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Echtzeit | Beitrag vom 16.02.2019

Fangen, bestaunen, essenDer Mensch und der Fisch

Moderation: Katja Bigalke

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Der Angler René Grenz aus Frankfurt (Oder) mit einem 90 Zentimeter langen und rund sieben Kilogramm schweren Zander am deutsch-polnischen Grenzfluss Oder nahe Lebus im Jahr 2003 (picture-alliance / ZB/Patrick Pleul)
Anglerglück: ein 90 Zentimeter langer und rund 7 Kilo schwerer Zander. (picture-alliance / ZB/Patrick Pleul)

Zum Fisch pflegen wir Menschen ein besonderes Verhältnis: Er muss als Jagdtier, Nahrung und ästhetisches Objekt im Wohnzimmer herhalten. Ethisch ist das alles bedenklich. Sollten wir diese Beziehung lieber abbrechen?

Die "Echtzeit" begibt sich am heutigen Samstag auf Fischfang: Wir Menschen betreiben dies aus ganz unterschiedlichen Beweggründen. Wir fangen möglichst große Fische, um uns mit ihnen wie bei einer Safari fotografieren zu lassen.

Besuch im Wallercamp in Spanien

Die Angelmethode Catch and Release – also die Fische zu fangen, um sie zu fotografieren und wieder frei zu lassen –, ist in Deutschland verboten. Weil die Fische dabei nicht aus einem vernünftigen Grund gefangen und nicht sinnvoll verwertet werden, und dabei oft trotzdem sterben. Daher gehen leidenschaftliche Angler ihrem Hobby auch gerne mal woanders nach. Erlaubt ist das zum Beispiel in Spanien. Dort besuchen wir ein Wallercamp.

Fische werden aber auch gefangen, um sie unserem Blick auszusetzen. Wir sprechen mit dem Wissenschaftler Jörg Scheller über die Kulturgeschichte des Wohnzimmer-Aquariums.

Bilder von Aquarien aus dem Buch von Tania Willen, David Willen, Jörg Scheller, "Appetite for the Magnificent", Edition Patrick Frey, 2017 (Tania Willen, David Willen, Jörg Scheller, "Appetite for the Magnificent", Edition Patrick Frey, 2017)Seit wann stellen wir uns eigentlich Aquarien in Wohnzimmer? Wir fragen Jörg Scheller. (Tania Willen, David Willen, Jörg Scheller, "Appetite for the Magnificent", Edition Patrick Frey, 2017)

Und natürlich gibt es beim Fischverzehr immer wieder neue Moden, obwohl die Gewässer allmählich leergefischt sind. Wir schauen in einer Räucherei vorbei. Schließlich ein Blick ins mexikanische Kloster: Dort bewahren Nonnen den hässlichen Axolotl vor dem Aussterben und gewinnen aus seinem Sekret Hustensaft.

Ein Molch der Gattung Ambystoma mexicanum (Axolotl) im Aquarium, Seitenansicht (Malte Fließ/AMBC Hannover)Im Kloster gehütet: ein Molch der Gattung Ambystoma mexicanum, auch Axolotl genannt. (Malte Fließ/AMBC Hannover)

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