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Dienstag, 11.05.2021
 
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Kulturnachrichten

Freitag, 22. Januar 2021

Freispruch für Kunstmäzen Kavala aufgehoben

Ein Berufungsgericht in der Türkei hat den vor einem Jahr erlassenen Freispruch für den inhaftierten Intellektuellen und Kunstmäzen Osman Kavala aufgehoben. Die Richter in Istanbul entschieden einstimmig, dass der Fall erneut von dem zuständigen Gericht geprüft werden soll. Auch der Freispruch für acht Mitangeklagte wurde aufgehoben. Kavala ist seit November 2017 in Haft. Ihm werden neben einer Beteiligung an dem Putschversuch im Jahr 2016 auch politische und militärische Spionage vorgeworfen. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International kritisierte die Entscheidung als "politisch motiviert". Das Gericht begründe die Entscheidung damit, dass zuvor nicht alle Sachverhalte ausreichend betrachtet worden seien. Das zeige, dass man Kavala im Gefängnis festhalten wolle.

Preisverleihung beim Filmfestival Max Ophüls Preis

Am Samstag Abend entscheidet sich, wer die 16 Preise des Filmfestivals Max Ophüls Preis in diesem Jahr gewinnt. Seit Montag waren 50 Filme im Wettbewerb - darunter zwölf Spielfilme, zehn Dokumentationen, zehn mittellange Filme und 18 Kurzfilme. Der Gesamtwert der Preise beträgt mehr als 118.000 Euro. Wegen der Corona-Pandemie findet das Festival in diesem Jahr als reine Online-Ausgabe statt. Wie zuvor alle Filme wird auch die Preisverleihung auf der festivaleigenen Streaming-Plattform übertragen. Benannt ist das Festival nach dem in Saarbrücken geborenen Regisseur Max Ophüls. Es gilt als eines der wichtigsten Filmfestivals für deutschsprachige Nachwuchs-Filmemacher.

Grütters: Corona-Hilfen für Kultur aufstocken

Kulturstaatsministerin Monika Grütters zieht eine positive Zwischenbilanz der Kulturhilfen in der Corona-Pandemie. Die Mittel reichten jedoch in Anbetracht des verlängerten und verschärften Lockdowns bei weitem nicht aus, sagte die CDU-Politikerin in Berlin. Die Förderstruktur sei mit dem Programm "Neustart Kultur" geschaffen, die Mittel müssten deutlich um 1,5 Milliarden Euro aufgestockt werden. Darüber hinaus bemühe sie sich sehr, dass die Kultureinrichtungen, die als erste schließen mussten, nicht die letzten sind, die wieder öffnen dürfen. Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats, Olaf Zimmermann, sprach von einem "nicht enden wollenden Alptraum" für die Kulturbranche. Je größer die Kultureinrichtung sei, desto besser komme sie durch die Krise. Für die private Kulturwirtschaft sei es deutlich schwieriger und für die Solo-Selbstständigen eine immense Herausforderung.

Youtube sperrt Ken-FM-Kanal endgültig

Youtube hat den Kanal "KenFM" endgültig gesperrt. Die Videos von Ken Jebsen hätten zum dritten Mal gegen die Covid-19-Richtlinien verstoßen, teilte ein Sprecher des Google-Videoservices mit. Nach den Regeln von Youtube werde ein Kanal in diesem Fall dauerhaft gelöscht. Der Dienst hatte bereits im Mai vergangenen Jahres dafür gesorgt, dass Jebsen kein Geld durch Werbeeinblendungen verdienen kann. Schon im November war der Zugang zu seinen Videos zeitweise gesperrt. In der neurechten Szene ist der 2011 vom RBB entlassene Journalist Jebsen eine prominente Figur. In seinen Videos behauptet er unter anderem, der Microsoft-Mitgründer Bill Gates denke darüber nach, Menschen im Rahmen von Impfungen gezielt zu sterilisieren.

Annett Gröschner erhält Kunstpreis Berlin

Die Schriftstellerin und Journalistin Annett Gröschner ("Moskauer Eis") erhält in diesem Jahr den mit 15 000 Euro dotierten Großen Kunstpreis Berlin. Das teilte die Akademie der Künste mit. Die Auszeichnung soll am 18. März erfolgen. Gröschner stammt aus Magdeburg und lebt seit 1983 in Berlin. "Ob es Berliner Wasserstraßen sind oder die Berliner Frauenbewegung in Ost und West, ob es um Berlin zu Zeiten der Cholera und Hegels Todesumstände geht, um die Linie IV oder Kleingartenkolonie Parzelle Paradies – Annett Gröschner ist eine unermüdliche Chronistin der Stadt, ihrer Geschichte, ihrer Veränderung und natürlich ihrer Bewohner:innen", hieß es zur Begründung. Sie sei Flaneurin und wandelndes Stadtarchiv gleichermaßen. Der Kunstpreis Berlin wurde 1948 in Erinnerung an die März-Revolution von 1848 vom Berliner Senat gestiftet.

Concertgebouw-Orchester läutet Sperrstunde ein

Das Amsterdamer Concertgebouw-Orchester will die abendliche Ausgangssperre im Land musikalisch einläuten. Jeden Abend um Punkt 21 Uhr werde ein kleines Konzert auf Instagram gegeben, teilte das Orchester mit. Zur ersten Sperrstunde am Samstag spielt ein Kammerensemble des weltberühmten Orchesters den ersten Teil des Septetts in Es-Dur op. 20 von Ludwig van Beethoven. Damit wollen man allen Niederländern Trost bieten. Die Konzerte würden tagsüber aufgenommen, denn auch die Musiker würden sich an die Sperrstunde halten. In den Niederlanden gilt zum ersten Mal seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs eine landesweite nächtliche Ausgangssperre, um die Corona-Pandemie einzudämmen.

FFP2-Maskenpflicht schlägt Oberammergauer Barterlass

Die FFP2-Maskenpflicht in Bayern sorgt im Passionsspielort Oberammergau für ungewohnte Maßnahmen: Damit die Maske gut sitzt, stellt die Spielleitung die männlichen Darsteller teilweise vom Haar- und Barterlass ab Aschermittwoch frei. "Wer sich lieber rasiert, damit die Maske optimal sitzt, soll das selbstverantwortlich entscheiden können", heißt es. Wichtiger als ein Rauschebart sei langes Haupthaar. Der Haar- und Barterlass wird traditionell am Aschermittwoch im Vorjahr der Passion verkündet. Als symbolischer Akt wird dabei ein Plakat aufgehängt, das alle Darstellerinnen und Darsteller auffordert, ab sofort das Haupthaar - und bei den Männern auch den Bart - wachsen zu lassen. Glatt rasiert sind bei den Spielen, die auf das Pestgelübde der Oberammergauer von 1634 zurückgehen, nur die Darsteller der Römer.

Filmprojekt zum Jahrestag des Wuhan-Lockdowns

Kurz vor dem Jahrestag des Beginn des Lockdowns in der chinesischen Metropole Wuhan wird in der Volksrepublik ein staatliche gefördertes Filmprojekt zu dem Ereignis veröffentlicht. Zum Werk "Days and Nights in Wuhan", das eine Hommage an die Millionenstadt darstellt, haben 30 Filmemacher beigetragen. Sie porträtierten das Leiden der etwa 11 Millionen Einwohner sowie des medizinischen Personals und anderer Berufsgruppen. Es handelt sich um mindestens die dritte Dokumentation zum Lockdown in Wuhan. Zuvor hatte etwa der Künstler und Aktivist Ai Weiwei eine Dokumentation veröffentlicht ("Coronation"), die in China allerdings boykottiert wurde. Der Lockdown in Wuhan war am 23. Januar 2020 angeordnet worden, er dauerte 76 Tage.

Berliner Karneval der Kulturen abgsagt

Der Berliner Karneval der Kulturen am Pfingstwochenende - eine der größten Straßenpartys in Deutschland - wird auch für dieses Jahr abgesagt. Das habe das zuständige Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg einstimmig entschieden, teilte der Bezirk mit. Aufgrund der Corona-Pandemie könnten im Frühjahr und Sommer keine großen Veranstaltungen oder Feste im öffentlichen Straßenland oder in Grünanlagen stattfinden. Den Karneval der Kulturen gibt es seit 1996. Traditionell locken die multikulturelle Parade und das Straßenfest Hunderttausende Besucher an. Abgesagt wurden ebenfalls das Berliner MyFest am 1. Mai und das schwul-lesbische Parkfest im Volkspark Friedrichshain im Sommer.

James Bond-Stuntman Rémy Julienne ist tot

Er überlebte zahlreiche Autounfälle und einen abenteuerlichen Freiluft-Flug über Venedig, doch gegen das Coronavirus war Stuntman Rémy Julienne machtlos: Der Franzose, der an mehreren James-Bond-Filmen mitwirkte und als einer der führenden Stuntmen weltweit galt, starb im Alter von 90 Jahren in seiner zentralfranzösischen Heimatstadt Montargis an den Folgen einer Coronainfektion, wie seine Familie mitteilte. Weil Julienne mit fast wissenschaftlicher Präzision an seine Arbeit ging, nannte ihn der französische Regisseur Claude Lelouche einmal "den Einstein der Stuntmen". Er doubelte Schauspiel-Legenden wie Sean Connery, Roger Moore, Alain Delon und Jean-Paul Belmondo und koordinierte auch die Stunts in sechs James-Bond-Filmen, darunter "In tödlicher Mission" von 1981.

Jugend durch Verschwörungstheorien gefährdet

Die Kommission für Jugendmedienschutz fordert, im Internet kursierende Verschwörungstheorien und Falschmeldungen rund um Corona zu ahnden. Der Vorsitzende Marc Jan Eumann erklärte, diese Formen von Desinformation könnten Jugendliche nachhaltig ängstigen, verunsichern und desorientieren. Auf Veranlassung der Kommission haben die 14 Landesmedienanstalten mehr als 700 relevante Webseiten, Youtube-Kanäle und Social-Media-Angebote zu dem Thema untersucht. In rund 35 Prozent der Fälle stellten sie dabei einen Anfangsverdacht auf strafbare, jugendgefährdende oder entwicklungsbeeinträchtigende Inhalte fest. Diese würden nun geprüft.

Frankfurter Opern-Intendant bleibt bis 2028

Bernd Loebe bleibt bis 2028 Intendant und Geschäftsführer der Oper Frankfurt. Der Magistrat der Stadt Frankfurt folgte der Empfehlung von Kulturdezernentin Ina Hartwig und stimmte einer frühzeitigen Vertragsverlängerung zu. Hartwig lobte Loebes "herausragende Inszenierungen", die überregional Maßstäbe gesetzt und so dem Haus zu einem anhaltend guten Ruf verholfen hätten. Loebe bedankte sich für das Vertrauen der Stadt. Er sehe dies auch als Zeichen einer seltenen Einmütigkeit zwischen der Oper Frankfurt und ihrem Träger. Bernd Loebe ist seit der Spielzeit 2002/2003 Intendant. Seither wurde die Oper Frankfurt mehrmals zum "Opernhaus des Jahres" gewählt.

Autor und Theaterkritiker André Müller sen. gestorben

Der Kölner Autor und Theaterkritiker André Müller sen. ist tot. Der Verfasser von Komödien, Romanen, Anekdoten und Essays sei am Donnerstag im Alter von 95 Jahren gestorben, teilte der Eulenspiegel Verlag mit, in dem viele seiner Bücher erschienen sind. Bekannt war Müller sen. - bürgerlich eigentlich Willi Fetz - auch für seine Freundschaft mit dem Dramatiker Peter Hacks (1928-2003). Von Müller sen. erschien unter anderem "Gespräche mit Peter Hacks". Darin geht es etwa um den deutsch-deutschen Literaturbetrieb. Zudem war der in Köln geborene Autor Shakespeare-Spezialist.

Sanders-Meme mit eigener Webseite

Bernie Sanders in praktischer Winterjacke und Strickhandschuhen auf Moskaus Rotem Platz, am Strand von Usedom oder direkt vor dem eigenen Zuhause: Nach dem Internethype um seinen "grumpy chic" (miesepetriger Stil) am Tag von Joe Bidens Amtseinführung ist eine Webseite entstanden, mit der jede und jeder den Senator aus Vermont an einem Ort seiner Wahl platzieren kann: bernie-sits.herokuapp.com. Sanders Outfit, das so gar nicht ins präsidiale Setting passen wollte, war nach Bidens Amtseinführung viral gegangen. Auf Twitter kursierten nach kürzester Zeit unzählige Foto-Montagen. Sanders Handschuhe hatten vor etwa einem Jahr schon einmal Berühmtheit erlangt. Damals trug er sie noch als Kandidat bei den demokratischen Vorwahlen, die Joe Biden später gewann.

Bibliotheken: E-Books wie gedruckte Bücher behandeln

Mehr als 600 Leiter und Leiterinnen von Bibliotheken in Deutschland haben in einem offenen Brief an die Bundestagsabgeordneten eine rechtliche Nachbesserung beim Verleih von E-Books gefordert. Der Deutsche Bibliotheksverband verwies auf das Beispiel einer Bestsellerliste für Sachbücher: Derzeit verweigerten die Verlage den Bibliotheken 70 Prozent der neu erscheinenden E-Books für die Ausleihe. "Lizenzen für die Ausleihe werden häufig erst nach monatelanger Wartezeit, oftmals auch gar nicht eingeräumt", heißt es. Der freie Zugang zu Wissen und Information unabhängig von Bezahlschranken sei aber ein Grundrecht. Gerade in Corona-Zeiten setzen die Bibliotheken auf digitale Ausleihen, in Berlin gibt es dafür beispielsweise einen kostenlosen Ausweis.

Bayreuther Festspiele mit neuen Formaten

Die Bayreuther Festspiele bieten coronabedingt neue Formate an. So sei eine Installation zum Thema "Götterdämmerung" einer japanischen Künstlerin geplant, sagte Festspielleiterin Katharina Wagner der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Eine Neukomposition von "Rheingold" solle am Teich des Festspielparks uraufgeführt werden. Trotz der Verschiebung des "Rings der Nibelungen" wolle man ein künstlerisch ansprechendes Programm bieten, nicht nur reine Oper - so Wagner. Auch zu "Siegfried" sei etwas geplant. Vor ein paar Jahren sei das Streaming von Vorstellungen noch abgelehnt worden. Jetzt aber werde man anders darüber nachdenken. Die Bayreuther Festspiele waren 2020 wegen der Pandemie ausgefallen, diesen Sommer sollen sie stattfinden - allerdings anders.

Staatsbibliothek Berlin für mehr Autonomie

Die 1661 gegründete Berliner Staatsbibliothek wünscht sich wesentlich mehr Autonomie. Das sagte Generaldirektorin Barbara Schneider-Kempf der Deutschen Presse-Agentur. Bisher arbeitet die "Stabi" genannte Bibliothek unter dem Dach der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Der Wissenschaftsrat hatte die Arbeit der Staatsbibliothek in einer Analyse sehr positiv bewertet und für "fachliche Unabhängigkeit" der Einrichtung geworben. In der Reformkommission für die Stiftung zeichnet sich allerdings wieder eine Dachstruktur in neuer Form ab. Am Montag wird der Standort Unter den Linden nach 16 Jahren der Sanierung bei laufendem Betrieb wiedereröffnet - coronabedingt zunächst digital.

Hamburg benennt Promenade nach Jan Fedder

Der vor etwas mehr als einem Jahr gestorbene Hamburger Schauspieler Jan Fedder wird in seiner Heimatstadt mit einer Promenade geehrt. Wie der Senat mitteilte, soll ein bislang offiziell namenloser Bereich an den Landungsbrücken nach dem Darsteller benannt werden. Die Idee für die Jan-Fedder-Promenade stammt demnach von dessen Witwe Marion Fedder: "Hier war die Kneipe seiner Eltern, in der er aufgewachsen ist - am Hafenrand ist er groß geworden, hat hier gedreht, und es war bis zuletzt sein Lieblingsplatz". In Hamburg entscheidet eine Senatskommission über die Benennung von Straßen und Plätzen - in der Regel zwei Jahre nach dem Tod. Für Fedder, der durch seine Rolle in der Polizeiserie "Großstadtrevier" bekannt war, soll eine Ausnahme gemacht werden.

Musik Festival SHMF verlängert Intendant Kuhnt

Christian Kuhnt bleibt für weitere fünf Jahre Intendant des Schleswig-Holstein Musik Festivals (SHMF). Der Stiftungsrat habe Kuhnts Vertrag vorzeitig verlängert, teilte das Festival mit. Der in Mainz geborene 54-Jährige steht seit Oktober 2013 an der Spitze eines der größten Klassikfestivals Europas, sein Vertrag wäre eigentlich 2022 ausgelaufen. Man sei sehr froh, dass man Kuhnt für eine weitere Amtsperiode habe gewinnen können, sagte der Vorsitzende des Stiftungsrates, Sven Murmann. "Wir haben mit ihm einen unermüdlichen Impulsgeber an Bord, der das Festival beständig weiterentwickelt." Kuhnt erklärte, er freue sich sehr, dass die Entdeckungsreise mit dem Festival durch Schleswig-Holstein noch lange nicht zu Ende sei.

Karneval von Rio fällt wegen Corona aus

Rio de Janeiro hat seinen wegen der Corona-Pandemie zunächst auf Juli verschobenen Karneval jetzt für dieses Jahr komplett abgesagt. Bürgermeister Eduardo Paes sagte, es sei "unsinnig", weiter darauf zu hoffen, dass im Juli die Voraussetzungen dafür gegeben seien. Paes zufolge soll das weltberühmte Großereignis erst im kommenden Jahr wieder stattfinden. "Im Jahr 2022 können wir - wenn wir alle richtig geimpft sind - das Leben und unsere Kultur mit all der Intensität feiern, die sie verdienen", so Paes. Für die Menschen und Vereine, die monatelang an der Vorbereitung des Karnevals gearbeitet hatten, stellte der Bürgermeister Finanzhilfen in Aussicht. Brasilien verzeichnet nach den USA die weltweit höchste Zahl von Todesopfern der Corona-Pandemie.

Vielen Britischen Museen droht Corona-Aus

Die Beschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie machen britischen Museen und Galerien zunehmend zu schaffen. Mehrere Kunststätten kämpften ums finanzielle Überleben, teilte die unabhängige Wohltätigkeitsorganisation Art Fund in London mit. Mehr Hilfe sei nötig, um vor allem kleinere Museen zu unterstützen. Mit einem Notfallfonds habe man nur 15 Prozent der Antragsteller unterstützen können. Derzeit stehen rund 2,5 Mio Euro an Hilfsgeldern bereit - bei Anträgen in Höhe von mehr 18 Mio Euro. Die jüngsten Untersuchungen hätten ergeben, "dass sechs von zehn Museen, Galerien und historischen Häusern um ihre Zukunft bangen", sagte Art-Fund-Chefin Jenny Waldman. Kürzlich hatte das Florence-Nightingale-Museum in London angekündigt, vorerst dicht zu machen.

Neuer James-Bond-Film wieder verschoben

Das Warten auf den 25. James-Bond-Film geht weiter. Die Produzenten teilten mit, dass "Keine Zeit zu sterben" weltweit nun erst am 8. Oktober in die Kinos kommen soll. Der Start des Agententhrillers mit Daniel Craig war in Deutschland eigentlich für den 31. März geplant. Wegen der Corona-Pandemie war schon in den vergangenen Wochen über eine erneute Verschiebung spekuliert worden. In vielen Ländern sind die Kinos derzeit geschlossen. Auch der Filmstart von "Bios", einem Science-Fiction-Film mit Tom Hanks in der Hauptrolle, wurde verschoben. Er soll nun erst Mitte August statt im April anlaufen.

Facebook überprüft Trump-Sperre

Facebook lässt die unbefristete Sperre des ehemaligen US-Präsidenten Trump von einem unabhängigen Gremium prüfen, das für Streitfälle zwischen dem Online-Netzwerk und seinen Nutzern eingerichtet wurde. "Wir glauben, dass unsere Entscheidung notwendig und richtig war", betonte Facebooks Politikchef Nick Clegg bei der Ankündigung des Schritts. Entscheidungen des Gremiums sind bindend für das Unternehmen und können auch nicht von Gründer Mark Zuckerberg überstimmt werden. Facebook hatte Trump nach dem Sturm seiner Anhänger aufs Kapitol in Washington bis auf Weiteres gesperrt - und mindestens für zwei Wochen bis zur Amtseinführung seines Nachfolgers Joe Biden.

Google droht Australien mit Abschalten

Als Reaktion auf ein geplantes Mediengesetz in Australien droht Google, seine Suchmaschine dort abzuschalten. Nach Plänen der Regierung sollen Internetriesen wie die Google-Mutter Alphabet und Facebook künftig lokale Medienunternehmen bezahlen, wenn sie deren Inhalte verbreiten. Das Vorhaben sei nicht umsetzbar und für Google mit finanziellen Risiken verbunden, die nicht kalkuliert werden könnten, sagte Mel Silva, die Geschäftsführerin für Googles Aktivitäten in Australien, bei einer Anhörung im Senat. Den australischen Markt zu verlassen sei die "einzig rationale Entscheidung, wenn dieses Gesetz verabschiedet würde". Premierminister Scott Morrison: "Wir reagieren nicht auf Drohungen."

Uffizien in Florenz öffnen wieder

Die Uffizien in Florenz sind nach 77 Tagen Schließung wegen der Corona-Pandemie wieder geöffnet. Es sei wirklich Zeit, wieder zu öffnen, sagte der deutsche Direktor, der Kunsthistoriker Eike Schmidt der Nachrichtenagentur AFP. Er plädierte für den direkten Zugang zu den großartigen Werken in den Uffizien. Sie gehörten jedem einzelnen Italiener - und damit idealerweise der Menschheit. Die zurückliegende Schließung der Uffizien war die längste seit dem Zweiten Weltkrieg. Vorerst dürfen nur Besucher kommen, die sich bereits in der Toskana aufhalten. Die Uffizien sind auch nur von Dienstag bis Freitag geöffnet. Das Museum verzeichnete für jeden Monat der Schließung Einnahmeverluste von rund vier Millionen Euro. In den Uffizien, einem der bekanntesten Kunstmuseen der Welt, befinden sich Werke von Leonardo da Vinci, Michelangelo und Raffael.

Netflix-Erfolgsserie "Bridgerton" bekommt zweite Staffel

Die Netflix-Erfolgsserie "Bridgerton" bekommt eine zweite Staffel. Das teilte der Streamingdienst per Twitter mit. Die erste Staffel der Serie war Ende 2020 gestartet, die zweite Staffel soll nun ab dem Frühjahr gedreht werden. Die Serie basiert auf einer gleichnamigen Romanreihe und dreht sich um das Leben und die Tanzbälle der Londoner High Society im frühen 19. Jahrhundert. Produziert wird "Bridgerton" von Shonda Rhimes, die unter anderem als Schöpferin der Krankenhausserie "Grey's Anatomy" bekannt wurde.

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