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Kulturnachrichten

Sonntag, 6. Mai 2018

Französischer Autor Mathias Énard geehrt

Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung verliehen

Der Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung 2018 ist an den französischen Schriftsteller und Übersetzer Mathias Énard verliehen worden. Mit dem Preis werden Autoren geehrt, die der Freiheit das Wort geben. Énard sei "ein virtuoser und vielsprachiger Vordenker der orientalischen Renaissance", hieß es in der Begründung der Jury. Die mit 15 000 Euro dotierte Auszeichnung wurde am heutigen Sonntag vom Vorsitzenden der CDU-nahen Stiftung, Norbert Lammert, in Weimar verliehen. Lammert nannte die Romane des in Barcelona lebenden Autors ein kosmopolitisches Werk des Friedens und der Freiheit. Énard hatte zeitgenössische Kunst studiert und später die arabische und persische Sprache erlernt. Für seinen Roman "Kompass" erhielt er bereits im vergangenen Jahr den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung.

Ludwig Harig ist tot

Saarländischer Schriftsteller starb im Alter von 90 Jahren

Der Schriftsteller Ludwig Harig ist tot. Der gebürtige Sulzbacher (Saar) verstarb gestern in seinem Heimatort im Alter von 90 Jahren, wie die Familie dem Saarländischer Rundfunk bestätigte. Bis 1974 war Harig Volksschullehrer, danach widmete er sich ausschließlich der Literatur. Er begann mit experimentellen Texten und Lyrik. Der Durchbruch gelang ihm mit einer autobiographischen Romantrilogie "Ordnung ist das ganze Leben". Harigs Werk wurde mehrmals ausgezeichnet, unter anderem mit dem Heinrich-Böll-Preis.

Johnny Cashs Elternhaus wird Kulturdenkmal

Cash: "Ohne Dyess wäre ich nicht, was ich bin"

Das Elternhaus vom Country-Musiker Johnny Cash ist zum Kulturdenkmal erklärt worden. Cash, der in dem Ort Dyess im US-Bundesstaat Arkansas in einfachen Verhältnissen aufwuchs, lebte bis zum Schulabschluss in dem Haus. Die Familie baute auf dem acht Hektar großen Grundstück unter anderem Baumwolle an. Cash verbrachte viel Zeit auf den Feldern. Musik erleichterte den oft harten Alltag. Im Alter von zwölf Jahren begann Cash eigene Songs zu schreiben. Der Musiker, Familienmitglieder und zahlreiche Biografen hätten die Jahre in Dyess und auf der Farm Nummer 266 als Schlüssel seiner späteren musikalischen Karriere bezeichnet, teilte das Programm für Kulturdenkmäler AHPP mit. Ziel sei stets gewesen, aus Dyess wegzuziehen, sagte Cash dem AHPP zufolge: "Wäre ich dort nicht aufgewachsen, wäre ich nicht, was ich heute bin." Cash ist vor fünfzehn Jahren gestorben.

Neuer Preis würdigt Engagement von Buchverlagen

Auszeichnung ist mit insgesamt 65.000 Euro dotiert.

Zum ersten Mal wird in diesem Jahr der neue Berliner Verlagspreis vergeben. Er soll Buchverlage würdigen, die sich durch ein herausragendes Programm und verlegerisches Engagement auszeichnen. Die von den Senatsverwaltungen für Kultur und für Wirtschaft ins Leben gerufene Auszeichnung umfasst einen Haupt- und zwei Förderpreise. Die Preise sind insgesamt mit 65.000 Euro dotiert. Bewerben können sich in Berlin ansässige Verlage, deren Jahresumsatz - je nach der Kategorie des Preises - unter zwei Millionen oder einer Million Euro liegt. Die Bewerbungen werden zwischen dem 11. Mai und dem 31. Juli entgegengenommen. Die Preisverleiung findet am 11. November im Deutschen Theater Berlin statt.

Kein Wechsel bei der Akademie der Künste

Jeanine Meerapfel bleibt Präsidentin

Die Präsidentin der Akademie der Künste in Berlin, Jeanine Meerapfel, ist bei einer Mitgliederversammlung für weitere drei Jahre im Amt bestätigt worden. In einer Pressemitteilung ist von „einer breiten Zustimmung für die Filmemacherin die Rede. Die Vizepräsidentin Kathrin Röggla wurde ebenfalls wiedergewählt. Die Akademie der Künste gilt als eine der renommiertesten Kulturinstitutionen in Deutschland. Ihre Aufgabe ist es, die Künste zu fördern und die Politik in kulturellen Fragen zu beraten.

Karin Henkel erhält den Theaterpreis Berlin

Regisseurin spendet Preisgeld an einen Verein für IS-Opfer.

Zum Auftakt des Berliner Theatertreffens wurde die Regisseurin Karin Henkel mit dem Theaterpreis Berlin ausgezeichnet. Die gebürtige Kölnerin erhält den Preis der Stiftung Preußische Seehandlung für ihre herausragenden Verdienste um das deutschsprachige Theater. Henkel untersuche in ihren Inszenierungen konsequent die Grundbedingungen sozialen Zusammenlebens, erklärte die Jury des Theaterpreises: "So wie ihre Tragödien bisweilen mit sarkastischem Witz gesättigt sind, zeigen ihre Komödien die tragische Grundierung von Humor, und ihr feines Gespür für ihre Schauspielerinnen und Schauspieler ermöglicht es Karin Henkel, diese Grenzen beständig neu auszuloten." Die Auszeichnung ist mit 20 000 Euro dotiert. Das Preisgeld spende Henkel dem in Berlin ansässigen Verein Háwar.Help und insbesondere dessen Projekt "Back to Life", teilten die Berliner Festspiele mit. In dem Projekt wird jesidischen Frauen geholfen, die Opfer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) geworden sind.

Pariser Museum veranstaltet Nacktführung

Ziel ist ein besonders konzentriertes Kunst-Erlebnis.

Das Pariser Museum Palais de Tokyo hat erstmals eine Nacktführung veranstaltet. Rund 160 bis auf die Schuhe entkleidete Menschen besichtigten das Museum für moderne Kunst. Auf der Facebook-Seite des beteiligten Pariser Naturistenvereins hatten sich fast 28.000 Menschen als interessiert gemeldet. Den Organisatoren ging es um ein neuartiges und besonders konzentriertes Kunst-Erlebnis.

Umstrittene Karl-Marx-Statue in Trier enthüllt

Demonstrationen während der Feierlichkeiten.

In Trier ist eine umstrittene Karl-Marx-Statue enthüllt worden. Politiker aus Deutschland und China weihten die mehr als 5 Meter hohe Bronzestatue ein. Das Geschenk der Volksrepublik China hatte bereits im Vorfeld einen Streit entfacht. Unter anderen hatte die Schriftstellervereinigung PEN-Zentrum Deutschland auf die schlechte Lage der Menschenrechte in China verwiesen und gefordert, die Statue vorerst nicht einzuweihen. Auch während der Feierlichkeiten in der Geburtsstadt von Karl Marx demonstrierten mehrere Gruppen. Einer der Vorwürfe: Die Stadt Trier und das Land Rheinland-Pfalz ließen sich für eine Machtdemonstration des chinesischen Staates missbrauchen.

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