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Tonart | Beitrag vom 23.07.2015

Festival in BerlinWie klingt queere Popmusik?

Hans Kellett im Gespräch mit Carsten Rochow

Der Musiker Hans Kellett von der Band Princessin Hans. (Deutschlandradio - Carsten Rochow)
Der Musiker Hans Kellett von der Band Princessin Hans. (Deutschlandradio - Carsten Rochow)

Auf dem "Yo! Sissy"-Festival treffen sich Bands aus der queeren Szene, um ein Zeichen gegen sexuelle Normen zu setzen. Die Musik ist so vielfältig wie die Menschen, meint Hans Kellett von der Band Princessin Hans. Es gehe vor allem darum, Fragen aufzuwerfen.

Am Wochenende findet Berlins erstes queeres Musikfestival statt. Auf dem "Yo! Sissy" spielen Acts wie Peaches, Christeen und Hidden Camera in den Clubs Schwuz, Neue Heimat und SO36. Doch was ist eigentlich queere Popmusik und inwieweit beeinflusst sexuelle Orientierung einen Sound?

Gängige Rollenbilder infrage stellen

Einen besonderen Klang könne man bei queerer Musik nicht festmachen, sagt Hans Kellett von der Band Princessin Hans im Deutschlandradio Kultur. "Das Wort an sich impliziert eine Vielfalt an Möglichkeiten." Er selbst spiele eher Chansons und Jazz, aber auch Punk und Elektromusik beeinflussen die Szene. Häufig spielten aber politische und feministische Debatten in der Musik eine Rolle. Queer sein bedeute aber vor allem, Fragen aufzuwerfen.

Ein Ansatz queerer Musik wäre es, gängige Rollenbilder infrage zu stellen - zum Beispiel indem man "versuchen würde, Thrash Metal auf Harfen zu spielen und zu gucken: Was entsteht daraus?", so Kellett weiter. Er selbst trete bei seinen Konzerten immer in Kleidern auf. So habe er auf der Bühne "die Möglichkeit, diese Uneindeutigkeit, die in meinem inneren Leben abgeht, haptisch darzustellen".

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