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Feiertag - Kirchensendung / Archiv | Beitrag vom 08.09.2013

Frauenversteher, Leistungsverweigerer, Therapeut

Neue Bilder von Jesus von Nazareth

Von Juliane Bittner

Die Christus-Statue auf dem Corcovado in Rio de Janeiro bei Mondenschein. (AP Archiv)
Die Christus-Statue auf dem Corcovado in Rio de Janeiro bei Mondenschein. (AP Archiv)

Für die einen ist er der Sohn Gottes und damit konkurrenzlos, für andere ein Sozialrevolutionär, für wieder andere ein Religionsstifter aus grauer Vorzeit - Jesus von Nazareth ist eine Figur, an der man sich reiben kann und soll. Welche Bilder zeichnet die Bibel von diesem Mann, welche haben die Menschen von ihm gemalt, und wie kann man ihn neu sehen?

Jesus von Nazareth. Für die einen ist er der Sohn Gottes und damit konkurrenzlos. Für andere ein Sozialreformer, immer lieb zu allen. Lieb zu den Menschen, lieb zu den Tieren, lieb zu den Pflanzen. Für wieder andere ist er ein Religionsstifter aus grauer Vorzeit. Oder sie sehen in ihm die tragische Gestalt eines Idealisten, der an den gesellschaftlichen Konventionen seiner Zeit kläglich gescheitert ist. Andererseits ist überliefert, dass die Leute ihn "Fresser und Säufer" (Lk 7,34) nannten, dass er sich weigere, zur Volksbeglückung Wunder zu vollbringen, sich politisch nicht instrumentalisieren ließ und sogar seinen Mördern vergeben konnte – eine solche Persönlichkeit passt einfach in keine Schublade. Welche Bilder zeichnet die Bibel von diesem Mann, und welche haben die Menschen sich von ihm gemalt? Jesus, der Jude; Jesus, der Frauenfreund; Jesus, der Sozialarbeiter; Jesus, der Spalter, Jesus, der Christus - eine Figur, an der man sich reiben kann und soll.

Jesus, der Freund

Die biblischen Schriftsteller haben Jesus von Nazareth als einen Mann geschildert, der Freunde um sich gesammelt hat. Er hat Freundschaften geschlossen und auch seine Jünger untereinander zu Freunden gemacht. Besonders deutlich wird das, als er kurz vor seinem gewaltsamen Tod von den Jüngern Abschied nimmt und sagt: "Ich nenne euch nicht Knechte, denn der Knecht weiß nicht, was sein Herr tut. Vielmehr hab ich euch Freunde genannt, denn ich habe euch alles mitgeteilt, was ich von meinem Vater gehört habe." (Joh 15,15) Jesus behandelt die Jünger weder wie Angestellte noch als Meisterschüler, sondern wie Freunde. Er teilt sich ihnen mit, vertraut ihnen an, was er in seinem Herzen von Gott erfahren hat. Den Gipfel dieser Freundschaftsfähigkeit sieht der Evangelist Johannes in der Bereitschaft Jesu, für seine Freunde sogar zu sterben: "Denn es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt." (Joh 15,13)

Die Intensität und Intimität dieser Freundschaft, zu der Jesus Christus fähig war, fasziniert bis heute. Und viele haben sich von dieser Haltung anstecken lassen oder sich zumindest nach einer ähnlichen tiefen Beziehung gesehnt. Der Kirchenlehrer Augustinus zum Beispiel schreibt: "Ohne Freund kommt einem nichts freundlich vor". Man ahnt ein Seufzen, weil es ihm wohl nicht vergönnt war, solch einen Freund zu finden.

Als mir meine Enkelin vor einiger Zeit stolz erzählte, wie viele "Freunde" sie auf Facebook hätte, war ich zunächst irritiert: Wie kann man denn jemanden einen Freund nennen, von dem man gerade mal weiß, dass er Hip-Hop gut und Mathematik doof findet und sich mit den Eltern zofft? Da wird das Wort Freund doch recht inflationär gebraucht.

Jesus hat den Freunden sein Herz geöffnet. Hat das Leben mit ihnen geteilt. Freunde schenken einander Anteil an dem, was sie im Innersten bewegt, einer freut sich am anderen, einer trägt an der Last des anderen mit. Das allerdings geht nur im "richtigen Leben", nicht im virtuellen. Ich wünsche meiner Enkelin, dass sie fähig wird zu echter Freundschaft und ihrerseits Freundschaft erfährt als eine Begegnung von Herz zu Herz.

Jesus, der Leistungsverweigerer

Viele Zeitgenossen definieren sich in ihrem Beruf und im familiären Umfeld über die Leistung. Sie wollen sich und anderen ihren Wert beweisen, indem sie ständig unter Strom stehen – ob als Manager oder als Mutter. Die Folgen solchen Leistungsdrucks: Immer mehr Menschen fühlen sich ausgebrannt, sind seelisch erschöpft, haben keine Freude am Leben mehr. Sie gehören zu den Getriebenen.

Jesus von Nazareth stieg aus diesem Karussell permanenter Leistungssteigerung aus. Er erlaubte es sich und den Menschen seiner Umgebung, so zu sein, wie sie sind. Vermittelte ihnen, dass sie von Gott geliebt sind, auch dann, wenn sie nach menschlichen Kriterien als Versager gelten, die nichts auf die Reihe bringen.

Wie Gott die Leistungsspirale durchbricht, verdeutlichte Jesus mit einer Geschichte (Mt 20,1-16): Er erzählte von einem Weinbergsbesitzer, der früh am Morgen Arbeiter für die Weinlese anwirbt und sie sogleich zur Arbeit schickt. Das Gleiche tut er noch einmal drei Stunden später, ein zweites Mal sechs Stunden später, und sogar noch eine Stunde vor Dienstschluss wirbt er Arbeiter an. Als Lohn vereinbarte er jeweils einen Denar. Als der Chef am Ende des Tages den ausgemachten Lohn zuerst den zuletzt angeheuerten Arbeitern auszahlt, also denen, die sich gerade mal eine Stunde abgemüht haben, erwarten jene Arbeiter, die sich den ganzen Tag lang krumm gelegt haben, logischerweise mehr Lohn. Doch ihre Rechnung geht nicht auf: Auch sie erhalten den einen Denar, den sie mit dem Weinbergsbesitzer vereinbart haben.

Jesus stellt mit seiner Geschichte das Leistungsprinzip auf den Kopf: Ihm geht es um Treue und Zuverlässigkeit bei dem, was einer tut.

Du brauchst dich nicht über deine Leistung zu definieren, will er sagen, befreie dich doch vom Druck, immer der Beste sein zu wollen, immer zu funktionieren und es allen Recht machen zu wollen. So befreit vom Ballast überzogener Erwartungen könnten ungeahnte innere Quellen von Kreativität, von Fantasie und neuer Freude am Leben zu sprudeln beginnen.

Jesus, der Frauenversteher

Als Jesus von Nazareth am Kreuz hing, harrten Frauen bei ihm aus. Seine männlichen Anhänger waren geflohen. Denn ungefährlich war es nicht, einen zum Tode Verurteilten zu begleiten: Die Römer kreuzigten nämlich Angehörige oder Freunde, die um ihn weinten, gleich mit. Sie duldeten keine Sympathisanten. Für die Männer in der Kirche dürfte es seitdem ziemlich beschämend sein, dass ihre Geschlechtsgenossen damals feige waren.

Der Evangelist Markus, der diese Szene dokumentiert, schreibt von den vielen Frauen, die Jesus nachgefolgten, als er in Galiläa unterwegs war und schließlich nach Jerusalem kam. (Mk 15,40) Er gebraucht dabei den gleichen Ausdruck für "nachfolgen" wie bei den Jüngern, also den Männern. Das war neu. Denn damals scharte ein Rabbi ausschließlich Männer um sich. Die Berichte im Neuen Testament lassen darauf schließen, dass die Frauen im Jüngerkreis Jesu sowohl gleichwertig als auch gleichberechtigt waren. Zog Jesus durch die Lande, waren immer auch Jüngerinnen um ihn, zu denen er eine persönliche Beziehung aufbaute.

Für diese Beziehungen hat der Evangelist Lukas einen besonderen Blick. Er erzählt von Frauen, die Jesus von bösen Geistern und Krankheiten geheilt hat: Maria Magdalena, Johanna, Susanna zum Beispiel. (Lk 8,2f) Jesus hat sie berührt, sie aufgerichtet und von "Dämonen" befreit. Wir nennen die "Dämonen" heute Depression, Autoaggression oder Borderline. Jesus von Nazareth hat den Frauen ihren Wert, ihre Würde gegeben. Er hat sie ernst genommen. Und ihnen seine Botschaft anvertraut. Dabei waren die Frauen nicht nur passiv, nicht allein Empfangende: Denn sie stellten ihm ihre Fähigkeiten zur Verfügung, beispielsweise die weibliche Begabung, eine Atmosphäre zu schaffen, in der das Leben aufblühen kann, in der man sich wohlfühlt und geborgen und in der man auch schwach sein darf.

In der Geschichte des Christentums haben viele Frauen aus dieser Freundschaft zu Jesus Christus gelebt. Teresa von Ávila ließ sich von ihm ermutigen, zu sich als Frau zu stehen in einer frauenfeindlichen Umgebung. Hildegard von Bingen hatte den Mut, kleinkarierten Klerikern die Leviten zu lesen. Edith Stein folgte Jesus als die "Nonne mit dem Judenstern" im KZ Auschwitz in den Tod. Auch sie war überzeugt: Jesus Christus lebt seine Freundschaft über den Tod hinaus. Sie wusste: Ich habe Gott zum Freunde.

Jesus, der Therapeut

Jesus von Nazareth war ein guter Therapeut. Die Bibel berichtet jedenfalls von zahlreichen Krankenheilungen: Die in sich gekrümmte Frau, die verloren am Rande einer Gemeindeversammlung sitzt, ruft er zu sich. Er spricht sie an, lockt sie heraus aus dem Schneckenhaus ihrer Selbstisolation. Den Taubstummen nimmt er beiseite, schafft ihm so einen geschützten Raum, damit er zu reden wagt. Vielleicht haben andere ihn ja mundtot gemacht. Einem von allen ängstlich gemiedenen Aussätzigen streckt er seine Hand entgegen.

Die Krankheiten, die Jesus Christus so erfolgreich therapiert hat, sind psychosomatischer Natur: Blindsein kann damit zu tun haben, dass ich manches nicht sehen will. Lähmung gründet oft in einer existenziellen Angst, die mich blockiert. Und wer sich selbst ablehnt, sich nicht wohl fühlt in seiner Haut, grenzt sich von selbst aus.

Der Evangelist Markus schreibt über die Begegnung Jesu mit dem Aussätzigen: "Jesus hatte Mitleid mit ihm. Er streckte die Hand aus, berührte ihn und sagte: ‚Ich will es – werde rein!’" (Mk 1, 41f) Am Beginn der Heilung steht das Mitleid. Jesus nimmt die Gefühle dieses Mannes wahr und berührt ihn genau dort, wo er verwundet ist. Indem sich Jesus "die Hände schmutzig macht" - Aussätzige galten ja als unrein - schafft er Beziehung zu ihm. Wer mit Menschen zu tun hat, die sich selbst nicht annehmen können, der weiß, was einem da entgegenkommt an Bitterkeit, an Groll und Aggressivität. Viele ziehen sich da lieber zurück, sie fürchten, selber "unrein" zu werden, wenn sie sich in diesen Strudel negativer Gefühle hineinziehen lassen.

Diese Angst kennt Jesus nicht. Er berührt den Kranken. Dann sagt er zu ihm: "Ich will es - werde rein!" Jesus entmündigt den Mann nicht, sondern weckt ihn ihm das Bewusstsein dafür, was er selbst für sich tun kann. Er stärkt seinen Willen, damit er nicht mehr nur bei den anderen die Schuld für sein Elend sucht. Und auch Hilfe soll er nicht allein von den anderen erwarten. Jesus fordert ihn auf, Verantwortung für sich und sein Leben zu übernehmen: "Steh zu dir", sagt er, "und hör auf, dich selbst zum Aussätzigen zu machen! Ich will, dass du wieder zu dir, deinen Nächsten und zu Gott in Beziehung trittst." Was Jesus damals getan hat, wird heute von Ärzten und Psychologen weitergeführt.

Jesus, der Konfliktfähige

Jesus von Nazareth ist angeeckt. Denn er hat niemandem nach dem Munde geredet. Seine Konsequenz hat ihm die Feindschaft eingebracht von Leuten, die durch ihn ihre religiösen und wirtschaftlichen Interessen bedroht sahen. Einen solchen Konflikt schildert der Evangelist Markus: Jesus kommt in den Tempel von Jerusalem und sieht die Geldwechsler und Händler da sitzen und ihre Geschäfte machen, zum Beispiel mit dem Verkauf von Tauben als Opfertiere. Das macht ihn wütend, er stößt die Tische der Geldwechsler und die Stände der Taubenhändler um, treibt Händler wie Käufer aus dem Tempel. (Mk 11, 15-19) Als die Hohenpriester und Schriftgelehrten von dem Vorfall hören, suchen sie nach einer Möglichkeit, ihn umzubringen - so kommentiert Markus die Folgen dieses Wutausbruchs.

Sicher hätte Jesus vorsichtiger, diplomatischer vorgehen können; er hätte den Dialog mit den Händlern suchen oder das weltliche Treiben im Gotteshaus ignorieren können. Doch offensichtlich waren ihm die Ehre und der Wille Gottes wichtiger. Und es ging ja um das Haus Gottes, das ein Haus des Gebetes sein soll, kein "Konsumtempel".

Durch diese "Tempelreinigung" hatte er sich besonders die Sadduzäer zu Feinden gemacht. Zu dieser religiösen Gruppe gehörten reiche Priester und wohlhabende Familien, die geschäftlich mit Griechen und Römern kooperierten. Dem Handel folgte der Wandel: Die Sadduzäer übernahmen den Lebensstil ihrer Geschäftspartner. Sie begannen, sich nicht mehr um die Gebote zu kümmern, die Gott dem Volk Israel gegeben hatte. Durch Jesus von Nazareth sahen sie also ihre wirtschaftlichen Interessen bedroht.

Weil Jesus Christus authentisch von Gott spricht und dessen Willen tut, weckt er Zorn und Hass bei denen, die sich durch ihn in ihrem Gottesbild und ihrer Lebensweise verunsichert fühlen. Wer Farbe bekennt und Gesicht zeigt, wird immer auch anecken und Feindschaft erfahren. Das konsequente Handeln Jesu macht mir Mut, für meine Überzeugungen einzustehen. Das kann bedeuten, einen Konflikt zuzulassen und auszuhalten, um mir und meinen Überzeugungen treu zu bleiben. Es kann aber auch bedeuten, den Kompromiss zu suchen. Damit ich das eine vom anderen unterscheiden kann, bitte ich Gott um Klarheit und dann um den Mut, das Richtige auch tun zu können.

Jesus, der Einsame

"Leben ist Einsam-Sein. Kein Mensch kennt den anderen, jeder ist allein." Kein gutes Wort am Morgen, ich weiß, es ist auch nicht von mir, sondern von Hermann Hesse. Ich fürchte, er drückt damit das Daseinsgefühl vieler Menschen aus. Trotz aller Vernetzung und immer neuer sozialer Kommunikationsmittel fühlen sie sich einsam. Sie haben viele Kontakte, doch keine wirkliche Beziehung; sie treffen sich, aber begegnen sich nicht. Sie vereinsamen inmitten der Menge.

Glaubt man den Autoren des Neuen Testaments, dann war Jesus von Nazareth nahezu ständig von Menschen umlagert, die alles Mögliche von ihm erwarteten: Sie bedrängten ihn, ihnen die Hände aufzulegen und sie zu heilen. Er sollte zu ihnen sprechen, ihre Kinder segnen, ihnen helfen zu leben, und vor allem sollte er Wunder tun.

Die Evangelisten beschreiben den ständigen Andrang, den Jesus aushalten musste. Aber sie berichten auch, dass er mitten unter den Menschen einsam war. Ja, er hatte Freunde und Freundinnen wie die Geschwister Lazarus, Marta und Maria, oder die Jünger und Jüngerinnen, die mit ihm unterwegs waren. Doch im Grunde seiner Seele muss er sich oft einsam und unverstanden gefühlt haben; der Evangelist Markus zitiert Jesus mit dem Stoßseufzer: "O du ungläubige Generation! Wie lange muss ich euch noch ertragen?" (Mk 9,19) Ein Gefühlsausbruch, der zeigt: Es war auch für den Sohn Gottes frustrierend, sich selbst seinen Anhängern nicht verständlich machen zu können. Denn immer wieder interpretierten die ihn falsch. Oder kreisten um sich und ließen ihn ausgerechnet dann allein, wenn er ihre Freundschaft, ihr Mitgefühl, ihren Trost dringend gebraucht hätte. Bei aller Nähe blieb also eine Distanz.

Jesus Christus konnte vieles von dem, was ihn bewegte, wofür er brannte, den anderen nicht vermitteln. Der biblische Befund tröstet mich, wenn ich mich missverstanden und allein gelassen fühle. Wenn ich fürchte, keiner hält zu mir, wenn ich scheitere, alle wissen alles besser und lassen mich im Regen stehen. Manchmal besinne ich mich dann, dass Jesus Christus versprochen hat, mit mir durch meine Einsamkeiten zu gehen. Dann, also manchmal, wage ich es, mir einzugestehen, dass ich einsam bin und versuche, tapfer zu sein. Denn "eigentlich" weiß ich ja: Jesus Christus lässt mich nie allein.

Jesus von Nazareth. Die Persönlichkeit des jüdischen Wanderpredigers, wie sie das Neue Testament überliefert, ist immer wieder überraschend und faszinierend. Der Mann hatte das Temperament eines Anführers. Selbstsicher forderte er die Menschen auf, sich zu entscheiden: "Bleibt bei mir, wenn ihr mir glaubt - oder geht." Auf Mitläufer konnte er verzichten. Er zwang keinen in den Himmel; dort sind nur Freiwillige.

Jesus von Nazareth wollte die Menschen herauslieben aus ihren Ängsten, aus der Schuld - damit sie innerlich frei werden und zur "Fülle des Lebens" finden, wie er sagte. Viele verstanden das nicht, und so klingt in manchen Worten Jesu auch an, wie einsam er sich gefühlt haben mag. Schließlich wurde er für verrückt erklärt, verraten, gefoltert. Sein Tod am Kreuz war die tödliche Konsequenz einer Liebe, die bis zum Äußersten geht. Und solch radikale Liebe bleibt nicht im Tod stecken: "Jesus ist auferstanden." Immer wieder verkündeten seine Freunde dieses Geheimnis. Das Entscheidende jedoch tat der Auferstandene selbst. Er redete mit ihnen, er aß mit ihnen, er lächelte ihnen zu. Mit eigenen Augen sahen die Jünger und Jüngerinnen, dass er lebt. Und sie verstanden: Ja, er ist der Sohn Gottes. All die Bilder, die das Neue Testament von ihm zeichnet, wollen zu einer persönlichen Begegnung führen mit Jesus, dem Christus. Damit jeder einmal sagen kann: "Ich weiß, wem ich glaube."

Literatur dieser Sendung
• Anselm Grün: Bilder von Jesus, Vier-Türme-Verlag Münsterschwarzach, 2001
• Hermann Hesse: Glasperlenspiel, Aufbau-Verlag Berlin, 1984

Die redaktionelle und inhaltliche Verantwortung für diesen Beitrag hat der katholische Senderbeauftragte für Deutschlandradio Kultur, Pfarrer Lutz Nehk.

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