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Kulturnachrichten

Samstag, 28. Oktober 2017

Flüchtlingsdoku "Human Flow" ist Oscar-Kandidat

Deutsche Ko-Produktion von Ai Weiwei wurde in Flüchtlingscamps gedreht

Die Flüchtlingsdoku "Human Flow" des in Berlin lebenden Chinesen Ai Weiwei ist unter 170 Filmen, die sich um den Doku-Oscar für das Jahr 2018 bewerben. Die Oscar-Akademie in Beverly Hills gab die eingereichten Filme bekannt. Die deutsche Ko-Produktion des Aktivisten Ai Weiwei wurde in Flüchtlingscamps in mehr als 20 Ländern gedreht. Unter den Kandidaten ist auch der österreichische Film "Ein deutsches Leben" über die gebürtige Berlinerin Brunhilde Pomsel, die von 1942 bis 1945 als Sekretärin für den NS-Propagandaminister Joseph Goebbels tätig gewesen war. Von den 170 Kandidaten werden in einer Vorauswahl 15 Anwärter bestimmt, von denen fünf in die Endrunde kommen. Die 90. Oscar-Verleihung findet am 4. März 2018 in Hollywood statt, die Nominierungen dafür werden am 23. Januar bekanntgegeben.

Jan Wagner nimmt Georg-Büchner-Preis entgegen

Wichtigste deutsche Literaturauszeichnung im Staatstheater Darmstadt verliehen

Der Lyriker Jan Wagner hat den diesjährigen Georg-Büchner-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung erhalten. Die Auszeichnung wurde ihm im Staatstheater Darmstadt verliehen. Der mit 50.000 Euro dotierte Preis gilt als die wichtigste deutsche Literaturauszeichnung. Zur Begründung für die Vergabe des Preises führte die Akademie aus, seine Gedichte "verbinden spielerische Sprachfreude und meisterhafte Formbeherrschung, musikalische Sinnlichkeit und intellektuelle Prägnanz". Aus neugierigen und sensiblen Erkundungen des Kleinen und Einzelnen, mit einem Gespür für untergründige Zusammenhänge und mit einer unerschöpflichen Fantasie ließen sie Augenblicke entstehen, in denen sich die Welt zeige, als sähe man sie zum ersten Mal. Zu den von Wagner bislang vorgelegten Gedichtbänden gehören etwa "Probebohrungen im Himmel", "Achtzehn Pasteten" und "Die Eulenhasser in den Hallenhäusern".

Daniel Brühl besorgt über Lage in Katalonien

Sohn eines Deutschen und einer Spanierin beklagt vorherrschende Engstirnigkeit

Der deutsch-spanische Schauspieler Daniel Brühl fühlt sich angesichts der Lage in Katalonien ratlos und verängstigt. "(.....)Mich schaudert, wenn ich mich umschaue und merke, wie der Konflikt an mich heranreicht, wie ich in meinem ganz persönlichen Umfeld Gräben beobachte, die jeden Tag tiefer werden", sagte der in Barcelona geborene Schauspieler in der "Süddeutschen Zeitung". Brühl, Sohn eines Deutschen und einer Spanierin, beklagte die Engstirnigkeit, die er jetzt in Katalonien wahrnehme. "Die Lage ist so aufgeheizt, dass es in meiner eigenen Familie auseinandergeht(.....)" Im Freundeskreis sei es ähnlich. Vor nicht langer Zeit hätten seine Frau und er noch erwogen, für eine Zeit lang nach Barcelona zu ziehen. Nun aber frage er sich, ob ihm die katalanische Hauptstadt noch Heimat sein könne. Brühl sprach sich klar gegen eine Abspaltung Kataloniens aus. Doch er erwartet, dass das harte Durchgreifen Madrids den Separatisten wieder mehr Zulauf bescheren werde.

Wettbewerb für Münchner Konzerthaus beendet

Bregenzer Büro Cukrowicz Nachbaur Architekten geht als Sieger hervor

Das Bregenzer Büro Cukrowicz Nachbaur Architekten hat den Wettbewerb für das Konzerthaus in München gewonnen. Zweiter im Wettbewerb wurde das Hamburger Unternehmen PFP Planungs GmbH. Auf Platz drei kam die David Chipperfield Architects Gesellschaft aus Berlin. Weitere Preise gingen an 3XN A/S aus Kopenhagen und an Staab Architekten aus Berlin. Im nächsten Schritt wird das Staatliche Bauamt München 1 die fünf Preisträger zu Verhandlungen einladen. Von diesen Gesprächen hängt es ab, wer den Auftrag letztlich bekommt. Das Konzerthaus mit zwei Sälen soll im sogenannten Werksviertel im Münchner Osten errichtet werden. Das bekannte Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Mariss Jansons soll hier eine feste Spielstätte finden.

Hessischer Kulturpreis verliehen

Preis geht an einen Philosophen und einen Naturwissenschaftler

Der Naturwissenschaftler Volker Mosbrugger und der Katholische Theologe und Philosoph Matthias Lutz-Bachmann haben den Hessischen Kulturpreis 2017 erhalten. Wissenschaftsminister Boris Rhein überreichte die mit 45.000 Euro dotierte Auszeichnung in der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Rhein lobte die "exzellente Spitzenforschung" beider Preisträger. Der 1953 in Konstanz geborene Mosbrugger ist seit 2009 Fachmann für Klimawandel und Generaldirektor der Frankfurter Senckenberg-Gesellschaft für Naturforschung. 1998 erhielt er Deutschlands höchst dotierte Wissenschaftsauszeichnung, den Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis. Der 1952 in Frankfurt am Main geborene Lutz-Bachmann lehrt und forscht seit 1994 an der Goethe-Universität unter anderem zur Politischen Philosophie und Ethik. Dort war er von 2009 bis 2015 Vizepräsident. Der Hessische Kulturpreis wird in Anerkennung besonderer Leistungen in Kunst, Wissenschaft und Kulturvermittlung seit 1982 verliehen.

Alejandro Iñárritu erhält Ehren-Oscar

Regisseur wird für Virtual-Reality-Film ausgezeichnet

Der mexikanische Regisseur Alejandro Iñárritu bekommt für seinen Virtual-Reality-Film "Carne y Arena" einen Ehren-Oscar. Das gab die Oscar-Akademie in Los Angeles bekannt. Der Kurzfilm beruht auf Erfahrungen von Menschen, die es geschafft haben, aus Mexiko in die USA zu fliehen. Iñárritu hat bereits Oscars für seine Filme "Birdman" und "The Revenant - Der Rückkehrer" erhalten. Der Ehren-Oscar soll am 11. November in Los Angeles übergeben werden.

Weinstein-Skandal: Produzent verklagt eigene Firma

Ziel ist Zugang zu E-Mails die entlastendes Material enthalten sollen

Nach dem Rausschmiss wegen eines Skandals um sexuelle Übergriffe hat der Hollywood-Produzent Harvey Weinstein die von ihm gegründete Filmfirma verklagt. Weinstein wolle von der "Weinstein Company" die Herausgabe seiner Personalakte und Zugang zu seinem E-Mailkonto erzwingen, berichteten US-Medien. Der Produzent gehe davon aus, dass sich in seinen E-Mails entlastendes Material befinde, heißt es in der Klage. Nach ihren Vorwürfen gegen Weinstein trat die Schauspielerin Rose McGowan erstmals wieder in der Öffentlichkeit bei der "Women's Convention" in Detroit im US-Bundesstaat Michigan auf. McGowan hatte Weinstein vorgeworfen, sie vergewaltigt zu haben. Weinstein streitet das ab. Dutzende Frauen, darunter Schauspielerinnen, haben in den vergangenen Wochen Hollywood-Filmmogul Harvey Weinstein sexuelle Übergriffe vorgeworfen. Die Polizei ermittelt. Der Skandal hat Tausende Frauen veranlasst, in sozialen Medien unter dem Motto «#Metoo» (Ich auch) über ihre Erfahrungen zu berichten.

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