Seit 08:50 Uhr Buchkritik

Montag, 19.11.2018
 
Seit 08:50 Uhr Buchkritik

Kulturnachrichten

Dienstag, 15. April 2014

Großbrand im chilenischen Valparaíso eingedämmt

Die Feuersbrunst im chilenischen Valparaíso ist eingedämmt.

Die örtliche Forstverwaltung erklärte, derzeit habe man die Flammen unter Kontrolle. Der zum Weltkulturerbe zählende Stadtkern mit seinen bunten Häusern aus dem 19. und 20. Jahrhundert ist offenbar nicht mehr gefährdet. Bei dem Feuer kamen mindestens 12 Menschen ums Leben, tausende Gebäude wurden zerstört. Die UESCO sicherte ihre Hilfe zu. Die Hafenstadt ist zum Notstandsgebiet erklärt worden. Die Ursache des Brandes ist weiterhin unklar.

Reform der Künstlersozialkasse soll 32 Millionen Mehreinnahmen bringen

Lange war sie angekündigt - jetzt ist die Reform der Künstlersozialkasse angegangen worden.

Die Bundesregierung will die finanzielle Basis der Krankenversicherung für Kulturschaffende verbessern. Die Deutsche Presse-Agentur zitiert aus einem Entwurf des Arbeitsministeriums. Demnach soll die Wirtschaft durch strengere Kontrollen zur vorgeschriebenen Zahlung ihrer Sozialabgaben gebracht werden. Das Kabinett will die Reform Ende des Monats verabschieden und ins Parlament bringen. Die Künstlersozialkasse ermöglicht rund 170.000 selbständigen Kulturschaffenden eine Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung. Die Hälfte der Beiträge zahlen Unternehmen, die von der Arbeit der Kreativen profitieren. Viele Firmen entziehen sich aber ihrer Abgabepflicht. Deshalb sind die Beiträge zuletzt gestiegen.

Stralsund erhält Kepler-Druck aus New York zurück

Stralsund hat einen wertvollen Druck des Astronomen Johannes Kepler zurückerhalten.

Er und zwei weitere historische Bücher wurden der Stadt vom New Yorker Auktionshaus Jonathan Hill übergeben. Es hatte die Werke Stralsund zum Einkaufspreis angeboten. Die drei Bände gehören zu den knapp 6.000 Büchern, die das dortige Stadtarchiv im Jahr 2012 unbemerkt verkauft hatte. Der Skandal hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt. Inzwischen sind fast 90 Prozent der Bände wieder zurückgekehrt.

Verloren geglaubtes Bild von Menzel wieder in Berlin

Lange Zeit galt dieses Kunstwerk als verloren.

Jetzt ist das Bild "Aschermittwochmorgen" von Adolph von Menzel wieder in die Bundeshauptstadt zurückgekehrt, wie die Stiftung Preußischer Kulturbesitz dort mitteilte. Die 1885 entstandene Stadtansicht Berlins war vor zehn Jahren in einem Museum in Litauen wiederentdeckt worden. Ein dortiges Gericht hatte kürzlich die Rückgabe verfügt. Wie das Gemälde nach Litauen gelangte, ist unklar. Ursprünglich war es im Jahre seines Entstehens 1885 für die Berliner Museen erworben worden. Adolph von Menzel gilt als der bedeutendste deutsche Realist des 19. Jahrhunderts.

US-Autorin Tartt erhält Pulitzer-Preis für Literatur

Donna Tartt kann sich über eine besondere Auszeichnung freuen.

Die US-Autorin hat für ihren Roman "Der Distelfink" den diesjährigen Pulitzer-Preis in der Kategorie Literatur erhalten. Das Buch sei wunderschön geschrieben und die Charaktere seien ausgezeichnet entworfen, erklärte die Pulitzer-Jury in New York. In dem Roman geht es um einen Jungen, der unverhofft in den Besitz des Gemäldes eines Rembrandt-Schülers gelangt und dieses 14 Jahre lang versteckt. Das Buch ist auch in deutscher Sprache erschienen.

Pulitzer-Preis für NSA-Berichterstattung von "Guardian" und "Washington Post"

Sie haben eine wichtige Debatte über die Balance zwischen Privatsphäre und Sicherheit angestoßen.

Das meint die Jury des Pulitzer-Preises und hat die "Washington Post" und den "Guardian" ausgezeichnet. Die beiden Zeitungen hatten die Späh-Programme des US-Geheimdienstes NSA und des britischen GCHQ enthüllt. Dafür hatten sie Unterlagen des früheren US-Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden veröffentlicht und ausgewertet. Snowden beglückwünschte die Reporter: Sie hätten mutig ihre Arbeit fortgesetzt, obwohl es Einschüchterungsversuche gegeben habe. - Der Pulitzer-Preis wird in 14 Kategorien von der New Yorker Columbia Universität verliehen. Er ist die wichtigste Auszeichnung der USA für Journalisten und Literaten.

Offener Brief an Merkel zur Sicherheit Edward Snowdens in Deutschland

Warum kann die Bundesregierung die Sicherheit von Edward Snowden in Deutschland nicht garantieren?

Dies fragen die Organisation "Reporter ohne Grenzen" und die "Wau Holland Stiftung", die dem "Chaos Computer Club" nahesteht, Bundeskanzlerin Merkel. In einem gemeinsamen offenen Brief verweisen sie auf Äußerungen von Merkels Stellvertreter Gabriel. Der SPD-Politiker hatte kürzlich auf die Aktivitäten des US-Geheimdienstes in Deutschland verwiesen und in Frage gestellt, dass der frühere NSA-Mitarbeiter hierzulande sicher wäre. - Die Opposition im Bundestag will notfalls auf juristischem Weg erreichen, dass Snowden vom parlamentarischen NSA-Untersuchungsauschuss vernommen wird.

Twitter gibt nach im Streit mit Ankara

Im Streit mit Ankara hat Twitter offenbar nachgegeben.

Wie türkische Zeitungen berichten, akzeptiert das US-Internet-Unternehmen die meisten Forderungen der Regierung von Ministerpräsident Erdogan. So habe sich Twitter verpflichtet, alle türkischen Gerichtsurteile anzuerkennen, IP-Adressen herauszugeben und bestimmte Konten und Links nach Beschwerden zu löschen. Unterhändler von Twitter hatten sich in der Hauptstadt mit Regierungsvertretern getroffen. Der Internet-Kurznachrichtendienst war in der Türkei zeitweise gesperrt worden. Über Twitter waren Korruptionsvorwürfe gegen Erdogan und sein Umfeld verbreitet worden.

Tagesschau von Samstag an in neuem Design

Am Samstag sieht in der Tagesschau alles ganz anders aus.

Dann wird die Sendung in einem neugestalteten Studio mit modernisiertem Design präsentiert. Sogar die klassische Tagesschau-Fanfare wurde neu arrangiert. Der ARD-Vorsitzende Lutz Marmor sagte in Hamburg, mit den Änderungen mache der Senderverbund sein Flaggschiff klar für die kommenden Jahre.

Umsturzvorwürfe: Populärer Musiker in Ruanda festgenommen

Erst kürzlich sang Kizito Mihigo vor den Augen von Präsident Paul Kagame die ruandische Nationalhymne.

Jetzt hat der populäre Sänger und Friedensaktivist die Gunst des Staatschefs verloren. Mihigo wurde zusammen mit einem Journalisten wegen des Vorwurfs verhaftet, Anschläge vorbereitet und den gewaltsamen Sturz der Regierung zu planen. Laut den Angaben der Polizei arbeitete er mit der Rebellengruppe FDLR zusammen, die für mehrere Attentate verantwortlich gemacht wird. Unabhängige Berichte dazu gibt es nicht. Der Sänger hatte Programme für eine Zusammenführung von Opfern und Tätern des ruandischen Völkermords von 1994 initiiert, die lange Zeit auch die Unterstützung von Präsident Kagame gefunden hatten.

Jens-Daniel Herzog bleibt Opernintendant in Dortmund

Bei ihrer Oper setzt die Stadt Dortmund auf Konstanz.

Sie hat den Vertrag mit Intendant Jens-Daniel Herzog verlängert. Er habe seit seinem Antritt vor drei Jahren auch überregional viel Anerkennung für seine Arbeit erfahren, hieß es in einer Mitteilung der Stadt. Außerdem sei die Auslastung des Opernhauses kontinuierlich gestiegen. Erst kürzlich hatte Dortmund auch den Vertrag mit Ballettdirektor Xin Peng Wang verlängert.

Friedensaktivist Ulli Thiel gestorben

Von ihm stammte der Slogan "Frieden schaffen ohne Waffen".

Der Friedensaktivist Ulli Thiel ist im Alter von 70 Jahren gestorben, wie der Verband DFG bestätigte. Thiel gilt als Mitbegründer der westdeutschen Friedensbewegung, die in den 70er Jahren gegen das Wettrüsten von NATO und Warschauer Pakt demonstrierte. Er hatte auch die bis heute längste Menschenkette Deutschlands initiiert, die sich am 22. Oktober 1983 von Stuttgart nach Neu-Ulm erstreckte, um gegen die Stationierung von Pershing-Raketen zu protestieren.

Womöglich neues Banksy-Werk in Großbritannien aufgetaucht

Eine Telefonzelle, umringt von drei Figuren in Trenchcoats und Filzhüten, die Mikrofone und Aufnahmegeräte darauf richten.

Dieses Graffiti-Werk ist nun in der englischen Stadt Cheltenham aufgetaucht. Der Stil der Sprühkunst lässt viele vermuten, dass sie vom geheimnisvollen Streetartist Banksy stammt, der sich über den britischen Geheimdienst lustig macht. Cheltenham ist der Hauptsitz des Geheimdienstes GCHQ. Er war in die Schlagzeilen geraten, als Überwachungsprogramme durch den früheren US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden enthüllt wurden. Ein Sprecher des GCHQ sagte der BBC, der Geheimdienst fühle sich zwar nicht qualifiziert genug, das Kunstwerk fachmännisch zu kommentieren, aber man sei "ebenso fasziniert von dem mysteriösen Kunstwerk wie die anderen Bewohner von Cheltenham".

Hier sehen Sie ein Foto des Graffitis im Bericht der BBC.

Schriftsteller Ostashevsky beklagt "Faschistoidisierung" Russlands

Seit der Wiederwahl von Präsident Wladimir Putin wird Russland immer faschistoider.

Das meint zumindest der Schriftsteller Eugene Ostashevsky. Der US-Lyriker russischer Herkunft sagte im Deutschlandradio Kultur, alle russischen Massenmedien würden derzeit manipuliert und kontrolliert. Damit habe sich Putin eine willfährige Bevölkerung geschaffen. Ein Ergebnis dieser Manipulation sei die "hysterische Reaktion" auf die Maidan-Bewegung und die Ereignisse in der Ukraine, erklärte Ostashevsky. Diese nationale Hysterie habe etwas "sehr Unschönes" und erinnere ihn an Zeiten vor dem Zweiten Weltkrieg oder zumindest vor dem Fall der Mauer 1989.

Das finde er sehr beunruhigend und das beängstige ihn auch, sagte der Lyriker, der derzeit als DAAD-Stipendiat in Berlin lebt. Im Jahr 1979 war er aus Leningrad emigriert. - Das Interview können Sie hier nachhören.

Lettland stimmt russischsprachigem Fernsehkanal zu

In den baltischen Staaten könnte es bald einen russischsprachigen Fernsehkanal geben.

Nachdem Estland den Vorschlag dafür gemacht hatte, will nun der lettische Staatspräsident Andris Bçrziòð unverzüglich zur Tat schreiten. Die Idee für den Kanal sei "das Beste, was ich in der letzten Zeit gehört habe", sagte er. Ivars Belte, der Vorstandschef der lettischen öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalt "LTV", betonte, die Integration der russischen Minderheit funktioniere nicht immer und deren Angehörigen hätten auch das Recht auf Information. Belte sagte, ein russischsprachiger TV-Sender würde rund zwei Millionen Euro pro Jahr kosten, wovon Lettland rund die Hälfte tragen müsse. Bei einer Einigung könne man im kommenden Jahr mit dem Sendebetrieb beginnen. Wichtig sei, gemeinsam mit Estland und Litauen zu handeln.

Mit ihrem Vorschlag für einen russischsprachigen Fernsehkanal im Baltikum reagierte Estlands Kulturministerin Urve Tiidus auf das Übertragungsverbot des russischen Staatssenders "RTR" wegen der Ukraine-Krise.

Italienischer Protest-Politiker Grillo macht Wahlkampf mit Auschwitz-Bild

Beppe Grillo führt Wahlkampf mit harten Bandagen - und schreckt auch vor Provokationen nicht zurück.

Der italienische Politiker wird wegen einer Fotomontage kritisiert, auf der das Tor des NS-Vernichtungslagers Auschwitz zu sehen ist. Den Schriftzug "Arbeit macht frei" hat er abgewandelt und auf den politischen Gegner gemünzt. Diese Montage sei "obszön", sagte der Vorsitzende der Vereinigung jüdischer Gemeinden in Italien, Renzo Gattegna. Mit der Veröffentlichung auf seiner Internetseite appelliere Grillo an niedere Instinkte und mobilisiere Antisemitismus. - Grillo ist Gründer der Protest-Partei "Fünf Sterne". Sie hat Chancen, bei der Europawahl Ende Mai zweitstärkste politische Kraft in Italien zu werden.

Drei Journalisten sterben in Syrien

In Syrien sind drei Mitarbeiter des Hisbollah-Fernsehsenders Al-Manar getötet worden.

Der Sender der schiitischen Partei im Libanon teilte mit, ein Korrespondent, ein Kameramann und ein Techniker seien "von Kugeln bewaffneter Gruppen getötet" worden, als sie gestern über die Einnahme des Ortes Maalula durch Regierungstruppen berichtet hätten. Sie seien in den Kugelhagel zwischen Armee und Rebellen geraten, hieß es. - Maalula liegt nordöstlich der Hauptstadt Damaskus. Die Organisation Reporter ohne Grenzen erklärte, seit Beginn des Konfliktes vor drei Jahren seien in Syrien 28 Journalisten getötet worden.

Fernsehregisseur Ekkehard Böhmer gestorben

Er führte Regie bei zahlreichen Show-Klassikern des deutschen Fernsehens.

Gestern ist der TV-Regisseur Ekkehard Böhmer im Alter von 84 Jahren in Wiesbaden gestorben. Das teilte der Hessische Rundfunk mit. Böhmer war unter anderem verantwortlich für die Fernsehproduktionen "Einer wird gewinnen" mit Hans-Joachim Kulenkampff, "Am laufenden Band" mit Rudi Carrell sowie für die "Peter-Alexander-Show". Wie kein anderer habe Böhmer die Fernsehunterhaltung in Deutschland über Jahrzehnte geprägt, erklärte der Fernsehdirektor des Hessischen Rundfunks, Manfred Krupp. Die Einfälle und Inszenierungen des Regisseurs seien "richtungsweisend für die gesamte Unterhaltungsbranche" gewesen.

Ekkehard Böhmer hatte seine Karriere 1948 am Staatstheater Wiesbaden begonnen. Dort lernte er den Regisseur Fritz Umgelter kennen, der ihn 1954 als Regieassistenten zum HR holte. Von 1970 bis 1972 war Böhmer Fernseh-Unterhaltungschef des Senders.

Verschollen geglaubter Stummfilm kehrt nach China zurück

Seit dreieinhalb Jahren herrscht zwischen Norwegen und China eisiges Schweigen.

Damals verlieh das Nobelkomitee in Oslo dem chinesischen Dissidenten Liu Xiaobo den Friedensnobelpreis und China brach die Beziehungen zu Norwegens Regierung ab. Ausgerechnet ein Stummfilm dürfte dieses Schweigen heute brechen - jedenfalls zwischen den Kulturbehörden der beiden Länder. Norwegen will nämlich in Peking die Kopie eines chinesischen Stummfilm-Klassikers überreichen: Die "Spinnen-Grotte" aus dem Jahr 1927 galt lange als verschollen. Vor drei Jahren wurde aber eine Kopie davon in der norwegischen Nationalbibliothek entdeckt und aufwändig restauriert. - Der Film beruht auf einem berühmten chinesischen Roman aus dem 16. Jahrhundert.

Michael Jacksons Mutter zahlt Entschädigung an Konzertveranstalter

Den Prozess hatte Katherine Jackson schon im Oktober verloren.

Jetzt hat sich die Mutter des US-Popstars Michael Jackson bereit erklärt, an dessen früheren Konzertveranstalter eine Entschädigung für entstandene Anwalts- und Prozesskosten zu zahlen - und zwar in Höhe von 800.000 US-Dollar. Sie hatte den Veranstalter erfolglos auf Schadenersatz verklagt, weil sie ihn für den Tod ihres Sohnes mitverantwortlich machte. Das Gericht in Los Angeles muss dem Vergleich noch offiziell zustimmen. - Michael Jackson war 2009 während der Vorbereitungen zu einer Konzerttournee an einer Überdosis Propofol gestorben.

Venezuela: Entführte Journalistin wieder frei

Vor gut einer Woche war sie entführt worden - nun ist eine Journalistin in Venezuela wieder frei.

Nach Angaben der Behörden wurde Nairobi Pinto unverletzt südlich der Hauptstadt Caracas gefunden. Details der Entführung wurden nicht bekannt. Zuletzt hatte es vermehrt Hinweise darauf gegeben, die Tat könnte einen politischen Hintergrund haben. Medien hatten berichtet, die Chefkorrespondentin des Senders Globovisión sei mehrfach bedroht worden. - In Venezuela gibt es seit fast zwei Monaten immer wieder Auseinandersetzungen, wenn Regierungsgegner gegen die linksgerichtete Regierung von Präsident Nicolás Maduro auf die Straße gehen. Dabei starben schon mindestens 39 Menschen.

26. Filmfest Dresden beginnt

In Dresden dreht sich ab heute erstmal alles um die große Leinwand.

Dort beginnt das Filmfest, auf dem am Sonntag die Goldenen Reiter verliehen werden. Dabei wurden für den nationalen Wettbewerb 29 Produktionen ausgewählt, für den internationalen Wettbewerb sind 51 Werke im Rennen. Eingereicht wurden Kurzfilme aus 85 Ländern, darunter Peru, Südkorea und Moldawien. - Das Filmfest Dresden findet seit 1989 statt. Die Schwerpunkte im Wettbewerb liegen auf Kurzspielfilm und Animationsfilm.

Hier geht es zur Homepage des Festivals.

Marihuana-Automat bei Denver vorgestellt

Drogen aus dem Automaten - die gibt es jetzt im US-Staat Colorado.

Dort soll nun gut drei Monate nach der Legalisierung von Marihuana der erste "Gras"-Automat in Betrieb gehen. Lokale Medien bezeichneten den vorgestellten Apparat als weltweit ersten Marihuana-Automaten. Funktionieren soll er ähnlich wie die Geräte für Zigaretten, sagte der Geschäftsführer des Automaten-Unternehmens der Zeitung "Salt Lake Tribune". Benutzen können ihn allerdings erstmal nur Menschen, die aus medizinischen Gründen Marihuana rauchen. Dafür müssen sie sich am Gerät mit ihrem Personalausweis identifizieren. Aufgestellt wird der Automat in einer Apotheke in der Nähe von Denver.

Der US-Bundesstaat Colorado hatte den Kauf und Verkauf von Marihuana seit Jahresbeginn für Bürger über 21 Jahren legalisiert.

Designer Konstantin Grcic über unbequeme Möbel

Komfort entsteht im Kopf.

Das findet der Designer Konstantin Grcic. Er bezeichnet es in der "Süddeutschen Zeitung" als "völlig ok", dass viele seinen berühmten Stuhl "Chair One" mit einer Decke oder einem Kissen polstern, weil sie ihn unbequem finden. So beginne die Beziehung zu einem Objekt, erklärt Grcic: "Man mag den Stuhl irgendwie, und weil man ihn mag, empfindet man ihn als komfortabel, auch wenn er es vielleicht nicht ist". Der Designer sagt, in den vergangenen Jahrzehnten habe sich die Symbolik von Möbeln verändert: Zum Beispiel habe Facebook-Gründer Marc Zuckerberg keinen ledergepolsterten Chefsessel mehr nötig. Außerdem würden wir heute anders sitzen als unsere Eltern, meint Grcic: "Das Flegelhafte gilt nicht mehr als flegelhaft."

Kulturnachrichten hören

April 2014
MO DI MI DO FR SA SO
31 1 2 3 4 5 6
7 8 9 10 11 12 13
14 15 16 17 18 19 20
21 22 23 24 25 26 27
28 29 30 1 2 3 4

Fazit

Uffizien in FlorenzGroße Gruppen müssen extra zahlen
Touristen stehen vor den Uffizien, Florenz 22.07.2014. Florenz Italien PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY Copyright: xMichaelxGottschalkx Tourists Stand before the Uffizi Gallery Florence 22 07 2014 Florence Italy PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY Copyright xMichaelxGottschalkx (imago stock&people)

Viele Museen in Italien drohen am Andrang der Touristen zu ersticken. Eike Schmidt, Leiter der Uffizien in Florenz, hat nun eine Gruppensteuer von 70 Euro eingeführt: Große Gruppen würden anderen Besuchern die Sicht auf die Kunstwerke versperren.Mehr

weitere Beiträge

Kompressor

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur