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Kulturnachrichten

Dienstag, 8. November 2016

Filmfestival Cottbus startet heute

Gezwigt werden rund 200 Beiträge aus 45 Ländern

Das Filmfestival Cottbus startet in seine 26. Auflage. Bis zum kommenden Sonntag werden an verschiedenen Orten in der Stadt knapp 200 Filme aus 45 Ländern gezeigt. Um den mit 25 000 Euro dotierten Hauptpreis konkurrieren diesmal 12 Beiträge, darunter 5 von Regisseuren, die damit ihr Spielfilmdebüt geben, wie die Organisatoren mitteilten. Vertreten sind aber auch etablierte Filmschaffende wie der russische Regisseur Ivan I. Tverdovsky mit seinem Film "Zoologie". Bereits 2014 hatte er den Hauptpreis für das Drama "Corrections Class" bekommen. Das Festival läuft seit 1991 und widmet sich zeitgenössischen osteuropäischen Filmen. 2015 kamen mehr als 20 000 Besucher. In diesem Jahr wird es eine Filmreihe geben, die sich speziell mit dem Sozialismus befasst.

Autor Ror Wolf bekommt Schiller-Gedächtnis-Preis

Schriftsteller zeichnet sich durch Vielfalt aus

Der Schriftsteller Ror Wolf ist in Stuttgart mit dem Schiller-Gedächtnis-Preis des Landes Baden-Württemberg geehrt worden. Für den erkrankten Autor, der nicht an der Verleihung teilnehmen konnte, nahm der Schauspieler Christian Brückner die mit 25.000 Euro dotierte Auszeichnung entgegen, teilte das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst mit. Förderpreise über je 7.500 Euro erhielten die Dramatiker Miroslava Svolikova und Stefan Hornbach. Kunststaatssekretärin Petra Olschowski (parteilos) nannte Wolf einen "Sprachvirtuosen, der sich in seinem Werk gleichermaßen scharfsinnig wie poetisch zwischen allen Genres bewegt". Seine Arbeiten seien von einer großen kreativen Vielfalt geprägt. Der Schiller-Gedächtnis-Preis zählt zu den wichtigsten Literaturpreisen in Deutschland. Die Auszeichnung wurde 1955 zum Andenken an Friedrich Schiller zu dessen 150. Todestag gestiftet. Er wird alle drei Jahre an deutschsprachige Literaten verliehen.

Niederländische Schriftstellerin Helga Ruebsamen gestorben

2001 war die Autorin für ihr Gesamtwerk ausgezeichnet worden

Die niederländische Schriftstellerin Helga Ruebsamen ist im Alter von 82 Jahren gestorben. Die Autorin starb in der Nacht zum Dienstag in Den Haag, teilte ihr Verlag Atlas Contact in Amsterdam mit. Ruebsamen war bekannt für Erzählungen über Außenseiter und exzentrische Personen. Preisgekrönt wurden auch ihre Romane, die zum Teil auf ihrer Kindheit in der früheren niederländischen Kolonie, dem heutigen Indonesien beruhten. 2001 war die Autorin für ihr Gesamtwerk ausgezeichnet worden. "Helga Ruebsamen machte die Welt in ihren Erzählungen und Romanen wie eine Zauberfee schöner", sagte Verlegerin Mizzi van der Pluijm. Ruebsamen war Tochter einer niederländischen Mutter und eines jüdischen deutschen Vaters. Kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges war die Familie in die Niederlande gezogen und musste unter der deutschen Besatzung untertauchen.

Kinder und Jugendliche dürfen kostenlos in Frankfurter Museen

Beschluss gilt ab Januar für 13 städtische Museen

Kinder und Jugendliche bis 17 Jahren können von 2017 an kostenlos die Frankfurter Museen besuchen. Der Beschluss des Magistrats von Ende vergangener Woche gilt für 13 städtische Museen, wie die Sprecherin des Kulturdezernats, Antje Runge, mitteilte. Das pädagogische Angebot in den Museen solle zugleich erweitert werden. Mehrere Zeitungen hatten zuvor darüber berichtet. Die Stadtverordneten müssen noch zustimmen. Die mehr als 46 000 Studenten der Frankfurter Universität haben schon jetzt in diesen Häusern sowie dem Filmmuseum freien Eintritt. Dafür müssen sie einen Euro pro Semester bezahlen. Diese Regelung solle nach einer Probephase nun dauerhaft gelten.

Jan Schütte verlässt das AFI–Conservatory

Im Sommer war der Dekan des American Film Instituts heftig kritisiert worden

Jan Schütte, ehemaliger Direktor der Deutschen Film- und Fernsehakademie in Berlin, gibt seinen Dekansposten am AFI-Conservatory zum Ende des akademischen Jahres im Juni 2017 ab. Das gab die Elite-Ausbildungseinrichtung jetzt bekannt. Schütte, der seit Herbst 2014 als Dekan des AFI-Conservatory fungiert, war im August dieses Jahres wegen seines Führungsstils von der Interessensvertretung der Fakultät heftig kritisiert worden; sie forderte seine Ablösung. Nun hat sich Schütte einer Mitteilung des AFI-Conservatory zufolge dazu entschieden, die Einrichtung zu verlassen.

Jan Philipp Gloger wird Schauspieldirektor in Nürnberg

Nachfolge von Klaus Kusenberg zur Saison 2018/2019

Der Schauspiel- und Opernregisseur Jan Philipp Gloger wird neuer Schauspieldirektor am Staatstheater Nürnberg. Gloger soll die Nachfolge von Klaus Kusenberg zur Saison 2018/2019 antreten, wie das Haus mitteilte. Der 1981 in Hagen geborene Gloger arbeitet seit 2007 als Schauspielregisseur. Er inszenierte unter anderem bereits am Bayerischen Staatsschauspiel in München, am Deutschen Theater Berlin, in Augsburg, Essen sowie in Hamburg. Von 2011 bis 2013 war er Leitender Regisseur am Staatstheater Mainz. 2012 eröffnete seine Neuinszenierung von Richard Wagners "Der Fliegende Holländer" die Bayreuther Festspiele.

Kollege Roboter führt durchs Museum

Berliner Technikmuseum stellt Serviceroboter vor

Der neue Serviceroboter des Deutschen Technikmuseums führt ab Mittwoch Besuchergruppen durch die Ausstellung "Das Netz". Der Roboter ist 1,50 Meter groß, besteht aus einer durchsichtigen Kugel mit zwei Augen und aus einem interaktiven Display. "Meine große Stärke ist meine grenzenlose Ausdauer und meine Geduld", sagt Roboter Tim selbstbewusst zur Begrüßung. Mit Hilfe von gespeichertem Kartenmaterial und einem Laserscanner orientiert er sich in den Räumen und erklärt auf Deutsch und Englisch insgesamt zwölf Exponate. Tritt ihm jemand in den Weg, bremst er sofort ab und sagt höflich: "Kannst Du bitte den Weg freimachen?"

Kein Fast-Food nahe der Kathedrale in Florenz

McDonald's fordert Schadenersatz

Nach Protesten in Rom gegen eine geplante McDonald's-Filiale spitzt sich auch in Florenz der Streit mit dem Unternehmen zu. Die Fast-Food-Kette fordert von der Stadt 18 Millionen Euro Schadenersatz, weil ihr die Verwaltung im Sommer untersagt hatte, ein Restaurant nahe der berühmten Kathedrale der Stadt zu öffnen. "Wir stimmen damit überein, dass kulturelles und künstlerisches Erbe sowie die italienischen historischen Stadtzentren geschützt werden müssen", erklärte McDonald's, "Aber wir können keine diskriminierenden Regularien akzeptieren, die die Freiheit privater Initiativen beschädigen." Die Kathedrale liegt im historischen Zentrum von Florenz, das zum Unesco-Weltkulturerbe gehört. Ein Rechtsstreit könnte sich in Italien mehrere Jahre ziehen. In dem Land gibt es 540 Restaurants von McDonald's, davon 9 in Florenz.

Zuckmayer-Medaille geht an Joachim Meyerhoff

Seine Bühnenpräsenz so intensiv wie seine Erzählkunst

Der Schauspieler und Schriftsteller Joachim Meyerhoff erhält die Carl-Zuckmayer-Medaille 2017 des Landes Rheinland-Pfalz. Zur Begründung sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD), Meyerhoff gehöre zu den wichtigsten und begabtesten Bühnenschauspielern seiner Generation und sei in den vergangenen Jahren zu einem der bemerkenswertesten autobiografischen Erzähler im deutschsprachigen Raum aufgestiegen. So intensiv wie Meyerhoffs Bühnenpräsenz sei seine Erzählkunst, betonte Dreyer. Meyerhoff ist Mitglied des Ensembles am Wiener Burgtheater und am Deutschen Schauspielhaus Hamburg. Er veröffentlichte die autobiografische Romantrilogie "Alle Toten fliegen hoch". Zuletzt ging die Zuckmayer-Medaille an den Schriftsteller und Musiker Sven Regener.

Preisträger differenziert Gewalt in Computerspielen

Studienpreis der Körber Stiftung wird heute verliehen

Die komplexen Emotionen, die Spieler von sogenannten Killerspielen erlebten, erforschte Christoph Bareither in seiner Dissertation. Bisher sei immer nur die Frage nach gesteigerter Aggressivität gestellt worden, sagte Bareither gegenüber Deutschlandradio Kultur. Bevor man über mögliche Gefahren rede, müsse man aber die unterschiedlichen Wirkungen kennen. Christoph Bareither erhält heute für seine Forschungen zum Thema „Gewalt im Computerspiel: ein Vergnügen als gesellschaftlicher Konfliktfall" einen Zweiten Preis in der Ausschreibung um den Deutschen Studienpreis 2016 der Körber-Stiftung. Ausgezeichnet werden in diesem Jahr außerdem Arbeiten zur Infrastruktur der Energiewende, zur Rhetorik von Alternativlosigkeit und die Entwicklung eines kostengünstigen, grafikfähigens Brailledisplay für Sehgeschädigte. Jährlich vergibt die Körber-Stiftung Preise im Gesamtwert von über 100.000 Euro Für Beiträge junger Forschung von herausragender gesellschaftlicher Bedeutung.

Hadi Abdullah "Journalist des Jahres"

Reporter ohne Grenzen zeichnet 29-jährigen Syrer für seinen Mut aus

Die Organisation Reporter ohne Grenzen hat den 29-jährigen Syrer Hadi Abdullah als "Journalisten des Jahres" ausgezeichnet. Die Organisation erklärte, der Fernsehreporter werde für die mutige Berichterstattung über sein Heimatland geehrt. "Er schreckt nicht davor zurück, sich in gefährliche Gebiete zu begeben", heißt es in der Begründung. Dort zeige er auf, welche Auswirkungen der Krieg auf die Zivilbevölkerung habe. Abdullah gehe dorthin, "wohin sich kein westlicher Journalist wagt", erklärte Reporter ohne Grenzen weiter. Im Januar wurde er demnach von der früheren Al-Nusra-Front entführt, die jetzt Fateh al-Scham heißt. Hadi arbeitet für mehrere Fernsehsender und als Reporter in sozialen Netzwerken.
Als "Medium des Jahres" wurde die chinesische Webseite "64Tianwang" ausgezeichnet. Ihre Bürgerreporter nähmen erhebliche Risiken in Kauf, um die Öffentlichkeit trotz der Zensur in der Volksrepublik zu informieren. Reporter ohne Grenzen vergibt die Auszeichnungen gemeinsam mit dem französischen Fernsehsender TV5 Monde in Straßburg.

Luther künstlerisch hinterfragt

Maler Kharchenko: Luther-Schau ist Chance für kritische Debatte

Die geplante Schau "Luther und die Avantgarde" will sich zeitgleich in Wittenberg,Berlin und Kassel kritisch mit Martin Luther auseinandersetzen. Die Werke stammen unter anderem von Ai Weiwei, Anselm Kiefer, Markus Lüpertz und dem jungen Maler Yury Kharchenko. Nach Ansicht des Malers Yury Kharchenko ist dies eine Chance, das Leben des Theologen auch kritisch zu hinterfragen - insbesondere sein Verhältnis zum Judentum. Die Ausstellung "Luther und die Avantgarde" ist vom 19. Mai bis zum 17. September zu sehen. Veranstalter des Projekts ist die Stiftung Kunst und Kultur in Zusammenarbeit mit dem Verein Reformationsjubiläum 2017.

Kulturinstitutionen für inhaftierte Künstler in der Türkei

Offener Brief an Merkel fordert sofortige Freilassung

Unter Federführung der Berliner Akademie der Künste haben zahlreiche Kulturinstitutionen in einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) appelliert, sich für die sofortige Freilassung der inhaftierten Kulturschaffenden in der Türkei einzusetzen. "Wir fordern die Bundesregierung nachdrücklich dazu auf, so zeitnah wie möglich dieser verheerenden Entwicklung in der Türkei mit hohem politischen Druck entgegenzuwirken", heißt es in dem Schreiben. Zu den Unterzeichnern gehören neben der Akademie etwa der Börsenverein des Deutschen Buchhandels, die Frankfurter Buchmesse, das Berliner Künstlerprogramm des DAAD, das Deutsche Theater, der Hauptstadtkulturfonds und das Berliner Haus der Kulturen der Welt. Derzeit würden in der Türkei Menschenrechte und Demokratie in einer beispiellosen Verhaftungswelle von bekannten Journalisten, Autoren, Wissenschaftlern und Oppositionellen fundamental angegriffen, schreiben die Unterzeichner. "So wird die beidseitige kulturelle und gesellschaftliche Aufbauarbeit von Jahrzehnten in wenigen Monaten zerstört."

Böhmermann sieht sich von Geschichte bestätigt

Trotz Klagen von Erdogan würde ZDF-Moderator alles genau so wieder machen

Moderator Jan Böhmermann sieht sich im Rückblick in seinem Umgang mit dem umstrittenen Erdogan-Gedicht bestätigt. "Dass wir richtig lagen, hat die Geschichte gezeigt", sagte Böhmermann bei einer Medientagung in Köln. Der Moderator hatte im März in seiner Sendung "Neo Magazin Royale" auf ZDFneo das Gedicht "Schmähkritik" über den türkischen Präsidenten vorgetragen. Erdogan ging dagegen vor. Strafrechtlich wird Böhmermann nicht mehr verfolgt, die zivilrechtliche Auseinandersetzung läuft noch. Böhmermann sagte, die Angelegenheit sei zwar eine juristische Herausforderungen. "Trotzdem war das eine Sache, die ich noch mal genauso machen würde." Aus seinem Selbstverständnis als Satiriker heraus sei er bereit gewesen, "einen Schritt weiter" zu gehen. Bei der Tagung des Grimme-Forschungskollegs in Köln unterstrich Böhmermann, er sehe es als seine Aufgabe an, Debatten anzustoßen. Viele Menschen hätten das Bedürfnis, einen Diskurs öffentlich auszutragen. Deshalb sei Transparenz in Zukunft das Wichtigste für die Medien.

Denkmal soll in Köln an NSU-Opfer erinnern

Wann der Entwurf umgesetzt wird, ist noch offen

Eine große Betonplatte mit integriertem App-Zugang soll in Köln als Denkmal an die Opfer der NSU-Anschläge erinnern. Die Idee stammt vom Künstler Ulf Aminde, der sich mit dem Entwurf gegen acht andere Vorschläge durchsetzte. Die Jury, in der auch Opfer vertreten waren, hatte einstimmig entschieden. Eine Betonplatte spiegelt dabei den Grundriss des Hauses wider, vor dem 2004 die Bombe in der Keupstraße explodierte. "Das, was zerstört werden sollte, kommt damit noch mal zur Geltung und wird zu einem Ort der Begegnung", sagte der Direktor des Kölner NS-Dokumentationszentrums, Werner Jung. Mit der App entstehen virtuelle Wände, mit denen man etwa Filme über das NSU-Verfahren anschauen kann. Über den Entwurf muss noch der Stadtrat entscheiden. Wann er umgesetzt werden könnte, ist offen. Am 9. Juni 2004 war in der überwiegend von türkischstämmigen Menschen bewohnten Keupstraße eine Nagelbombe explodiert, die der "Nationalsozialistische Untergrund" (NSU) gelegt haben soll. Viele Menschen wurden verletzt, einige von ihnen schwer.

Türkei: Kurdische "Biene Maja" zurück im TV

Fernsehrat hebt Zwangsschließung von kurdischem Kinderkanal Zarok TV auf

Gut einen Monat nach der Zwangsschließung des kurdischsprachigen Kinderkanals Zarok TV hat der türkische Rundfunk-und Fernsehrat RTÜK das Sendeverbot wieder aufgehoben. "Diese Woche kommt Zarok TV zurück", sagte Programmchefin Dilek Demiral der Deutschen Presse-Agentur. Der Kindersender strahlte bis zu seiner Schließung unter anderem Zeichentrickserien wie "Die Biene Maja" und "Die Schlümpfe" auf Kurdisch aus. Eine Begründung habe es weder für die Schließung noch für das Aufheben des Sendeverbots gegeben. Türkische Medienberichte, nach denen der Sender künftig 40 Prozent seines Programms auf Türkisch ausstrahlen müsse, konnte Demiral nicht bestätigen. "Wir werden mit unserem gewohnten Programm weitermachen", sagte sie.

New York: Kaum Kulturveranstaltungen am Wahlabend

Opern und Theater wollen nicht in Konkurrenz zu den Wahlen treten|

Ob Broadway, Metropolitan Opera oder Carnegie Hall - viele New Yorker Kultureinrichtungen wollen nicht mit der US-Präsidentschaftswahl konkurrieren und lassen ihre Türen am Dienstagabend zu. Deutlich mehr Theater und Konzerthallen als an vergangenen Wahlabenden hätten diese Entscheidung getroffen, berichtet die "New York Times" - einerseits weil die Wahl mit besonderer Spannung erwartet wird, andererseits weil immer mehr Besucher Smartphones haben und die Ablenkungsgefahr durch eintrudelnde Wahlergebnisse zu hoch wäre. Einige Mitglieder der Berliner Philharmoniker versuchen einen Kompromiss: Sie spielen bei einer "Wahlabend-Party" im DiMenna Center in Manhattan zeitgenössische klassische Werke. Auf einer Leinwand werden währenddessen die Titel der Werke eingeblendet - und die neuesten Wahlergebnisse.

"New York Times" öffnet für die Wahl Online-Paywall

Jeder soll Zugriff auf die Berichterstattung haben

Leser können die "New York Times" anlässlich der US-Präsidentenwahl diese Woche für drei Tage unbeschränkt kostenlos online nutzen. Vom 7. bis 9. November stünden die digitalen Plattformen ohne Paywall zur Verfügung, schrieb Chefredakteur Dean Baquet in einer E-Mail. Wahlen gehörten zu den wichtigsten Vorgängen in einer Demokratie. "Wir glauben, dass jeder, ohne Ausnahme, ein tieferes Verständnis der Kandidaten, der Fragen und Ergebnisse dieser bisher einmaligen Wahl verdient(...)."

ARD verteidigt Vollverschleierung in Talkshow

Auftritt einer Schweizer Muslima im Niqab bei "Anne Will" wurde heftig kritisiert

Nach harscher Kritik am Auftritt einer vollverschleierten Muslimin in der Talkshow "Anne Will" hat der Sender die Einladung der Frau verteidigt. Sie sei sorgfältig abgewogen worden, teilte die verantwortliche NDR-Redakteurin Juliane von Schwerin mit. Im Zentrum der Empörung stand Nora Illi vom Islamischen Zentralrat der Schweiz, die am Sonntagabend mit einem Niqab aufgetreten war, der nur einen schmalen Sehschlitz freiließ. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Wolfgang Bosbach und der Autor Ahmad Mansour warfen ihr in der Talkshow vor, sie verherrliche den Krieg in Syrien. Moderatorin Anne Will hielten die beiden vor, sie habe dem radikalen Islam mit dem Auftritt von Illi in der Sendung eine breite Plattform geboten. Dazu hieß es vom NDR: "Die umstrittene Haltung von Frau Illi zum Beispiel zur Problematik der Ausreise von Jugendlichen nach Syrien ist deutlich zutage getreten und heftig debattiert worden." Die Zusammensetzung der Diskussionsrunde habe zu einer "angemessenen wie notwendigen Auseinandersetzung" geführt.

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