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Fazit / Archiv | Beitrag vom 09.05.2019

Französischer Pavillon in VenedigReise ins Innere eines Meerestieres

Laure Prouvost im Gespräch mit Vladimir Balzer

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Ein Besucher betrachtet im französischen Pavillion eine Arbeit der Künstlerin Laure Prouvost auf der Art Biennale Venedig 2019. Die internationale Kunstausstellung ist für das Publikum vom 11. Mai bis 24. November geöffnet. (Felix Hörhager/dpa)
Verschlungen und nicht geradlinig, wie die Lebenswege von Menschen - eine Arbeit der Künstlerin Laure Prouvost im französischen Pavillion auf der Biennale in Venedig (Felix Hörhager/dpa)

Der französische Pavillon auf der Biennale in Venedig hat keinen Haupteingang. Die Künstlerin Laure Prouvost zeigt damit, dass Zutritt auch über Nebenwege stattfinden kann - und berührt damit die Frage der Migration nach Europa.

Man erreicht Ziele nicht immer geradlinig, sondern oft über Umwege. Das sei auch eine politische Frage, sagt die französische Multimediakünstlerin Laure Prouvost im Gespräch mit Deutschlandfunk Kultur. Sie hat das Konzept für den französischen Pavillon in Venedig entwickelt.

"Es ist oft interessanter, sich einen eigenen Weg zu suchen. Hier laufen Sie durch einen Pfad voller Pflanzen, Sie machen sich vielleicht die Schuhe schmutzig. Dann gehen Sie nach oben in den ersten Stock und es wird hell. Dieses Gefühl wollte ich erreichen."

Die Künstlerin Laure Provoust steht beim Interview mit Vladimir Balzer vor dem Französischen Pavillon. (Vladimir Balzer/Deutschlandradio)Laure Provoust im Interview mit Vladimir Balzer vor dem französischen Pavillon. (Vladimir Balzer/Deutschlandradio)

Der Pavillon erinnert an das Innere eines Meerestieres. Ihr Konzept sei erst vor Ort in Venedig entstanden, berichtet Prouvost. Es gehe darum, wie sich die Menschen vermischen. Sie könne nicht nur Frankreich repräsentieren, sagt Prouvost, die in London lebt und 2013 den renommierten Turnerpreis erhalten hat.

"Keiner steht nur für sich. Hier geht es um Repräsentation: einmal von Venedig, aber dann gibt es auch viele historische Bezüge. Das hat auch mit Kolonialisierung zu tun. In Venedig treffen Vergangenheit und Zukunft aufeinander. Diese Arbeit ist für Venedig gemacht. Es geht darum, woher wir kommen und wohin wir gehen."

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