Freispiel, vom 05.03.2020, 22:03 Uhr

Feature: Beobachtungen einer Geo-LinguistinAnd then the sea came back

Von Anja Kanngieser und Polly Stanton
Aufnahme vom 10. Dezember 2017 in Suva, Fiji (Foto: Anja Kanngieser)
Aufnahme vom 10. Dezember 2017 in Suva, Fiji (Foto: Anja Kanngieser)

Eine Geo-Linguistin ist eine Leserin der Erde. Sie beschreibt den besonderen Moment, wie kurz vor der Welle das Wasser zurückweicht. Die Tsunamis, die 2004 von einem Erdbeben im Indischen Ozean ausgelöst wurden, verwüsteten in kurzer Zeit ganze Küstenregionen und töteten hunderttausende Menschen. Schon immer war die Region von Naturkatastrophen bedroht, dazu kamen industrielle Eingriffe in die lokalen Ökosysteme und die Folgen der Kolonialisierung. Der hier beschriebene Geo-Linguismus sucht Geschichten des Widerstands in Regionen, die von den Folgen des Klimawandels besonders stark betroffen sein werden.


And then the sea came back
Von Anja Kanngieser und Polly Stanton
Regie: die Autorinnen
Mit: Anja Kanngieser, Martha Sempert, Sajithra Nithi, Caroline Lafargue
Ton: Brendan O’Neill
Produktion: Soundproof ABC Radio National 2016
Länge: 14'53


(Foto: Privat) (Foto: Privat)Anja Kanngieser ist eine australische Klangkünstlerin und Wissenschaftlerin im Bereich der politischen Geographie. In ihren Forschungsprojekten zu Themen der sozialen Gerechtigkeit entwickelt sie interdisziplinäre Methoden, mittels derer sie politische, soziale und wirtschaftliche Beziehungen im Medium des Klanges aufzeigt. Momentan ist sie "Vice Chancellors Fellow" am Australian Centre for Cultural Environmental Research der University of Wollongong.

Polly Stanton ist eine australische Filmemacherin, Klangkünstlerin und Wissenschaftlerin. In ihren Arbeiten untersucht sie, wie visuelle Darstellungen die Erfahrung von Ort und Umgebung dokumentieren, reflektieren und gestalten. Neben ihrer Praxis als bildende Künstlerin arbeitet sie unter anderem als Drehbuchautorin. Derzeit lehrt sie "Video- and Soundstudies" an der RMIT University in Melbourne.

"And then the sea came back" wurde in Zusammenarbeit mit Liquid Architecture entwickelt, einer australischen Organisation zur Förderung und Vernetzung von Kunstschaffenden, die mit Klang arbeiten.

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