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Tonart | Beitrag vom 02.06.2017

FilmmusikWie ein Song ins Kino kommt

Milena Fessmann im Gespräch mit Martin Böttcher

Fatih Akin, Regisseur des Films "Tschick" (imago stock&people/xFredericx/xFuturexImage )
Ein Film wie "Tschick" von Fatih Akin ist ohne Musik undenkbar. Milena Fessmann von Cinesong hat das Projekt betreut. (imago stock&people/xFredericx/xFuturexImage )

Milena Fessmann berät Filmemacher bei ihrer Musikauswahl. Sie weiß, was ein Song mitbringen muss, damit er es in einen Film wie "Tschick" von Fatih Akin schafft.

Milena Fessmann betreibt die Firma Cinesong in Berlin, die darauf spezialisiert ist, Musik für Filme und Serien auszuwählen. Oft begleitet Fessmann die Projekte vom Drehbuch bis zur Premiere. Anders als in den USA ist dieses Berufsfeld in Deutschland noch recht jung. Es gebe so gut wie keinen amerikanischen Film, der auf so eine Musikberatung verzichtet, sagt sie.

"Bei uns hat das mit 'Lola rennt' Mitte der Neunziger erst so richtig angefangen. Der Markt ist nicht so groß und interessanterweise sind das fast alles Frauen, die das machen."

Fessmann hat die Musik für Filme wie "Tschick" oder "Willkommen bei den Hartmanns" ausgesucht, betreut aber auch Projekte wie "Submergence", den neuen Film von Wim Wenders, oder "Axolotl Overkill", nach dem Roman von Helene Hegemann.

"Mir ist wichtig, unterschiedliche Sachen zu machen. Arthouse-Geschichten genauso wie kommerzielle Großprojekte. Weil es total spannend ist, diese beiden Sachen zusammenzubringen."

Ein Film wie "Tschick" sei ohne Musik undenkbar, so Fessmann.

"Schon das Buch enthält ja Musik. Die White Stripes zum Beispiel – die haben wir natürlich drin. Beyoncé war auch im Buch – die haben wir nicht gekriegt."

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