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Kulturnachrichten

Dienstag, 31. Juli 2018

Frankreich führt Handyverbot an Schulen ein

Gilt für Vorschulen, Grundschulen und weiterführende Schulen

Das französische Parlament hat ein gesetzliches Handyverbot an Frankreichs Schulen beschlossen. Das Handyverbot wird an Vorschulen, Grundschulen und weiterführenden Schulen gelten. Es betrifft demnach Kinder und Schüler im Alter von drei bis 15 Jahren. Französische Gymnasien (Lycées) haben die Möglichkeit, ebenfalls ein Handyverbot einzuführen, sind aber nicht dazu verpflichtet.
Die neue Regelung sieht ein Komplettverbot internetfähiger Geräte wie Handys, Tablets und Smartwatches in allen Räumlichkeiten und bei schulischen Aktivitäten auch außerhalb des Schulgebäudes vor. Ausnahmen gibt es für den Gebrauch für den Unterricht selbst sowie für Kinder mit einer Behinderung.

Plácido Domingo als Dirigent in Bayreuth ausgebuht

Wichtige Arie war dem Spanier am Pult nicht gelungen

Plácido Domingo ist als Dirigent bei den Bayreuther Festspielen von Teilen des Publikums ausgebuht worden. Nach der "Walküre" gab es am Dienstagabend zwar auch Applaus für den 77-jährigen Spanier - die Unmutsbekundungen aber waren deutlich zu hören. Domingo hatte zuvor weitgehend solide durch den zweiten Teil von Richard Wagners "Ring des Nibelungen" geführt. Ausgerechnet die große Arie "Winterstürme wichen dem Wonnemond" drohte dem Maestro am Pult zu Beginn aber etwas zu entgleiten. Auch Tenor Stephen Gould als Siegmund musste ein paar Buhs einstecken. Vorbehaltlos gefeiert wurden dagegen Anja Kampe als Sieglinde, John Lundgren als Wotan und Catherine Forster als Brünnhilde. "Die Walküre" in einer Inszenierung von Frank Castorf ist ein Überbleibsel aus dem jüngsten und sehr umstrittenen Bayreuther "Ring". Die Festspiele dauern noch bis zum 29. August.

Facebook sperrt Konten wegen politischer Kampagne

Noch ist unklar, wer hinter der Aktion steckt

Facebook ist nach eigenen Angaben einer koordinierten politischen Beeinflussungskampagne auf die Spur gekommen. 32 Seiten und Konten mit unechten Identitäten seien gesperrt worden, teilte der Betreiber des größten sozialen Netzes mit. Sie hätten mehr als 290.000 Follower gehabt und über 30 Veranstaltungen im vergangenen Jahr organisiert. Eines der gesperrten Konten habe einen Gegenprotest zu einer Kundgebung weißer US-Nationalisten unterstützt. Die Bemühungen, die wahren Betreiber der Konten zu verschleiern, seien intensiver als bei den russischen Aktivitäten 2016 gewesen. Ein solches Verhalten sei bei Facebook nicht erlaubt, insbesondere wenn den Nutzern verborgen bleibe, wer tatsächlich hinter den Konten stecke. Das Unternehmen sei erst am Anfang der Ermittlungen und kenne noch nicht alle Fakten und wer hinter der Aktion stecke, erklärte Facebook.

Preußenstiftung sieht sich für Zukunft gut aufgestellt

Präsident Parzinger weißt Kritik von Kulturstaatsministerin zurück

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz, eine der größten Kultureinrichtungen der Welt, hat sich gegen den Vorwurf der Behäbigkeit verteidigt. "Die sammlungsübergreifende Struktur der Stiftung ist wie geschaffen für die heutigen Chancen und Herausforderungen, die die Digitalisierung und Vernetzung mit sich bringen", erklärte Stiftungspräsident Hermann Parzinger. "Alle Einrichtungen arbeiten daran, interne Abläufe so anzupassen, dass das gemeinsame Ganze noch stärker zur Geltung kommt." Kulturstaatsministerin Monika Grütters hatte dagegen in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur gesagt, die riesige Institution sollte schlanker und beweglicher werden. Bei der jetzt anlaufenden Evaluierung müsse man sich auch "unangenehme Fragen" gefallen lassen.

Tiroler Festspiele: Kuhn lässt Amt ruhen

Festspielleiter werden sexuelle Übergriffe vorgeworfen

Unter dem Druck von Vorwürfen sexueller Übergriffe zieht sich der Leiter der Tiroler Festspiele in Erl, Gustav Kuhn, zumindest vorerst zurück. Er lasse seine Funktion als künstlerischer Leiter der Festspiele bis zur vollständigen Klärung mit sofortiger Wirkung ruhen, teilte ein Sprecher der Festspiele mit. Er wolle damit weiteren Schaden von den Festspielen abwenden. Der Schritt sei kein Schuldeingeständnis. Kuhn weise die von fünf Künstlerinnen in einem Offenen Brief geäußerten Vorwürfe weiterhin zurück, hieß es nach einer Sitzung des Stiftungsvorstandes in Wien. Der Vorstand habe die Entscheidung Kuhns begrüßt. Mit der interimistischen Leitung wurde sein bisheriger Stellvertreter Andreas Leisner betraut. Zuletzt hatten fünf frühere Musikerinnen des Festivals massive Vorwürfe gegen den 72-jährigen Festspielgründer erhoben. Die Frauen schrieben von "anhaltendem Machtmissbrauch und sexuellen Übergriffen". Die Innsbrucker Staatsanwaltschaft prüft die Vorwürfe.

Zehetmair: Bilanz der Rechtschreibreform ist gut

Korrekte Rechtschreibung sei auch in Zeiten des Internets noch wichtig

Der frühere Vorsitzende des Rates für deutsche Rechtschreibung, Hans Zehetmair, zieht 20 Jahre nach der Rechtschreibreform eine positive Bilanz. Der ehemalige bayerische Kultus- und Wissenschaftsminister sieht die jahrelange Debatte um die Reform heute als "aufregende Zeit". Es sei "über die Wichtigkeit der Sprache diskutiert" worden, sagte der CSU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. "Das begrüße ich." Eine korrekte Rechtschreibung sei auch in Zeiten des Internets noch wichtig. Zwar habe ihre Bedeutung abgenommen. "Umso wichtiger ist es, dass es noch Rufer in der Wüste gibt." Der heute 81 Jahre alte Politiker war von 2004 bis 2016 Gründungs-Vorsitzender des Rates für Deutsche Rechtschreibung. Die neue Rechtschreibung war zum 1. August 1998 an Schulen und Behörden offiziell eingeführt worden. Die Reform hatte zu heftigen Debatten und gerichtlichen Auseinandersetzungen geführt.

Medien: Kiefer Sutherlands "24" feiert Comeback

Ob Sutherland selbst mitspielen werde, sei unklar

Die Echtzeitserie "24" mit Kiefer Sutherland soll Medienberichten zufolge ein weiteres Mal wiederbelebt werden. Die Serienmacher Joel Surnow und Bob Cochran arbeiteten derzeit am Drehbuch für eine Neuauflage, berichteten die Magazine "Hollywood Reporter" und "Variety" übereinstimmend. Dabei soll diesmal die Vorgeschichte des von Sutherland gespielten Anti-Terror-Agenten Jack Bauer erzählt werden. Es sei aber unklar, ob der 51-Jährige auch selbst mitspielen werde. Die Thrillerserie, in der in 24 Folgen jeweils ein Tag im Leben von Jack Bauer erzählt wird, wurde in acht Staffeln von 2001 bis 2010 ausgestrahlt. Später kehrte Sutherland für eine verkürzte Staffel zurück.

Diskuswerfer Robert Harting wird Kunstwerk

Lichtprojektion in Berlin zum Karriereende

Der Sportler Robert Harting wird kurz vor seinem letzten Auftritt bei einer internationalen Meisterschaft eine besondere Ehre zuteil. Vom 31. Juli bis zum 8. August wird in Berlin im Rahmen des Festival of Lights eine überdimensionale Projektion des London-Olympiasiegers und dreimaligen Weltmeisters auf der Fassade eines Hochhauses am Breitscheidplatz zu sehen sein. "Es ist Robert Hartings letzte Europameisterschaft, und dies in seiner Heimatstadt Berlin. Das Finale einer großartigen Karriere wollen wir mit einer ganz besonderen Kunstaktion dieses Berliner Ausnahmesportlers begleiten und würdigen", sagte Birgit Zander, Leiterin des Festivals. Harting bestreitet bei der EM in Berlin seine letzte große Meisterschaft.

TV-Sender CBS hält trotz Vorwürfen an Chef fest

Unabhängige Ermittlung eingeleitet

Der wegen Belästigungsvorwürfen unter Druck geratene Geschäftsführer des US-TV-Senders CBS bleibt vorerst Chef des Fernsehnetzwerks. Eine unabhängige Ermittlung zu den Anschuldigungen gegen Les Moonves werde eingeleitet, teilte der Konzern mit. In der vergangenen Woche hatte das Magazin "The New Yorker" berichtet, Moonves habe zwischen den 80er und späten Nullerjahren sechs Frauen bedrängt, mit denen er beruflich zu tun hatte. Laut "New Yorker" soll Moonves Berührungen und Küsse bei Geschäftstreffen erzwungen haben. Zwei der Frauen schilderten, er habe sie körperlich eingeschüchtert oder ihnen gedroht, ihre Karrieren zu zerstören. Moonves räumte gegenüber dem Magazin ein, dass es vor Jahrzehnten Zeiten gegeben habe, als er Frauen mit seinen Avancen Unbehagen bereitet haben möge. "Das waren Fehler, und ich bereue sie enorm." Doch habe er nie seine Position missbraucht, um einer Person zu schaden oder deren berufliches Fortkommen zu behindern.

Pussy-Riot-Aktivisten erneut festgenommen

Direkt nach der Freilassung

Nach einer Flitzer-Aktion beim Finale der Fußballweltmeisterschaft sind vier Mitglieder der russischen Protest- und Punkband Pussy Riot erneut festgenommen worden. Drei Aktivistinnen waren sichtlich verblüfft, als sie nach der Freilassung aus einer Moskauer Haftanstalt direkt wieder in Gewahrsam genommen wurden. Pjotr Werzilow, der vierte Protestierende, schrieb auf Twitter, auch er sei erneut festgesetzt worden und bleibe über Nacht eingesperrt. "Was für eine Wendung der Ereignisse!", erklärte er. Die vier hatten gerade erst eine 15-tägige Haftstrafe für ihren WM-Protest abgesessen. Der Grund für die erneute Festnahme war zunächst unklar. Während des Endspiels der Fußballweltmeisterschaft Frankreich gegen Kroatien am 16. Juli hatten die Aktivisten das Spielfeld gestürmt. Dabei waren sie als Polizeibeamte verkleidet gewesen. Schließlich wurden sie von Ordnern niedergerungen und abgeführt. Ein Gericht entschied danach, die Protestierenden hätten gegen Zuschauerregeln verstoßen.

Urteil zu NS-Raubkunst

Zwei Cranach-Bilder bleiben in US-Museum

Zwei von den Nazis geraubte Gemälde des Renaissance-Künstlers Lucas Cranach des Älteren sollen in einem kalifornischen Museum bleiben. Wie ein US-Berufungsgericht entschied, ist das Norton Simon Museum in Pasadena der rechtmäßige Besitzer des zweiteiligen Altarbilds mit einer lebensgroßen Darstellung von Adam und Eva. Für Marei von Saher, Erbin des jüdischen Kunstsammlers Jacques Goudstikker, endet ein langjähriger Rechtsstreit damit mit einer Niederlage. Laut den Gerichtsakten hatte NS-Reichsmarschall Hermann Göring die Familie des Kunsthändlers aus Amsterdam 1940 zum Verkauf dieser Bilder gezwungen. Nach dem Zweiten Weltkrieg hätten die Alliierten die Raubkunst an die Niederlande zurückgegeben. Die Familie Goudstikker habe damals entschieden, die Werke nicht zurückzufordern. Ihr Wert wird heute auf 24 Millionen Dollar geschätzt.

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