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Interpretationen / Archiv | Beitrag vom 18.11.2012

"Fremd bin ich eingezogen, fremd zieh ich wieder aus"

Franz Schuberts "Winterreise"

Gast: Peter Härtling, Moderation: Jürgen Liebing

Winter (AP)
Winter (AP)

"Mit fünfzehn Jahren hörte ich zum ersten Mal mein Lied." So beginnt der Schriftsteller Peter Härtling seinen Essay "Der Wanderer" über den Dichter Wilhelm Müller und den Komponisten Franz Schubert. "Sein" Lied, das ist das erste aus der "Winterreise": "Fremd bin ich eingezogen, fremd zieh ich wieder aus."

Dieser Zyklus von Wilhelm Müller und Franz Schubert hat Peter Härtling sein Leben lang nicht losgelassen. Ein Ergebnis seiner fortwährenden Beschäftigung ist auch eine besondere Aufnahme mit der Bratschistin Tabea Zimmermann, dem Pianisten Hartmut Höll und der Sopranistin Mitsuko Shirai. Sie bildet gleichsam den roten Faden dieser "Interpretationen", in denen aber auch Dietrich Fischer-Dieskau, Thomas Quasthoff, Christine Schäfer und andere musikalisch zu Wort kommen.

Die "Winterreise" ist für Peter Härtling aber mehr als ein musikalisches Ereignis, sie ist für ihn höchst aktuell als Sinnbild für die Heimatlosigkeit in einer unbehausten Welt.

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