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Donnerstag, 15.11.2018
 
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Kulturnachrichten

Dienstag, 12. Juni 2018

Friedenspreis des Buchhandels für Ehepaar Assmann

Aleida und Jan Assmann für Engagement zum kulturellen Gedächtnis geehrt

Die Kulturwissenschaftler Aleida und Jan Assmann erhalten gemeinsam den diesjährigen Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Das teilte der Börsenverein des Deutschen Buchhandels zum Auftakt der Buchtage in Berlin mit. Die 71-jährige Aleida Assmann, eine Literaturwissenschaftlerin, hat sich mit ihren Studien zur Erinnerungskultur einen Namen gemacht. Ihr Ehemann Jan Assmann (79) hat als Ägyptologe mit seinem umfangreichen Werk internationale Debatten zu den kulturellen und religiösen Konflikten unserer Zeit angestoßen. Der mit 25 000 Euro verbundene Friedenspreis des Deutschen Buchhandels gehört zu den bedeutendsten Kulturauszeichnungen des Landes. Mit dem Preis werden seit 1950 Schriftsteller, Philosophen und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland geehrt. Der Preis wird zum Abschluss der Frankfurter Buchmesse am 14. Oktober in der Paulskirche verliehen. Im vergangenen Jahr erhielt die kanadische Schriftstellerin Margaret Atwood die Auszeichnung.

Tote Hosen sagen Auftritt in Österreich ab

Konzert in Bremen ebenfalls abgesagt

Wegen des Hörsturzes von Sänger Campino haben die Toten Hosen auch ihren Auftritt bei Österreichs größtem Rockfestival Nova Rock absagen müssen. "Es tut mir wahnsinnig leid, ich hatte mich selbst sehr auf diese Abende gefreut", schrieb Campino auf der Facebook-Seite der Band. Ebenfalls abgesagt wurde ein Konzert der Toten Hosen in Bremen am 16. Juni. Es wurde auf den 4. August verschoben. Zuvor hatte die Band bereits zwei Konzerte in Berlin und München absagen müssen. Die Ärzte hätten Campino dringend geraten, Lärm- und Stresssituationen zu vermeiden.

Straelener Übersetzerpreis an Katy Derbyshire verliehen

Würdigung für das übersetzerische Lebenswerk

Die Literaturübersetzerin Katy Derbyshire ist mit dem Straelener Übersetzerpreis ausgezeichnet worden. Die in Berlin lebende Britin erhielt den mit 25.000 Euro dotierten Preis für ihre Übertragung von Clemens Meyers Roman "Im Stein" ins Englische. Der Preis würdigte auch Derbyshires übersetzerisches Lebenswerk. "Katy Derbyshire besticht mit ihrer Sprachgewalt, ihrer Milieusicherheit und ihrem Mut", erklärte die Jury. Den mit 5.000 Euro dotierten Förderpreis erhielt der Brite Simon Pare. Der Straelener Übersetzerpreis gehört den Angaben zufolge zu den höchstdotierten Literaturpreisen im deutschsprachigen Raum.

Anne-Frank-Lernlabor in Frankfurt eröffnet

Ein Experimentierfeld für Jugendliche

Die Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt am Main hat ein Lernlabor mit dem Namen der Tagebuchautorin eröffnet. Das Experimentierfeld für Jugendliche rege an, auf Fragen selbst Entscheidungen zu treffen, sagte der Direktor der Bildungsstätte, Meron Mendel. Die Besucher erhalten Tablets, die sie an einzelnen Stationen zum Dialog aktivieren können. Am 12. Juni wäre die in Frankfurt geborene und im KZ Bergen-Belsen umgekommene Anne Frank (1929-1945) 89 Jahre alt geworden. Der Name des Lernlabors "Anne Frank. Morgen mehr" sei programmatisch gemeint, erläuterte die Kuratorin Deborah Krieg. Das Zitat der Schlussworte des ersten Tagebucheintrags von Anne Frank drücke Hoffnung aus und führe zur Frage: "Wie gestalte ich die Zukunft?"

Nanette Jacomijn Snoep wird Museumsdirektorin in Köln

Niederländerin wird Rautenstrauch-Joest-Museum leiten

Die Direktorin der Staatlichen Ethnografischen Sammlungen Sachsen, Nanette Jacomijn Snoep, geht nach fast vier Jahren nach Köln. Die gebürtige Niederländerin wird zum 1. Januar 2019 Direktorin des Rautenstrauch-Joest-Museums. Die Anthropologin und Kulturmanagerin leitet das Grassi Museum für Völkerkunde zu Leipzig, das Museum für Völkerkunde in Dresden und das Völkerkundemuseum Herrnhut seit Februar 2015. Snoep war vom Pariser Museée du Quai Branly nach Sachsen gekommen.

Israels Nationalbibliothek zeigt Koran-Schau

Bewusstsein der Israelis für die Kultur des Islam soll vergrößert werden

Zum ersten Mal präsentiert die Israelische Nationalbibliothek zum Ramadan wertvolle Teile ihrer Islam-Sammlung. Herausragend sei dabei eine außergewöhnlich kleine und fragile Koran-Ausgabe aus dem 10. Jahrhundert, die nur 68 mal 37 Millimeter groß ist, sagte Kuratorin Raquel Ukeles der Zeitung "Jewish News Daily". Sie werde erstmals überhaupt öffentlich präsentiert. In Israel, wo die Mehrheitskultur jüdisch sei, bekämen die Minderheitenkulturen oft nicht genug Raum. Daher sei es Aufgabe der Nationalbibliothek mit ihrer herausragenden Islamsammlung, die Aufmerksamkeit darauf zu lenken und das Bewusstsein der Israelis für die Kultur des Islam zu vergrößern, sagte Ukeles. Die Bibliothek verfüge über eine Sammlung von 1.800 islamischen Manuskripten.

Bayerns Kultusminister: verlässliche Schule trotz WM

Auch während WM verlässliche Schule nötig

Bayerns Kultusminister Bernd Sibler (CSU) hat Kinder und Jugendliche sowie Lehrer und Eltern dazu aufgerufen, bei der baldigen Fußballweltmeisterschaft ihre schulischen Pflichten nicht zu vergessen. "Ich habe vollstes Verständnis für jeden Fan, der die Spiele seiner Mannschaft verfolgen möchte", sagte Sibler. Doch auch während der WM sei eine verlässliche Schule nötig. "Ein späterer Unterrichtsbeginn, ein früheres Unterrichtsende oder das Verschieben von lange geplanten Schulaufgaben und Abschlussprüfungen aufgrund eines Fußballspiels wird im Regelfall an unseren Schulen nicht möglich sein", erklärte der Minister.

Bibliothekare fordern mehr finanzielle Unterstützung

Stärkere Einbindung in die Digitalisierungsstrategien von Bund, Ländern und Gemeinden notwendig

Bibliothekare in Deutschland fordern mehr finanzielle Unterstützung von Politik, Ländern und Kommunen. Durch mehr Nutzer stiegen die Anforderungen an die Einrichtungen, erklärten der Verein Deutscher Bibliothekarinnen und Bibliothekare (VDB) und der Berufsverband Information und Bibliothek (BIB). Die Verbände fordern eine bessere finanziellen Grundausstattung. Zusätzlich sei eine deutlich stärkere Einbindung von Bibliotheken in die Digitalisierungsstrategien von Bund, Ländern und Gemeinden notwendig. Die 3.000 öffentlichen Bibliotheken in Deutschland, die hauptamtlich betrieben werden, übernähmen zentrale Aufgaben bei der Bildung. Sie äußerten sich zum Auftakt des Deutschen Bibliothekartags in Berlin.

Anklage gegen Jean-Claude Arnault erhoben

Arnault steht im Zentrum des Nobel-Skandals in Schweden

Jean-Claude Arnault ist in zwei Fällen wegen Vergewaltigung einer Frau im Jahr 2011 angeklagt worden. Die Beweise gegen Jean-Claude Arnault seien so stark und ausreichend, dass Anklage erhoben werden könne, so die schwedische Staatsanwältin Christina Voigt gegenüber der Nachrichtenagentur AP. Arnault zählt zu den führenden Kulturschaffenden in Schweden. Er ist mit der Dichterin Katarina Frostenson verheiratet, die der Schwedischen Akademie angehörte, die den Literaturnobelpreis vergibt. Im Zuge des Skandals um sexuellen Missbrauch und finanzielle Vergehen hatte sie ihren Rückzug angekündigt. Arnault hat die Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs, die insgesamt 18 Frauen gegen ihn vorgebracht haben, zurückgewiesen.

Sechsstelliger Betrag für Mozart-Brief

Stiftung Mozarteum will Brief einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen

Für einen sechsstelligen Betrag hat die Stiftung Mozarteum Salzburg einen von Wolfgang Amadeus Mozart verfassten Brief an seinen Kollegen und guten Freund Anton Stoll erworben. Mozart bittet Stoll in dem Schreiben wenige Monate vor seinem Tod, ihm die Noten zu zwei Werken zu schicken, die sie zuvor gemeinsam aufgeführt hatten. Mozart garnierte seine Bitte mit einem kurzen Gedicht und einigen Scherzen, datiert ist der Brief mit der Zeile "Scheishäusel den 12. Juli". "So können wir Mozarts frivolen Spaß weltweit einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen", sagte Stiftungs-Präsident Johannes Honsig-Erlenburg. Der Kauf wurde von der österreichisch-deutschen Unternehmerin Maria-Elisabeth Schaeffler-Thumann finanziert.

Forscher: Musikunterricht macht Schüler schlau

Laut niederländischer Neuropsychologen werden Planungsvermögen und Impulskontrolle gestärkt

Musikunterricht verbessert die Leistung von Grundschülern in anderen Fächern. Zu dem Ergebnis kommt eine Studie niederländischer Neuropsychologen und Musikwissenschaftler, über die die Zeitschrift "Psychologie heute" berichtet. Durch Musikunterricht würden geistige Fähigkeiten wie Planungsvermögen und Impulskontrolle gestärkt, die Voraussetzungen für selbstdiszipliniertes und konzentriertes Arbeiten seien, so das Resultat der Studie. Für die Untersuchung beobachteten und testeten die Forscher um Artur Jaschke rund 150 niederländische Grundschüler über einen Zeitraum von zwei Jahren. Eine Gruppe erhielt Musikunterricht, die andere nicht. Zu Beginn der Studie zeigten sich den Angaben zufolge keinerlei Unterschiede bei den Leistungen in Schreiben, Lesen und Rechnen. Nach zwei Jahren hätten die Schüler mit Musikunterricht, in dem sie auch gemeinsam sangen und musizierten, deutlich besser in den Tests der anderen Fächer abgeschlossen als die Schüler ohne Musikausbildung.

Int.Literaturpreis für Ivanka Sajko und Alida Bremer

Preis für übersetzte Gegenwartsliteratur zum zehnten Mal vergeben

Die in Zagreb geborene und in Berlin lebende Autorin Ivanka Sajko und die Übersetzerin Alida Bremer werden für den Roman "Liebesroman" mit dem Internationalen Literaturpreis ausgezeichnet. "Unter der Oberfläche dieses Liebesromans (...) geht es um die Macht und die Ohnmacht des Individuums in der globalisierten Gegenwart", heißt es in der Begründung der Jury. Alida Bremer habe dafür eine mitreißende Sprache gefunden. Der Internationale Literaturpreis, der mit 20.000 Euro für die Autorin und 15.000 Euro für die Übersetzerin dotiert ist, wird zum zehnten Mal verliehen. Das Haus der Kulturen der Welt zeichnen damit zusammen mit der Stiftung Elementarteilchen übersetzte Gegenwartsliteratur aus.

ARD-Vorsitzender Wilhelm plädiert für europäische Plattform

Öffentlich-rechtliche und private Sender sowie Verlage sollen sich anschließen

Der ARD-Vorsitzende Ulrich Wilhelm plädiert für eine europäische Plattform von Sendern und Verlagen. Sie könnte ein Gegengewicht zu US-Konzernen wie Youtube oder Facebook sein, erklärte Wilhelm. "Der Mehrwert bestünde zum einen in gemeinsamer Reichweite und der Freiheit, vielfältige Erlösmodelle zu realisieren - das wäre für die werbetreibenden privaten Anbieter zentral. Zum anderen wären die Nutzer sicher, dass sie dort Qualitäts-Inhalte bekommen", so Wilhelm. Denkbar sei auch, dass sich Institutionen aus Wissenschaft und Kultur wie Universitäten, Theater und Museen. Die Initiative für die Plattform solle von Frankreich und Deutschland ausgehen. Beim Plattform-Projekt müssten Verleger und Öffentlich-Rechtliche an einem Strang ziehen. Beide streiten sich seit Jahren - auch auf gerichtlicher Ebene - darum, was den Sendern an Textberichterstattung im Internet erlaubt ist. Wilhelm plädiert seit Beginn seiner Amtszeit dafür, dass das "gemeinsame Interesse" mehr ins Gewicht fallen müsse als die Gegensätze.

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