Das Feature, vom 29.10.2021, 20:05 Uhr

FrauenliteraturmonatSasha Marianna Salzmann stört das Schema

Von Jenny Marrenbach

Zunächst am Theater, inzwischen auch in der Literaturwelt, ist Sasha Marianna Salzmann ein Shootingstar: Die Buchseiten werden zum Experiment mit Identität, auch mit der eigenen.

Die Autorin Sasha Marianna Salzmann auf der Lit Cologne, 2019. (Imago / Horst Galuschka)
Die Autorin Sasha Marianna Salzmann 2019 auf der Lit Cologne. (Imago / Horst Galuschka)

Der Name Sasha ist selbst ausgesucht, nach dem Urgroßvater. Aufgewachsen in Moskau und im Alter von zehn Jahren mit den jüdischen Eltern nach Deutschland emigriert, spricht die nichtbinäre AutorIn und DramatikerIn mehrere Sprachen.

Tradition und Erinnerung scheinen überall in Salzmanns Werk verstreut - auch im zweiten Roman „Im Menschen muss alles herrlich sein“, der soeben bei Suhrkamp erschienen ist.

In Berlin unternimmt dieses Porträt eine Spurensuche: Wo beginnt für Sasha Marianna Salzmann Herkunft? Wo endet die individuelle Entscheidungsfreiheit? Und wie weit reicht die Fiktion ins eigene Leben? Wie weit muss die Kunst Teil politischer Intervention sein?

Starre und endgültige Antworten darauf gibt es nicht. Aber wer Salzmann begleitet, erkennt Fluidität bald als Stärke.

Frauenliteraturmonat
Sasha Marianna Salzmann stört das Schema
Von Jenny Marrenbach

Regie: die Autorin
Redaktion: Tina Klopp
Produktion: Deutschlandfunk 2021

Jenny Marrenbach wurde 1985 in Dortmund geboren, Studium der Geschichte und Politik in Bochum, Montpellier und Bremen. Seit 2011 Featureautorin, unter anderem ausgezeichnet mit dem CNN-Award, dem Kurt-Magnus-Preis und dem Juliane Bartel Medienpreis 2017. Derzeit betreut sie einen mehrsprachigen Podcast von Deutschlandfunk Kultur und dem Goethe-Institut.

Abonnieren Sie unseren Newsletter!