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Filme der Woche / Archiv | Beitrag vom 21.03.2007

Familienbande und Extremkletterer

Neu im Kino: "Keine Sorge, mir geht's gut" und "Am Limit"

Vorgestellt von Jörg Taszman

Die 19-jährige Lili verfällt in tiefe Depressionen, als ihr Zwillingsbruder abhaut. Bald kehrt ihr Lebenswille zurück und sie macht sich auf die Suche nach ihm. "Keine Sorge, mir geht's gut" führt den Zuschauer auf falsche Fährten und wechselt zwischen Familienfilm und Thriller. "Am Limit" zeigt ein Bruderpaar, beide Extremkletterer, und schwelgt in beeindruckenden Bildern, vermag aber nur phasenweise zu überzeugen.

"Keine Sorge, mir gehts gut "
Frankreich 2006. Regie: Philippe Lioret. Darsteller: Mélanie Laurent, Kad Merad, Julien Boisselier, Isabelle Renauld u.a.

Als die 19-jährige Lili aus dem Urlaub kommt und erfährt, dass ihr Zwillingsbruder nach einem Streit mit dem Vater abgehauen und verschollen ist, gerät sie in eine so tiefe Depression, dass sie sich zu Tode hungern möchte. Erst als dann langsam Briefe des Bruders auftauchen, findet sie langsam wieder ins Leben zurück, ist jedoch besessen davon den Bruder wiederzufinden. Dabei führt der Regisseur den Zuschauer immer wieder auf falsche Fährten und hat ebenso ein großes Familiendrama wie einen Thriller und Liebesfilm erschaffen.

Sensationell in der Hauptrolle ist Melanie Laurent, die Lili mit einer seltenen Intensität verkörpert: melancholisch, fast traumhaft abgehoben von der Welt und mit einem ungeheuren Liebreiz. Völlig zu Recht erhielt sie dafür den César als Beste Darstellerin.


"Am Limit"
Deutschland/Österreich 2006. Regie: Pepe Danquart. Mit: Alexander Huber, Thomas Huber, Dean S. Potter, Chongo u.a.

Am Limit (NUR IM ZUSAMMENHANG MIT DEM FILMSTART)Letzter Teil der "Sport-Trilogie” von Pepe Danquart nach "Heimspiel" über die Mannschaft und Fans der Ost-Berliner "Eisbären" und "Höllentour", der ungewöhnliche Tour de France Film. Diesmal hat sich Pepe Danquart eines Bruderpaars angenommen, beide Extremkletterer: Thomas und Alexander Huber. Dabei schwelgt der Regisseur in beeindruckenden Bildern, interessiert sich aber auch für das Verhältnis der Brüder untereinander. Insgesamt vermag "Am Limit" nicht zu überzeugen, zu reißerisch ist die Machart, mit Dauermusikberieselung und auch die Qualität der O-Töne in den Interviews schwankt zwischen informativ, bewegend bis hin zu oberflächlich und uninteressant. So entstand insgesamt ein nur phasenweiser fesselnder Film. Schade!

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