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Echtzeit | Beitrag vom 11.01.2020

Food-TrendsTischlein deck dich

Moderation: Mandy Schielke

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Auf einem Tisch stehen Schüsseln mit Salat, Weingläser und ein Vase mit Blumen. (Unsplash/Stefan Johnson)
Bei der Auswahl der Speisen interessiert immer mehr Esser, welche CO2-Bilanz regionale Lebensmittel und Bioprodukte aufweisen. (Unsplash/Stefan Johnson)

Ständig verändert sich unser Essen. Neues kommt hinzu, altes fällt weg oder wird wieder entdeckt. Deshalb schaut die "Echtzeit" heute auf Teller und in Gläser. Dort entdecken wir Unerwartetes wie Tee zu Hirsch und Rosenkohl als Getränkebegleiter zum Dinner.

Alkoholfrei ist grundsätzlich gut, aber ob der "Wein des Ostens" mit echtem Rebsaft mithalten kann? Eher in die Kategorie Comeback fällt die Rückkehr des Bitteren. Nachdem der Geschmack aus unserem Lebensmitteln in den vergangenen Jahrzehnten erfolgreich weggezüchtet wurde, zeichnet sich jetzt eine Trendwende ab. Bitter gilt auf einmal als interessant und gesund. Eine, die am Revival mitgearbeitet hat ist Manuela Rüther, die dem Bitteren ein eigenes Kochbuch gewidmet hat. 

Gemeine Wegwarte oder auch Zichorie liegt auf Holzbrettern.  (imago/blickwinkel/F. Hecker)Die Gemeine Wegwarte oder Zichorie ist Heilpflanze des Jahres 2020. (imago/blickwinkel/F. Hecker)
Ob die Rezepte auch gut fürs Klima sind, wissen wir nicht. Die Frage, welche Lebensmittel CO2 produzieren ist grundsätzlich nicht leicht zu beantworten. Bio? Regional? Vegan? Wissenschaftler haben das genau untersucht. Heraus gekommen ist die Planet Health Diet und wir haben danach gekocht. Dagegen erscheint der gute alte Döner Kebab auf den ersten Blick etwas aus der Zeit gefallen. Zumindest von Deutschland aus gesehen.

Der aus Berlin-Kreuzberg stammende Erkan Emre, Inhaber des Imbiss "Kotti Berliner Döner Kebap", bereitet in New York einen Döner Kebap zu.  (picture alliance/dpa/Johannes Schmitt-Tegge)Der aus Berlin-Kreuzberg stammende Erkan Emre, will den Döner in New York zum Erfolg führen. (picture alliance/dpa/Johannes Schmitt-Tegge)

Die New Yorker haben eine ganz andere Perspektive, Fladenbrot mit Grillfleisch ist hier absolut exotisch. Der deutsche Auswanderer Erkan Emre versucht ein Geschäft daraus zu machen und hat das Lokal Kotti Berliner Döner Kebab gegründet. Jetzt muss sich die alte Fleischtasche auf dem Brooklyner Streetfood-Market neben Köstlichkeiten aus aller Welt behaupten. Emres Traum: Eine Dönerkette in den USA. 

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