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Fazit / Archiv | Beitrag vom 09.05.2018

Film der Woche: Animationsfilm "Isle of Dogs" Ein Hund und ein Zwölfjähriger gegen das Böse

Von Jörg Taszman

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Filmstill aus "Isle of Dog" von Wes Anderson  (imago/ZUMA Press)
Wes Andersons zweiter Animationsfilm "Isle of Dogs" ist sehr sehenswert geraten (imago/ZUMA Press)

"Isle of Dogs" ist eine liebevoll erzählte Geschichte um einen Jungen und seinen Hund. Es ist bereits Wes Andersons zweiter Animationsfilm, intelligent angereichert mit Anspielungen auf durchaus real existierende Autokraten und Pseudodemokratien.

Der Film:

In Megasaki City gibt es zu viele Hunde. Das findet jedenfalls der autokratische Bürgermeister Kobayashi. Als dann die Gefahr einer Hundegrippe besteht, werden alle Hunde nach Trash Island zwangsverfrachtet. Einige Alphahunde um Boss, Chief und Rex wollen nicht länger vom Müll leben. Da landet der zwölfjährige Atari plötzlich auf Trash Island, wo er seinen treuen Hund Spots sucht. Pikant dabei ist jedoch, dass Kobayashi sein Ziehvater ist.

Das Besondere:

Wes Anderson hat keinen niedlichen Stopptrick-Film für Kinder gedreht. Liebevoll und originell verknüpft er die Genres und Kulturen. Die strengen Bildkompositionen erinnern an Ozu, die temperierte Action an Kuroswa, der Wortwitz ist ganz Wes Anderson.

Bewertung:

Nach "Mr. Fox" vor acht Jahren ist auch dieser zweite Animationsfilm von Wes Anderson gelungen und sehenswert. Anspielungen auf real existierende Autokraten und Pseudodemokratien sind gewollt und bereichernd. Intelligente Unterhaltung!

"Isle of Dogs - Ataris Reise", USA 2018, 102 Minuten
Buch/Regie: Wes Anderson

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