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Kompressor | Beitrag vom 21.10.2014

Frage des TagesGibt es keine Platten-Millionäre mehr?

Journalist Oliver Schwesig über die Zukunft der Musikindustrie

Moderation: Christine Watty

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Die Hamburger Band Bessere Zeiten spielt am Freitag (30.10.2009) in Hamburg in dem Plattenladen "Burnout Records" ein Instore-Konzert, im Vordergrund sind Schallplatten zu sehen. (picture alliance / dpa / Angelika Warmuth)
Musik machen, Platten verkaufen, reich werden - das ist mittlerweile eher eine Illusion als ein gutes Geschäftsmodell. (picture alliance / dpa / Angelika Warmuth)

2014 könnte das erste Jahr werden, in der in den USA keine Platin-Auszeichnungen vergeben werden, da keine Platte über eine Million mal verkauft wurde. Daran sollen Streaming-Dienste wie Spotify und Co. schuld sein.

Weder physische Tonträger, noch Downloads erreichen die hohen Verkaufszahlen von einst. Oliver Schwesig, Musikjournalist im Deutschlandradio Kultur, weiß warum: "Das Grauen hat einen Namen: Streamingdienste", sagt er. Anbieter wie Spotify binden demnach die Kaufkraft stark an ihr Angebot und sorgen dafür, dass andere Musikangebote nicht mehr auf Nachfrage stoßen.

"Deren Musikzeitschrift heißt Youtube"

"Der Trend ist unumkehrbar", vermutet Schwesig, auch wenn der Markt für Vinyl-Platten gewachsen sei. Der Wandel hänge mit einem Wechsel der Generationen zusammen. Jugendliche hätten kein Interesse an dem haptischen Genuss eines Tonträgers, etwa am Durchblättern des Booklets "Deren Musikzeitschrift heißt Youtube", sagt Schwesig.

Mehr zum Thema:

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