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Thema / Archiv | Beitrag vom 05.05.2006

Freud-Enkelin: Psycho-Analyse ist "narzisstischer Luxus"

Sigmund Freud, 1928 (AP / Sigmund Freud Museum)
Sigmund Freud, 1928 (AP / Sigmund Freud Museum)

Die Enkelin von Sigmund Freud, Sophie Freud, nimmt die Verdienste ihres Großvaters um die moderne Psychologie mit Humor. "Ich würde heute sagen, es ist ein narzisstischer Luxus, sich jeden Tag auf die Couch zu legen und eine Stunde über sich selbst zu sprechen", sagte die 82-Jährige am Freitag im Deutschlandradio Kultur. Zwar behaupteten manche Menschen, die Psychoanalyse habe ihnen sehr geholfen. Wenn man diese Menschen kenne, bemerke man das allerdings nicht immer.

Sie selbst habe nie eine Psychoanalyse gemacht, offenbarte die Psychologin und Soziologin. "Ich bin jetzt im Rückblick auch froh darüber, denn man unterwirft sich einem anderen Menschen, den man eigentlich kaum kennt." Eine derartige Abhängigkeit sei ihr nie angenehm gewesen.

Ihre Beziehung zum Großvater beschrieb die Enkelin des Psychoanalytikers als eher distanziert. "Jetzt spielen die Großeltern mit ihren Enkeln auf dem Fußboden, das war damals ganz anders." In ihrer Familie sei es stets sehr formal zugegangen. Gleichzeitig sei Freud darin das unbestrittene Oberhaupt gewesen. "Sein Wort war die Regel für die ganze Familie."

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