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Kompressor | Beitrag vom 24.01.2020

Fotokunst 2.0Warum Instagram ins Museum gehört

Moderation: Shanli Anwar

Besucherinnen machen im Supercandy Pop-Up Museum in einem Bällchenbad Selfies.  (dpa/ Rolf Vennenbernd)
Selfi im Bällebad: Im Supercandy Pop-Up Museum in Köln waren im vergangenen Jahr 20 Installationen in der "Made-for-Instagram" Ausstellung begehbar. (dpa/ Rolf Vennenbernd)

Bilder, Bilder und noch mehr Bilder bekommen wir tagtäglich über soziale Medien wie Instagram zu sehen. Wie hat dies die Kunstform Fotografie beeinflusst und wie reagieren etablierte und junge Künstler darauf?

Keine andere Kunstform ist so zum Teil unseres Alltags geworden wie die Fotografie – dank Smartphone, mit dem wir Schnappschüsse mal eben per WhatsApp versenden oder schnell bearbeiten mit Filtern und bei Instagram hochlanden.

Wie verändert dies die Foto-Kunst? Und wie reagieren Fotografinnen und Fotografen darauf? Gibt es große Unterschiede zwischen den jungen "Digital Natives" und den bereits etablierten, weltberühmten und am Markt erfolgreichen Star-Fotografen wie dem Düsseldorfer Andreas Gursky.

Edelabzüge an der Museumswand

Der sorgt sich vor allem um seinen meterhohen Edelabzug an der Museumswand im Pariser Centre Pompidou: "99 Cents", die Darstellung der Regale eines amerikanischen Supermarkts – und: das teuerste Werke der Fotokunst auf der Welt.

Der Abzug des Fotos sei verblichen. Gerne möchte er dem Museum einen neuen Abzug zur Verfügung stellen – vorausgesetzt, der alte wird vernichtet. Doch das verweigert das Museum. Solche Fragen von Bildrechten, Zertifizierung und Nachdruck – so hofft Gursky – könne das geplanten nationale Fotoinstitut in Zukunft klären.

Post Digital Pop

Fragen, die den britischen Künstler Oli Epp wohl kaum beschäftigen. Nach seinem Abschluss vor drei Jahren  hat er all seine Arbeiten – die er Post Digital Pop nennt – über Instagram ausverkauft. Er ist nur einer von vielen jungen Künstlern und Künstlerinnen, die die von Anika Meier kuratierte Ausstellung "Link in Bio. Kunst nach den sozialen Medien" aktuell im Museum der bildenden Künste in Leipzig versammelt.

Werden Werke medial versierter Künstlerinnen und Künstler auch einen Platz im Museum finden? Wie lassen sie sich bewahren und archivieren? Und welche Rolle könnte da das geplante Deutsche Fotoinstitut spielen?

Es diskutieren:
Moritz Wegwerth, Fotograf 
Annekathrin Kohout, Kulturwissenschaftlerin
Alfred Weidinger, Kunsthistoriker und Museumsmanager

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