sich bewusst für sie entscheidet. So mancher Hollywoodschauspieler, dem das Haar langsam ausfällt, kann im mittleren Alter noch etwas an Coolness dazugewinnen, wenn die "Nicht-Frisur" des Haarkranzes lieber gleich abrasiert wird. Jason Statham, Bruce Willis oder Dwayne Johnson machen es vor. In der Popmusik entscheidet die Frisur wie ein Kleidungsstück über Zugehörigkeit oder Ausschluss. Ob Rastas, Heavy-Metal-Matte, Pilzköpfe, jedes Genre hat auch seine eigene Frisur.

Rätsel

Aus dem Jahr 2001 stammt der Film, den wir suchen. Gedreht hat ihn ein berühmtes amerikanisches Brüderpaar, das seit über 20 Jahren zum festen Bestandteil des anspruchsvollen Indie-Kinos in den USA gehört. In dem Streifen geht es um einen unauffälligen Friseur, der in seinem Friseurladen seit Jahrzehnten still seinen Dienst versieht. Er will aus seinem langweiligen Leben ausbrechen und hat eine Geschäftsidee, die ihn reich machen soll. Das Geld dafür will er von einem reichen Mann erpressen, der praktischerweise eine Affäre mit der Frau des Friseurs hat. Am Ende geht aber, wie so oft in den Filmen dieser beiden amerikanischen Brüder alles ganz melodramatisch schief. Wie heißt dieser Schwarz-Weiß-Film?

Lösung: "The man who wasn’t there" (dt. Titel "Der unauffällig Mr. Crane") von Joel und Ethan Coen

Sie erreichen das Sonntagmorgen-Team unter sonntagmorgen@deutschlandfunkkultur.de oder per Post: Deutschlandfunk Kultur, Hans-Rosenthal-Platz in 10825 Berlin

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