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Kulturnachrichten

Sonntag, 19. April 2015

Fotografin Katerina Belkina erhält Lucas-Cranach-Preis

Hunderte Künstler hatten sich beworben.

Für ihre Arbeit "Die Sünderin" ist die russische Fotografin Katerina Belkina mit dem Internationalen Lucas-Cranach-Preis ausgezeichnet worden. Das Werk zeige eine schwangere Frau, teilte die Cranach-Stiftung mit. In dem Wettbewerb sollten Künstler den Renaissance-Maler Lucas Cranach den Jüngeren (1515-1586) im zeitgenössischen Kontext beleuchten. Knapp 640 Künstler aus aller Welt setzten sich laut Kultusministerium mit dem Thema "Cranach 2.0" auseinander. Parallel zur gestrigen Preisverleihung in Wittenberg eröffnete eine Schau mit den besten Gemälden, Videos und Plastiken der Preisträger und Nominierten in der Exerzierhalle in Wittenberg. Die Auszeichnung ist mit 6000 Euro dotiert. Ausgeschrieben wurde der Wettbewerb unter anderem von der Lutherstadt Wittenberg und der Lucas-Cranach-Stadt Kronach.

Warnstreik in Berliner Staatsoper

Tänzer lassen Vorstellung ausfallen

Heute fällt der Abend mit Choreographien von Nacho Duato, William Forsythe und Marco Goecke in der Staatsoper im Schiller Theater aus. Das teilte die Gewerkschaft Verdi am Nachmittag mit. Das Theater bestätigte dies auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.
Am Karfreitag hatten die Tänzer bereits die Aufführung von «Dornröschen» in der Deutschen Oper unangekündigt ausfallen lassen. Grund ist ein von den Tänzern angestrebter Haustarifvertrag. Die Stiftung Oper in Berlin und der Deutsche Bühnenverein verweigern nach Angaben von Verdi selbst Sondierungen mit der Gewerkschaft.

Warhols "Mona Lisa" für vier Millionen Euro verkauft

Die Kustmesse Art Cologne ist heute zu Ende gegangen

Auf Deutschlands wichtigster Kunstmesse, der Art Cologne, ist der teuerste Verkauf ein Kunstwerk von Andy Warhol gewesen. Der Siebdruck der vierfachen Mona Lisa "Mona Lisa (four times)" brachte nach Angaben der Messe 4,4 Millionen Dollar ein. Zu haben war auch die "Szene aus dem Sommernachtstraum" von Ernst Ludwig Kirchner - für 7,59 Millionen Euro. Sie fand während der Messe aber offenbar keinen Käufer. Die 49. Art Cologne hatten insgesamt 56 000 Interessenten besucht. Sie konnten unter Werken von 200 Galeristen wählen.

70 Jahre nach Befreiung: Ravensbrück und Sachsenhausen

Gedenkveranstaltungen in Brandenburger Konzentrationslagern

Anlässlich des Jahrestags sind rund 160 Überlebende aus aller Welt nach Brandenburg zurückgekehrt. Außerdem waren Vertreter der Landes- und Bundespolitik sowie Botschafter und ausländische Staatsgäste anwesend. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke rief zu Mitmenschlichkeit und Toleranz auf. Die Verbrechen der Nationalsozialisten in Konzentrationslagern wie Ravensbrück lehrten, Fremdenhass entschieden entgegenzutreten. Annette Chalut, die Ehrenvorsitzende des internationalen Ravensbrück-Komitees, betonte, dass sich die ehemaligen Häftlinge wegen ihres hohen Alters bei der Gedenkfeier vielleicht ein letztes Mal dort versammelt haben. Ravensbrück war das größte Frauenlager der Nationalsozialisten auf deutschem Gebiet. Es starben mehr als 25.000 Frauen und 2.500 Männer an Hunger, Krankheiten oder durch medizinische Experimente. Das Konzentrationslager Sachsenhausen wurde im Sommer 1936 während der Olympischen Spiele bei Berlin errichtet. Im Totenbuch der Gedenkstätte sind die Namen von 22.000 Opfern verzeichnet.

Kleid aus "Vom Winde verweht" für 137.000 Dollar versteigert

Bei der Auktion wurden etwa 150 Erinnerungsstücke angeboten

In Beverly Hills haben mehrere Requisiten des Filmklassikers "Vom Winde verweht" für zehntausende Dollar den Besitzer gewechselt. Ein graues mit Stickereien verziertes Kleid, das Hauptdarstellerin Vivien Leigh in ihrer Rolle als Scarlett O'Hara trug, wurde am Samstag für 137.000 Dollar versteigert, wie das Auktionshaus Heritage Auction mitteilte. Der Schätzpreis des Filmkostüms lag bei 60.000 Dollar. Der frühere Maskenbildner James Tumblin hatte die Sammlung aus dem Fundus der Universal Studios zusammengetragen. O'Haras Strohhut mit grünem Band, das in einer Picknick-Szene am Anfang des Films zu sehen ist, wurde für 52.000 Dollar versteigert, eine rosafarbene Bluse war einem Sammler 32.500 Dollar wert. Der graue Anzug, den Hauptdarsteller Clark Gable in seiner Rolle als Rhett Butler trug, fand für 55.000 Dollar einen neuen Besitzer. Das Bürgerkriegsdrama "Vom Winde verweht" aus dem Jahr 1939 wurde mit mehreren Oscars ausgezeichnet und zählt zu den erfolgreichsten Kinofilmen aller Zeiten.

Ausstellung des Turiner Grabtuchs feierlich eröffnet

Papst Franziskus will das berühmte Stück Stoff am 21. Juni besuchen

Die erste öffentliche Ausstellung des Turiner Grabtuchs nach mehr als fünf Jahren ist mit einer Messe offiziell eröffnet worden. In dem Gottesdienst mit dem Erzbischof von Turin, Cesare Nosiglia, wurde die Ikone heute Morgen feierlich enthüllt. Bis zum 24. Juni können Besucher im Dom der italienischen Metropole das Grabtuch bewundern. Die Stadt erwartet mehr als eine Million Besucher. "La sacra Sindone", wie die Ikone auf Italienisch genannt wird, wurde zuletzt 2010 öffentlich ausgestellt. Der Stoff wird von vielen Gläubigen als Grabtuch Jesu verehrt, allerdings gibt es Zweifel an seiner Authentizität.

Bundesjugendorchester eröffnet "Deutschen Frühling" in Estland

Deutsche Botschaft und Goethe-Institut in Tallinn koordinieren das Programm

Mit einem klassischen Konzert hat das Bundesjugendorchester im baltischen EU-Staat Estland das Kulturprogramm "Deutscher Frühling" eröffnet. Die mehr als 90 Nachwuchsmusiker zwischen 14 und 19 Jahren spielten am Samstagabend in der Hauptstadt Tallinn Werke von Richard Strauss, Franz Schubert und Peter Tschaikowsky. Unter den Zuhörern war auch der berühmte estnische Komponist Arvo Pärt. Beim "Deutschen Frühling" präsentiert sich die Bundesrepublik bis zum 15. Mai mit zahlreichen Veranstaltungen zu Kultur, Wirtschaft, Wissenschaft und Sprache. Der Auftritt der jungen Musiker unter Leitung von Karl-Heinz Steffens, Chefdirigent der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, bildete den Abschluss einer Tournee durch die baltischen Staaten.

R&B-Sänger Johnny Kemp ist tot

Hit "Just Got Paid" machte ihn 1988 berühmt

Der 55-Jährige Kemp sei am Donnerstag leblos treibend vor Montego Bay auf Jamaika gefunden worden, meldete die Promiseite "TMZ.com". Die jamaikanische Polizei bestätigte den Tod Kemps. Die Umstände des Todes waren zunächst unklar. Offensichtlich war Kemp mit einer Kreuzfahrt auf der Insel. Der auf den Bahamas geborene Sänger war als Kind mit seiner Familie nach New York gekommen. 1988 hatte er mit "Just Got Paid" einen Hit, der später von der Boyband N'Sync gecovert wurde.

Bundesgartenschau an der Havel startet

Fünf Städte in Brandenburg und Sachsen-Anhalt sind beteiligt

Bereits am ersten Wochenende der Bundesgartenschau 2015 kamen viele Besucher ins Havelland. "Es läuft gut, der Andrang ist groß", sagte Buga-Sprecherin Amanda Hasenfusz heute. Erstmals in ihrer 65-jährigen Geschichte findet die Schau nicht an einem Ort, sondern in einer ganzen Region statt. Insgesamt fünf Städte in Brandenburg und Sachsen-Anhalt sind beteiligt: Brandenburg an der Havel, Premnitz, Rathenow, Amt Rhinow/OT Stölln und die Hansestadt Havelberg. Die Bundesgartenschau war gerstern im Beisein von Bundespräsident Joachim Gauck mit einem Festakt in Brandenburg an der Havel eröffnet worden. Die Schau zeigt über 50 Hektar Parkanlagen, 50 Themengärten und 32 wechselnde Blumenhallenschauen in zwei Kirchen. Insgesamt sollen rund eine Million blühende Pflanzen präsentiert werden. Bis zum Abschluss der Havel-Bundesgartenschau am 11. Oktober werden rund 1,5 Millionen Gäste erwartet.

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Tomás Saraceno inmitten seiner spinnwebenartigen Installation "On Air" im Palais de Tokyo in Paris. (Deutschlandradio / Kathrin Hondl)

Im Palais de Tokyo in Paris hat der argentinische Künstler Tomas Saraceno riesige Spinnennetze installiert. „On Air“ heißt das Projekt, das eines für den ganzen Planeten sein will: eine politisches wie poetisches Zusammenspiel der Disziplinen.Mehr

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