Das Feature, vom 31.08.2018, 20:10 Uhr

FörderpolitikDie Kultur-Umverteilungsmaschine

Im Zeitalter der Kreativität wollen immer mehr Menschen von der Kunst leben. Doch mit ihren Ideen wirklich Geld zu verdienen, gelingt den wenigsten. Da springt die Gesellschaft in die Bresche und fördert, was sie für gesellschaftlich relevant hält.

Ein Ausschnitt des Hauses des Luckenwalder Stadttheaters. (picture alliance / dpa / Sascha Steinach)
Wer profitiert von der Kulturförderung? (picture alliance / dpa / Sascha Steinach)

Comic, Pop, Oper - die Trennung von U und E ist angeblich aufgehoben; nicht jedoch in der Förderpolitik. Die klassischen Gewerke stecken nach wie vor den Löwenanteil ein.

In Köln zum Beispiel ist jedes Ticket in Schauspiel und Oper mit 165 Euro bezuschusst. Wer profitiert? Und was davon kommt bei den Autoren und Schauspielern an?

Wer hat, dem wird gegeben - ein ähnliches Bild bei den Verwertungsgesellschaften. Woher stammt das Geld, das VG Wort und GEMA verteilen und wie gerecht ist diese Verteilung eigentlich? Erwachsen ist die Idee des Urheberrechts und der nationalen Kultur mit dem Entstehen des Bildungsbürgertums Ende des 19. Jahrhunderts.

Ina Plodroch hat recherchiert, wie sehr die Interessen der Ärztesöhne und Fabrikantentöchter noch heute in der historisch gewachsenen Kulturförderung stecken, und in welchem Ausmaß die gesamte Gesellschaft für die Hobbies der Bessergestellten zahlt.

Produktion: Dlf 2018

Die Kulturumverteilungsmaschine (PDF)

Die Kulturumverteilungsmaschine (Textversion)