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Kompressor | Beitrag vom 22.04.2015

Festival "GoEast"Filme für den Frieden

Gaby Babic im Gespräch mit Max Oppel

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Eine Filmrolle an einem alten Filmprojektor (dpa / picture alliance )
140 Filme in sieben Tagen - das Filmfestival Go East zeigt wieder aktuelle Produktionen aus Mittel- und Osteuropa (dpa / picture alliance )

Zum 15. Mal findet in Wiesbaden das Festival "Go East" statt. Aktuelle Positionen aus dem Autorenfilm Mittel- und Osteuropas sind dort zu sehen, erläutert die künstlerische Leiterin Gaby Babic - und Filme über und gegen den Krieg.

Am Mittwoch beginnt das 15. Festival des osteuropäischen Films "GoEast" in Wiesbaden, bei dem sieben Tage lang insgesamt etwa 140 Spielfilme, Dokumentationen und Kurzfilme mittel- und osteuropäischer Filmemacher zu sehen sein werden. 

Einer der diesjährigen Programmschwerpunkte ist das Filmemachen im Krieg und die filmische Auseinandersetzung mit den Konflikten in Ost- und Mitteleuropa seit 1989. Bei allen Unterschieden hätten diese doch den Zusammenbruch des Ostblocks 1989 als gemeinsame Ursache, sagt die künstlerische Leiterin des Festivals, Gaby Babic. Danach seien in vielen Staaten der Nationalismus wieder auf dem Vormarsch gewesen und "alte Narrative" wiederbelebt worden, die dann teilweise auch zur Propaganda genutzt worden seien. "Das sind Parallelen, die sehen wir in vielen Kriegen in Osteuropa seit 89." 

Filmen, ohne Stereotype zu verstärken

Auch zum aktuellen Konflikt in der Ukraine und zwischen Russland und der Ukraine könne man bereits erste Dokumentarfilme sehen, betont Babic. Zum Beispiel den Film "Kiew – Moskau", eine "kollektive Regiearbeit aus Russland und der Ukraine, die vergleichen den Alltag von Menschen in Kiew und eben auch in Moskau und versuchen Parallelen und Unterschiede da festzustellen".

Schließlich wolle das Festival mit dem Programm "Young Filmmakers for Peace" Anregungen geben, wie man gegen den Krieg filmt. Dazu habe man zwölf Filmemacher aus unterschiedlichen Ländern zu Workshops eingeladen. "Wir versuchen sie eben zu schulen, ihnen alternative Erzählstrategien an die Hand zu geben, die eben beispielsweise Stereotype eben nicht bedienen und verstärken, sondern hier versuchen Schneisen zu schlagen und eben auch eine Form von Friedensarbeit dann letztlich zu leisten."

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Die Vielfalt als roter Faden
(Deutschlandradio Kultur, Fazit, 10.04.2013)

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