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Im Gespräch / Archiv | Beitrag vom 17.02.2007

Faszination Film: Berlin im Berlinale-Fieber!

Zu Gast: Heino Ferch und Hans-Ulrich Pönack

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Filmplakate am Potsdamer Platz in Berlin künden von der Berlinale 2007. (AP)
Filmplakate am Potsdamer Platz in Berlin künden von der Berlinale 2007. (AP)

Für den Schauspieler Heino Ferch ist die Berlinale ein großes Vergnügen. Und auch der Filmkritiker Hans-Ulrich Pönack hat am Ende des Filmfestivals einen Kino-Marathon hinter sich. Auf Deutschlandradio Kultur zeigte er sich bislang wenig angetan vom diesjährigen Wettbewerb.

Wenn heute Abend die begehrten "Bären" verliehen werden, erlebt das größte deutsche Filmspektakel des Jahres seinen Höhepunkt. Über zehn Tage glich der Potsdamer Platz einem deutschen Hollywood, mit Stars und Sternchen im Blitzlichtgewitter der Paparazzi, mit Fans und Autogrammjägern. Ein wahrer Kinomarathon: Rund 375 Filme wurden gezeigt, begutachtet von 19.000 Fachbesuchern aus 116 Ländern, darunter 3800 Fachjournalisten. Einer der Kritiker ist Hans-Ulrich Pönack. Der gebürtige Berliner gehört zu den Urgesteinen des Deutschlandradios, seit 1969 berichtet er ununterbrochen über das Kinogeschehen.

Bei der Berlinale läuft er zur Höchstform auf: "Der Berlinale-Alltag ist sehr diszipliniert, voll gefüllt mit schrecklich unanständigem Essen, so viel Filmen, wie möglich, denn manche sieht man ja nie wieder!" Auch nach fast 40 Berufsjahren ist dem 60-Jährigen die Begeisterung geradezu anzuhören: "Die Neugier ist so groß! Das will ich einfach sehen!" Eine Woche ohne Kino gibt es für den Film-Enthusiasten einfach nicht: "Ich war mal zur Kur auf Borkum, da bin ich in der zweiten Woche in die Kindervorführung gegangen, "Susi und Strolch", mit den Kindern der Urlauber. Ich kann einfach nicht ohne!"

Auch für Heino Ferch ist die "Berlinale" ein großes Vergnügen. Sein neuer Film, der historische TV-Zweiteiler "Der geheimnisvolle Schatz von Troja" ist abgedreht, er läuft am 19. und 20. März bei Sat 1. Ferch spielt darin Heinrich Schliemann, den "wohl größten Popstar der Archäologie".

Er gibt ihn durchaus als zwiespältige Figur: Als zielstrebigen Geschäftsmann und Selbstvermarkter, der auch nicht davor zurückschreckt, die eigene Biographie zu schönen, der Geld mit Waffengeschäften macht, um seinen Traum zu verwirklichen: Das homersche Troja zu finden. Und er gibt ihn als Macho: Der zweifach geschiedene Schliemann kauft sich eine 19-jährige Griechin und heiratet sie gegen ihren Willen. Auch hier – wie in den anderen Geschichtsfilmen wie "Der Tunnel" oder "Das Wunder von Lengede" - beweist der 43-jährige Ferch nicht nur seine schauspielerische Perfektion, der ehemalige Kunstturner und leidenschaftliche Reiter zeigt sich auch von seiner sportlichen Seite. Von dieser Liebe zu Pferden, zum Zirkus, zu seiner Familie, natürlich auch zu seinem Beruf erzählt er heute von 9 Uhr 07 bis 10 Uhr bei "Radiofeuilleton – Im Gespräch".

Und er ist auch als Sänger zu erleben ….

"Faszination Film" heißt es heute bei "Radiofeuilleton – Im Gespräch".

Von 9 Uhr 07 bis 10 Uhr spricht Gisela Steinhauer mit dem Schauspieler Heino Ferch. Von 10 Uhr 05 bis 11 Uhr ist der Filmkritiker Hans-Ulrich Pönack zu Gast. Hörerinnen und Hörer können sich beteiligen unter der kostenlosen Telefonnummer 00800 / 2254 – 2254 oder per E-Mail unter gespraech@dradio.de.

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"Der Wettbewerb ist in diesem Jahr sehr grottig"

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