Fazit 

Reinhardsbrunn in Thüringen Wie ein Schloss durch Enteignung gerettet wird

Eine Aufnahme von Schloss Reinhardsbrunn im Herbst. (picture alliance/Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa)

Das für Thüringen kulturhistorisch bedeutsame Schloss Reinhardsbrunn verfiel immer mehr, so dass der Freistaat eine Enteignung in die Wege leitete. Diese wurde nun vom Landgericht bestätigt – ein Präzedenzfall im deutschen Denkmalschutz.

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Architekt Marco De Michelis über VenedigPolitik trägt die Verantwortung für Rekord-Hochwasser

Eine überflutete enge Gasse in Venedig, in der ein kleines Boot gestrandet ist. (Alvise Busetto / imago images)

Das Hochwasser in Venedig hat Schäden in Millionenhöhe verursacht und sogar Todesopfer gefordert. Bürgermeister Luigi Brugnaro macht den Klimawandel dafür verantwortlich. Andere, wie der Architekt Marco De Michelis, sprechen von politischem Versagen.

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Künstler Christian BoltanskiNachdenken über die Vergänglichkeit

Der Künstler Christian Boltanski, fotografiert am 28.02.2013 im Kunstmuseums Wolfsburg. (Lukas Schulze/dpa)

Mit rund 50 Werken hat Christian Boltanski eine Retrospektive zu seinem Schaffen der letzten Jahrzehnte im Centre Pompidou kuratiert. Seinen Versuch, durch Kunst die Erinnerung an die eigene Vergangenheit zu bewahren, hält er für gescheitert.

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Zukunft der "Berliner Zeitung"Widersprüche und wenig Konkretes

Die Verleger Holger und Silke Friedrich beim dpa-Interview am 11.11.2019 in Berlin.  (Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa)

Die neuen Eigentümer der "Berliner Zeitung" haben einen Text veröffentlicht, in dem sie ihre künftigen Ziele erläutern. Matthias Dell erkennt darin ein Interesse an Silicon Valley-Neoliberalismus und eine Verehrung für Egon Krenz.

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Kostensteigerung bei BauprojektenUns ist der Bauherr abhanden gekommen

Im Jahr 2015 wurde die neue Pariser Philharmonie im Nordosten der Stadt eröffnet. (picture alliance / dpa / Photononstop)

Wo gebaut wird, explodieren oft die Kosten. In Paris wird nun der Architekt der Neuen Philharmonie zur Kasse gebeten. Aber Jean Nouvel wehrt sich und klagt seinerseits. Andreas Becher vom Bund Deutscher Architekten sieht auch hierzulande Grundsätzliches im Argen.

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Steve McQueen in der Tate BritainDie Zukunft Londons

Der Künstler Steve McQueen vor von ihm angefertigten Portraits von Schulklassen (©Tate, Jessica McDermott)

Oscar-prämiert und Turner-Preisträger: Multitalent Steve McQueen porträtiert in seiner neuen Ausstellung "Year 3" Drittklässler aus ganz London. Und wirft somit einen Blick in die Zukunft der Stadt.

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Open Mike-Wettbewerb in BerlinKonventionen sprengen – ohne Druck

Collage mit Porträts der drei Gewinnerinnen des Open Mike 2019. (Haus für Poesie / Mirko Lux)

Der Open Mike ist einer der wichtigsten deutschsprachigen Literaturwettbewerbe für den Nachwuchs − auch Terézia Moras Erfolgsgeschichte startete hier. In diesem Jahr konnten Fiona Sironic, Carla Hegerl und Sina Ahlers die Jury überzeugen.

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Friedrich Meschedes letzte Ausstellung in Bielefeld"Ich kann nicht populär sein"

Eine abstrahierte Übersetzung zweier übereinander liegender Kniescheiben, überzogen mit Kunststoffgranulat in einem leuchtenden Grünton.  (Foto: Philipp Ottendörfer / Kunsthalle Bielefeld)

Mit seinen Ausstellungen eckte Friedrich Meschede immer wieder an: Sie seien zu intellektuell, zu elitär, zu wenig populär. "Es ist nicht zwingend, dass jeder Kunst versteht", sagt der scheidende Direktor der Kunsthalle Bielefeld.

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Theaterpreis Faust 2019Nicht nur die üblichen Verdächtigen

Eine Frau sitzt auf dem Boden. Hinter ihr steht ein Mann, der sie zu sich nach hinten zieht. (Julian Baumann / Kammerspiele München)

In Kassel wurde der wichtigste deutsche Theaterpreis verliehen: der Faust. Unter den Gewinnern befinden sich nicht allein Stars. Die Faust-Nominierungen bildeten tatsächlich die deutsche Bühnenlandschaft ab, sagt der Theaterkritiker Michael Laages.

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"Der Riss durch die Welt" am ResidenztheaterEin Weltuntergangsszenario

Die Schauspieler Cathrin Störmer, Benito Bause und Lisa Stiegler (v.l.) in einer Szene des Stücks "Der Riss durch die Welt" auf der Bühne des Münchner Residenztheaters. (Sandra Then)

In Roland Schimmelpfennigs neuem Stück empfängt ein Millionärspaar ein junges Künstlerpaar in seiner Villa, vor der Kulisse einer drohenden Apokalypse. Nach und nach setzt sich ein düsteres Gegenwartsgemälde mit Verstörungspotenzial zusammen.

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Sachbuch "Die Gesellschaft des Zorns"Plagiatsvorwürfe gegen Autorin Cornelia Koppetsch

Cornelia Koppetsch schaut spricht während eines Auftritts auf der Frankurter Buchmesse 2019 in ein Mikrofon. (Michael Debets / Pacific Press Agency / imago-images)

In "Die Gesellschaft des Zorns" hat Cornelia Koppetsch den Rechtspopulismus in Zeiten der Globalisierung analysiert - mit viel Lob in den Feuilletons. Nun wurden Plagiatsvorwürfe gegen sie laut. Der Journalist Knut Cordsen sieht diese als schwerwiegend an.

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Kritik am Museum der ModerneVerstellter Blick

Collage zweiter Bilder, die den Blick auf das Kulturforum veranschaulichen. Ohne und mit dem Entwurf für das neue Museum der Moderne. Nach seiner Fertigstellung an der Nordseite der Neuen Nationalgalerie verstellt das geplante Museum in der Bildmitte den Blick nach Norden. (Zeichnungen: Stephan Braunfels)

Architekt Stephan Braunfels kritisiert den Entwurf für das Museum der Moderne in Berlin. Zu Recht, findet Journalist Nikolaus Bernau: Das Gebäude stelle zwei Architektur-Ikonen ins Abseits: Mies van der Rohes Neue Nationalgalerie und Scharouns Philharmonie.

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Fotografien von Helga ParisSchnörkellose Chronik des DDR-Alltags

Eine Frau liegt auf einem Bett, ihre Zigarette in der Hand. Ohne Titel, aus der Serie "Georgien", 1982, von Helga Paris. (Helga Paris)

Helga Paris wurde mit ihren Fotografien von Kneipenbesuchern, Müllfahrern, Künstlern und Punks in Ost-Berlin und Leipzig zur Chronistin des DDR-Alltagslebens. Jetzt ist eine umfangreiche Ausstellung ihres Werks in der Berliner Akademie der Künste zu sehen.

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Provenienzforschung an ostdeutschen MuseenUngereimtheiten im Bestand

Der Haupteingang des Staatlichen Museums Schwerin aus leichter Froschperspektive. (Westend61 / imago-images)

Der Maler Otto Nagel war in der DDR hochgeschätzt. Dennoch übte der Staat Druck auf dessen Erben aus, damit die auf den Nachlass verzichten. Der Fall wird bei den Staatlichen Museen Schwerin jetzt exemplarisch für die Provenienzforschung aufgerollt.

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Berliner Ensemble in Kuba und China"Brecht hat das Theater auf Kuba sehr beeinflusst"

Die Schauspieler Stefanie Reinsperger Tilo Nest und Sina Martens im Stück "Der kaukasische Kreidekreis". Sie spielen vor einem dunklen Bühnenhintergrund eine Szene, in der zwei Frauen an einem in ein Tuch eingewickelten Kleinkind zerren.  (Martin Müller / imago-images)

Das Berliner Ensemble gastierte mit einem Brecht-Stück in China und Kuba - zwei Länder, in denen Brecht sehr verehrt und viel gespielt wird. Der Regisseur Michael Thalheimer erzählt, wie das Ensemble die Reise erlebt hat und wie das Stück ankam.

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Literaturreihe in Köln In die Sprachen Afrikas eintauchen

Portrait des kenianischen Schriftstellers Ngugi Wa Thiong o, der nach linke in die Kamera guckt und die rechte Hand mit Daumen und Zeigefinger an die Wange hält. (imago stock&people/ZUMA Press)

Seit zehn Jahren kämpft die Literaturreihe "Stimmen Afrikas" für eine größere Bekanntheit afrikanischer Autoren. Im Jubiläumsjahr liegt der Schwerpunkt auf den vielen Sprachen des Kontinents und der richtigen Übersetzung im kulturellen Kontext.

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Weiter Streit um Peter HandkeIm rechtsnationalistischen Umfeld Serbiens unterwegs

Angehörige der Opfer des Massakers von Srebenica protestieren vor der schwedischen Botschaft in Sarajevo gegen den Literaturnobelpreisträger Peter Handke. (dpa / picture alliance / Samir Yordamovic)

Der bosnische Germanist Vahidin Preljevec hat das literarische und politische Umfeld analysiert, in dem Peter Handke seit fast 25 Jahren unterwegs ist. Sein Fazit: Der Autor habe sich "fast ausschließlich im nationalistischen Milieu in Serbien" bewegt.

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Gedenken an Opfer des NSUKampf um die Erinnerung

Auch Kanzlerin Angela Merkel besuchte am 4.November in Zwickau den Gedenkort für NSU-Opfer. Sie und die Oberbürgermeisterin von Zwickau, Pia Findeiss, legen Blumen nieder (www.imago-images.de)

In Zwickau und Chemnitz fanden am Wochenende Gedenkverstaltungen für die Opfer des NSU statt. Solche Erinnerungen seien wichtig, weil das Wissen um die rassistischen Morde schnell verschwinden würde, sagt die Schriftstellerin Esther Dischereit.

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Prix Goncourt für Jean-Paul Dubois Ausgezeichnete Weltliteratur

Der französische Autor Jean Paul Dubois erhält den Prix Goncourt für seinen Roman "Tous les hommes n'habitent pas le monde de la même façon". (dpa / ©PHOTOPQR/LE PARISIEN/olivier corsan)

Der wichtigste Literaturpreis Frankreichs geht an den Autor Jean-Paul Dubois. Mit der Geschichte seines scheiternden Protagonisten, den es von Frankreich nach Kanada verschlägt, habe er ein Stück Weltliteratur geschrieben, sagt Kritiker Dirk Fuhrig.

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Erstaufführung von Penelope Skinners "Linda"Psychologisches Drama mit grandiosen Frauenfiguren

Auf dem Bild: Sophia Schiller, Claudia Hübbecker. (Düsseldorfer Schauspielhaus/ Sandra Then)

Der britischen Dramatikerin Penelope Skinner gelang mit "Linda" der große Durchbruch. Nun feierte im Düsseldorfer Schauspielhaus die deutsche Erstaufführung Premiere. Unser Kritiker Stefan Keim ist begeistert von dieser psychologischen Versuchsanordnung.

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Holocaust-Konferenz in MünchenGefahr nationalistischer Geschichtsnarrative

Jüdischer Friedhof Czernowitz mit dem Massengrab für 900 Holocaust-Opfer (Deutschlandradio / Sabine Adler)

Nach 30 Jahren tagt der interdisziplinäre Fachkongress "Lessons & Legacies of the Holocaust" erstmals außerhalb von Nordamerika, nämlich in München. Mit dem Ortswechsel gehe auch ein Perspektivwechsel einher, sagt Gastgeber Frank Bajohr.

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Büchnerpreis-Rede von Lukas BärfussÜber das Böse zwischen uns

Lukas Bärfuss, Träger des diesjährigen Georg-Büchner-Preises steht kurz vor Beginn der Preisverleihung im Treppenhaus des Staatstheaters (picture alliance / dpa / Boris Roessler)

Der Schweizer Autor Lukas Bärfuss spannte in seiner Dankesrede für den diesjährigen Georg-Büchner-Preis einen großen Bogen vom Nationalsozialismus bis heute. Ein Besuch in Auschwitz habe ihn und sein literarisches Werk nachhaltig geprägt.

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Ausstellung "Theater of Operations“Das künstlerische Vermächtnis der Golfkriege

Ein Soldat vor einer grünen Hauswand hält ein fotokopiertes Porträt von Saddam Hussein vor sein Gesicht. (MoMA PS1 / Eigentum des Künstlers)

Das MoMA PS1 in New York zeigt künstlerische Auseinandersetzungen mit den Golfkriegen. In einer Gruppenausstellung werden Arbeiten westlicher Künstler in einen Dialog mit Werken unbekannterer Künstler aus dem Mittleren Osten und der Diaspora gebracht.

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