Freistil, vom 19.05.2019, 20:05 Uhr

Fakes als KunstDieses obskure Objekt des echt Falschen

Es ist oft mehr als ein Spiel: Dichtungen, Kunstwerke, Musik oder Filme, die angeblich von Künstlern geschaffen worden sein sollen, obwohl es diese nie gab. Fake als künstlerische Strategie stellt oft auf raffinierte Weise jede Form von Gewissheit in Frage. Auch mit dem Ziel, schlichtweg zu unterhalten.

Eien Skulptur der Kunstfigur von Grete Penelope Mars. (Deutschlandradio / Achim Hahn)
Das Grete-Penelope-Mars-Denkmal ehrt eine Frau, die es gar nicht gibt. (Deutschlandradio / Achim Hahn)

Angeblich war Grete Penelope Mars Bochums einzige Dadaistin. Nur gelebt hat sie nie. Sie ist eine Erfindung von Slam-Poeten. Quasi die fiktive Fortschreibung eines realen Kunstwerks: mit eigener Künstlerbüste im angrenzenden Park und der tatsächlichen Umbenennung eines öffentlicher Platzes.

Sie ist kein Einzelfall in der fiktiven Literaturgeschichte, und auch die Kunst-, Musik- und Filmgeschichte ist voller Fakes und Erfindungen angeblicher Künstler.

Mit Fakes werden immer auch künstlerische Fakten geschaffen. Eine eigenständige Strategie der zeitgenössischen Kunst?



Dieses obskure Objekt des echt Falschen
Fakes als Kunst
Von Achim Hahn

Regie: Susanne Krings
Es sprachen: Nikolaus Benda, Nils Kretschmer, Michael Kamp
Ton und Technik: Eva Pöpplein und Caroline Thon
Redaktion: Klaus Pilger

Produktion: Dlf 2019

Dieses obskure Objekt des echt Falschen. Fakes als Kunst (PDF)

Dieses obskure Objekt des echt Falschen. Fakes als Kunst (Textversion)