Das Feature, vom 16.05.2014

Fotografie Walde Huth

Von Simone Hamm

Walde Huth ist die erste Modefotografin, die die Models aus den Studios auf die Straße holt. Vor dem Eiffelturm und am Pariser Pont Neuf fotografiert Walde Huth in den 50er-Jahren Haute Couture.

Ein Model präsentiert Mode vor mehreren Fotografen. (picture alliance / dpa / Jens Kalaene)
Walde Huth war eine innovative Modefotografin und hat während des Krieges für Agfa gearbeitet. (picture alliance / dpa / Jens Kalaene)

Sie gilt als Meisterin des Augenblicks: ein Straßenkehrer neben einem Fotomodell, ein Ahornblatt in einer Pfütze; und sie hat in Dessau studiert, während des Krieges für Agfa gearbeitet. Als die Modezeitschrift Vogue Walde Huth 1955 unter Vertrag nehmen will, lehnt sie ab. Stattdessen geht sie nach Köln, gründet dort mit ihrem Mann, dem Architekturfotografen Karl Hugo Schmölz, ein Studio für Werbung und Public Relations. Bald zählt das Studio der Huths zu den ersten der Republik. Nach dem Tode ihres Mannes will sie nur noch künstlerische Fotos machen. Doch diese Fotos bringen ihr keinen Erfolg. Sie lebt völlig zurückgezogen und verarmt in ihrem ehemaligen Atelier in Köln-Marienburg. Dort stirbt sie 2011. Sie ist zu Unrecht fast in Vergessenheit geraten.

Produktion: DLF 2014

Manuskripte zum Beitrag:

Walde Huth - die Dichterin mit der Kamera (pdf)

Walde Huth - die Dichterin mit der Kamera (text)