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Im Gespräch / Archiv | Beitrag vom 17.12.2014

Foodwatch-Gründer Thilo BodeKönnen Sie Ihr Essen noch genießen?

Moderation: Katrin Heise

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Thilo Bode ist Gründer und Geschäftsführer der Verbraucherschutzorganisation Foodwatch  (Privat)
Thilo Bode ist Gründer und Geschäftsführer der Verbraucherschutzorganisation Foodwatch (Privat)

Thilo Bode legt sich seit Jahrzehnten mit der Lebensmittelindustrie an. Was schmeckt dem "Foodwatch"-Chef und woher nimmt er die Kraft für seinen ausdauernden Kampf? Und was kommt bei ihm an Weihnachten auf den Tisch?

An Weihnachten kommt selbst Thilo Bode mal zur Ruhe und freut sich an einem guten Mahl. Ansonsten kämpft der ehemalige Greenpeace-Manager immer noch, obwohl er das Rentenalter schon überschritten hat. 2002 hat er die Organisation "foodwatch" gegründet. Seitdem legt er sich mit markigen Worten und Kampagnen mit der Lebensmittelindustrie an.

Seine Qualifikation als promovierter Ökonom setzte er fast zeit seines Lebens für die Interessen des Umweltschutzes und der Verbraucher ein. Neben seiner Managementtätigkeit schreibt er Bücher, die provozieren – zuletzt "Die Essensfälscher – Was uns die Lebensmittelkonzerne auf die Teller lügen".

Den Spaß am Essen hat ihm die Beschäftigung mit der Tätigkeit der Lebensmittelindustrie nicht verleidet: "Essen ist ja auch ein wirklich herausragendes kulturelles Ereignis und eine kulturelle Errungenschaft. Und es ist mit Genuss verbunden. Ich persönlich finde es etwas ganz Tolles."

An Weihnachten steht bei ihm in diesem Jahr Fisch auf dem Plan - aber nicht, weil er grundsätzlich keinen Fisch isst. "Es ist ja nicht so, dass diejenigen, die bei Foodwatch arbeiten, irgendwie strengen Ernährungsregeln unterliegen", so Bode. "Wir befassen uns ja nicht mit der absolut korrekten Ernährung, sondern mit der Politik der Nahrung."

 

Mehr zum Thema:

Geschäfte mit Lebensmitteln - Thilo Bode: Spekulation kann tödliche Folgen haben
(Deutschlandradio Kultur, Interview, 15.4.2014)

Kämpfer für Transparenz im Lebensmittelmarkt
(Deutschlandradio Kultur, Buchkritik, 26.9.2010)

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(Deutschlandradio Kultur, Tacheles, 7.8.2010)

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